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Fool's Gold - Fool's Gold

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von TheNoise am Mittwoch, 27. Oktober 2010 in Neuerscheinungen   

Genre: World  |  Label: Sony  |  Unsere Wertung: 7.0/10

FoolHebrew Highlife
In den 1970er-Jahren haben afrikanische Musiker Rock'n'Roll und traditionelle Musik zu eigenen Klängen amalgamiert. Fool's Gold komponieren jetzt im damals angesagten Stil der afrikanischen Hotel-Bands. Kann das gut gehen?

Weltweiter musikalischer Austausch ist kein Phänomen der Globalisierung: Musiker haben auch früher über die Landesgrenzen geschaut oder sich von reisenden Musikanten inspirieren lassen. So ist beispielsweise der in der traditionellen Musik des Alpenraums weit verbreitete „Schottische“ zu uns gekommen. Afroamerikanische Musiker wie der Multiinstrumentalist Yusuf Lateef haben die afrikanische Musik auf der Suche nach ihren Wurzeln integriert, andere westliche Musiker sind der Exotik der Musik anderer Völker erlegen oder – wie beispielsweise der Embryo-Gründer Christian Burchard – deren vertrackter Rhythmik oder raffinierter Harmonik. Afrikanische Musiker wiederum haben in den 1970er-Jahren Rock'n'Roll aufgegriffen. Einige von ihnen sind heute Legende, andere haben die Weltmusik – die Mischung aus indigener Musik und Pop – miterfunden, etwa Salif Keita aus Mali.

Mit dem Aufkommen der Weltmusik ist auch das Interesse an deren Ursprüngen gestiegen. Nachzuhören sind sie auf Zusammenstellungen wie die der Reihe „African Pearls“ oder wieder aufgelegten frühen Aufnahmen der senegalesischen Gruppen Orchestra Baobab und Etoile de Dakar, bei der in den 1970er-Jahren mit Youssou N'Dour eines der heutigen Aushängeschilder des Worldpop sang.

Die Musik dieser Bands – Inspiration geht mitunter seltsame Wege – wird nun erneut von westlichen Musikern aufgegriffen. Gruppen wie Vampire Weekend und Fool’s Gold adaptieren die in Afrika verfremdete westliche Musik – mit einem Ergebnis, das gute Laune macht. Auch wenn sich Fool's Gold sehr an alten Bands – vornehmlich aus Kongo, Äthiopien, Eritrea und Mali – orientieren, gibt es nicht nur den charakteristisch hellen Klang der Gitarre, den Chorgesang und die typischen Bläsersätze, sondern durchaus auch Anklänge an neuere Spielarten der afrikanischen Musik, zum Beispiel an den Desert Blues. Fool’s Gold haben noch einen weiteren, Unterschied: Der in Israel geborene und in den USA aufgewachsene Sänger Luke Top textet und singt auf hebräisch. Hebrew Highlife könnte man das in Anlehnung an die musikalische Verschmelzung von westafrikanischer Musik mit europäischen Instrumenten nennen. Das klingt für uns nicht minder exotisch als das Bambara von Boubacar Traoré, einem der wichtigsten Musiker des zu Beginn der Unabhängigkeit des Landes aufgekommenen Mali-Rock.

Seit  29. Oktober 2010 im Handel.

> Hören und Kaufen > MySpace > Label

Anspieltipps:
> Surprise Hotel
> Nadine
> Ha Dvash
> Poseidon

Diskographie:
> Fool's Gold (2010)

Ähnliche Künstler:
> Vampire Weekend
> Foreign Born
> Avi Buffalo
» 1 Kommentar
1Kommentar
am Donnerstag, 4. November 2010 16:37von nico
exklusiver schweizer gig im kiff/aarau: mi, 10.11.10 DA SEIN!
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