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- Propaghandi: How to Clean Everything
- I not dance: So You Think You Can Stop Me...

Ivo Münger

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[Playlist Archiv]
Zukunftsmusik
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Fountains Of Wayne – Out-Of-State Plates (2005) (Virgin Records/Warner Music)

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von Andreas Scheuber am Samstag, 3. September 2005 in Neuerscheinungen   
Fountains Of Wayne – Out-Of-State Plates (2005) (Virgin Records/Warner Music)

Doppelpack-Brockenstube in Plattenform

Fountains Of Wayne – Out-Of-State Plates (2005) (Virgin Records/Warner Music) Wer kennt das Problem nicht, sich von etwas trennen zu müssen, es aber nicht zu können? Da gibt’s nur eins: Aufheben. Irgendwann in der Zukunft wird man mit Bestimmtheit froh sein, dieses Etwas nicht weggeworfen zu haben. Wo sich Normalsterbliche mit Silberbesteck, Schuhen, Grossmutters Porzellan, Briefmarken, alten Prüfungen oder Plüschtieren herumschlagen, tun Bands dasselbe mit unveröffentlichten Songs. Da gibt’s nur eins: Veröffentlichen.


Fountains Of Wayne haben sich dies auch gesagt und „Out-Of-State Plates“ vollgestopft mit unveröffentlichten Songs und Bonus-Tracks von diversen Singles; symbolisch ziert ein Foto eines Autofriedhofs das Cover der Doppel-CD. Nicht weniger als dreissig Tracks zeigen einen Querschnitt des Schaffens von FOW, aus ihren Anfängen in den Neunzigern bis heute. Klingt verdammt spannend und ist es auch, denn bei jedem Song darf man sich fragen, weshalb dieser es nie auf ein (richtiges) Album geschafft hat. Sozusagen als Erklärung auf diese interessante Frage steht im Booklet zu jedem Titel ein kurzer Kommentar zu dessen Entstehungsgeschichte oder Hintergrund (übrigens eine Idee die, wie ich finde, in jedes gute Booklet gehören sollte). So lassen sich äusserst amüsante Dinge finden, unter “Baby I’ve Changed” zum Beispiel: „Our recording contract requires us to have at least four songs per album that prominently feature the word ‚baby’.“ Man möchte nicht wissen, was in Verträgen gewisser anderer ‘Musiker’ geschrieben steht (F**k, F**k and F**k). Die genannte Klausel trägt dann wahrscheinlich auch die Schuld für einen besonderen Leckerbissen: „Baby One More Time“ von, oh ja, Britney Spears (hiermit hätte sie es also doch noch irgendwie auf Exitmusic geschafft). Tragisch aber wahr, die meisten positiven Aspekte von „Out-Of-State Plates“ sind damit bereits genannt. Zwei CDs, dreissig Tracks und über achtzig Minuten fröhlicher Gitarren-Pop und Hippie-Country sind mehr als genug – Langeweile wäre hierfür wahrscheinlich das richtige Wort. Die wenigen guten Tracks hätten ohne Weiteres auf eine einzelne Platte gepasst. Nur zu veröffentlichen, damit veröffentlicht ist, ist in diesem Fall leider nicht mehr, als eine Restposten-Sammlung. FOW besitzen dafür nicht den notwendigen Kultstatus – bei den Beatles würde so etwas problemlos funktionieren.
Dem nicht-hartgesottenen FOW-Fan bietet deshalb „Out-Of-State Plates“ nicht mehr, als wenn er/sie einfach nur einen Nachmittag das Radio einschalten würde. Einen Vorteil aber hat die Veröffentlichung trotzdem: Sie gibt Platz für neue Songs – ein freier Kopf ist weit besser, als ein leerer!


Seit 27. Juni 2005 im Handel.

Anspieltipps: Maureen, I Know You Well, Elevator Up, Small Favors, Imperia
similar artists: Nada Surf, Less Than Jake, The Offspring

> Hören und Kaufen > Offizielle Webseite > Label > CH-Vertrieb

Bio:
Gut zehn Jahre nach Ihrer Gründung möchten Fountains Of Wayne dieses kleine Jubiläum mit einer Besonderheit feiern, einem Doppel-Album mit alten-neuen Titeln. Nach den beinahe legendären Alben „Fountains Of Wayne“ (1996) und „Utopia Parkway“ (1999) sind die Ansprüche an Chris Collingwood, Adam Schlesinger, Jody Porter und Brian Young gross, wenn nicht riesig.

Fountains Of Wayne – Out-Of-State Plates (2005) (Virgin Records/Warner Music)
Diskographie:
> Fountains Of Wayne (1996)
> Utopia Parkway (1999)
> Welcome Interstate Managers (2003)
> Out-Of-State Plates (2005)


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