Four Tet - Everything Ecstatic (2005) (Domino/Musikvertrieb) |
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| von Andreas Scheuber am Mittwoch, 1. Juni 2005 in Neuerscheinungen | |
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Ekstase im Schonwaschgang Das vierte Album von Four Tet, "Everything Ecstatic", ist härter und aggressiver als sein Vorgänger "Rounds". Dies betrachtet Kieran Hebden als nichts weiter als einen nächsten kleinen Schritt zu etwas Neuem: "It is at the core of my thinking to always make sure I don't repeat the past and instead push myself somewhere new." Zudem stört es ihn, als Folktronic-Musiker gebrandmarkt zu werden: "The way some people would perceive my music - particulary if they'd read I was making "folktronica" - was not making any sense to me anymore, and was beginning to drive me crazy." Kein Wunder also, versucht er sich (und uns) in Ekstase zu spielen, schlussendlich geht's ums Feeling und nicht um irgendwelche Stil-Namen. Freude herrscht, na ja nicht direkt, aber der tief grollende Bass zum Start mit "A Joy" wäscht die Wäsche immerhin schwarz. "Smile Around The Face" ist etwas unschärfer, verschwommener, vielleicht ist jemand in die Waschmaschine geraten und wird wild umhergewirbelt und ruft nach Hilfe - die Taschen waren auf jeden Fall nicht geleert. Aber Vorsicht, it's boom man: Der wilde Beginn mit den Drums von "Sun Drums And Soil" verheisst Gutes, es wird phasenweise jazzig, ohne dass dabei der Drive verloren geht - bravo! Dann heisst es Yoga-Matten auspacken, denn mit "Clouding" werden ruhigere Glocken angeschlagen, die auf die Hip Hop-Ballade "And Then Patterns" hinführen - ganz anständig, schliesslich gibt auch kein Tarifmarker seine Verse zum Besten. "High Fives" arbeitet mit sonorem Gong und Vibraphon, es dröhnt ehrfürchtig aus der Anlage, der Boden vibriert. Für den Track "Turtle Turtle Up" hat sich Kieran Hebden von einem taiwanischen Wrestling-Spiel inspirieren lassen - dieses Spiel möchte ich gar nicht erst sehen. "Sleep, Eat Food, Have Visions" verdeutlicht die drei Grundprinzipien, die ein Leben zu einem Leben machen, leider getrauen sich die Visionen aber nicht hinter dem dominanten Bass-Messer hervor. (Übrigens ist an dieser Stelle nicht etwa die Stereoanlage kaputt - die Vision trägt die Schuld!) "You Were There With Me" schliesst spirituell ab und es bleibt die spannende Frage: Ja, wo waren wir denn die letzten dreiundvierzig Minütchen? Seit 23. Mai 2005 im Handel. Anspieltipps: Sun Drums And Soil, And Then Patterns, You Were There With Me similar artists: ?? > Hören und Kaufen > Offizielle Seite > Label > CH-Vertrieb Bio: Hinter Four Tet steckt die Person von Kieran Hebden, der 1977 in London geboren wurde und 1993 die Band Fridge gegründet hat, bevor er mit Four Tet seine Solo-Karriere startete. Kieran Hebden gilt als einer der Urväter des Folktronics. Er arbeitete unter anderem auch schon mit Radiohead, Boom Bip, Icarus und Bloc Party zusammen. Diskographie: > Dialogue (1999) > Pause (2001) > Rounds (2003) > Everything Ecstatic (2005)
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