Foreign Born - Person to Person |
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von Michael Messerli am Mittwoch, 10. Juni 2009 in Neuerscheinungen
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Genre: Folk, Indie | Label: Secretly Canadian (Irascible) | Unsere Wertung: 5.0/10
Blutorangen
Und immer wieder Kalifornien. Die Assoziationen sind so vielfältig, wie es „Person to Person“ leider nicht ist.
Foreign Born mögen Percussions. Ausdruck verleihen sie dem zum Beispiel mit Retrodrums („Can’t Keep Time“) oder der Kuhglockennummer „Winter Games“. Einiges wirkt fahrig, vieles wird zu Tode repetiert. Jedoch nicht alles. Da, wo Foreign Born nicht an Modest Mouse („That Old Sun“) oder Arcade Fire („Lion’s Share“) erinnern, da steckt ihr Geheimnis. Das in sich aufgehende „It Grew On You“ ist so ein Beispiel. Wohl sogar das beste. Würden sich viele der zehn Songs nicht so ähneln, dann würde man „Person to Person“ Belanglosigkeiten wie „Early Warnings“ oder „See Us Home“ noch verzeihen. Belanglos deshalb, weil entweder die Fröhlichkeit wie in der Ferienwerbung aufdrängend oder bereits hundert Mal gehört. Wirklich schlimm ist das in diesem Fall nicht. Aber in der Mehrheit auch nicht wirklich überzeugend. „Person to Person“ ist leichte Musik, die es gerne mit jedem treibt. Foreign Born aber einfach den Hippie zu unterstellen, schiesst auch am Ziel vorbei. Sie orientieren sich zwar gerne an längst Vergangenem, überreizen es andererseits nur selten.
Zweifelsohne steckt viel Kreativität in den Fingern dieser Kalifornier. Sie überladen die Songs trotz vieler Instrumente kaum einmal, und das ist für eine analoge Eigenproduktion bemerkenswert. Es lassen sich durchaus Stärken und viele versteckte Kleinigkeiten entdecken. „Blood Oranges“ ist ein solider Opener, die Einfachheit von „Lion’s Share“ stellt uns eine gelungene Falle und „Vacationing People“ hat seine Momente. Auch wenn das eine oder andere klingt wie die Vertonung ausgepresster Früchte, man kann sich damit unterhalten. Die Vielfalt an verschiedenen Elementen kompensiert aber nicht die Originalität, die man insgesamt vermisst. Vielleicht fehlen dafür die Hits. Vielleicht auch die richtige Übermittlung der Leidenschaft. Wer eine Platte so lustlos wie „Wait in This Chair“ beendet, der kommt am Ende nicht an. Da nützen auch zehn verschiedene Instrumente nichts. Es bleibt also noch viel Arbeit. Aber am Ende könnte sich das lohnen.
Ab 12. Juni 2009 im Handel.
> Hören und Kaufen > Offizielle Webseite > MySpace > Label > CH-Vertrieb
Anspieltipps:
> Lion’s Share
> It Grew On You
> Blood Oranges
Diskographie:
> On the Wing Now (2007)
> Person to Person (2009)
Ähnliche Künstler:
> Modest Mouse
> The Arcade Fire
> Yeasayer
> My Morning Jacket
> Supergrass
> Dungen
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