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Gablé – CuTe HoRSe CuT

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von Natalie Reusser am Samstag, 14. Mai 2011 in Neuerscheinungen   

Genre: Indie/Experimental  |  Label: LOAF-Recordings (namskeio)  |  Unsere Wertung: 7.5/10

Cute Horse CutSteck den Kopf in den Busch und ich zeige es dir!
Wer den Kopf in einen Busch steckt, hat Angst man würde erkennen, wer er ist und ihn kategorisieren. Für Gablé aus Nordfrankreich gilt es wohl, dies zu vermeiden. Gaelle, Mathieu, Thomas und Olivier sind immer noch Kinder geblieben, die das Experimentieren lieben und wohl auch gerne Verstecken in ihrer eigenen Welt spielen.

Der Soundteppich, den sie generieren, wirkt wie ein Theater der Musik auf den Hörer. Deswegen macht es wenig Sinn viel über die einzelnen Stücke zu schreiben, weil sie als Ganzes sprechen. Auf dem Album befinden sich zwanzig eher kurze Lieder. Dabei sind nicht nur die Titelnamen seltsam, sondern auch die Songtexte sind kurios.

Neben den üblichen Instrumenten wie Schlagzeug, Keyboard und Gitarre erweitern Gablé ihren Horizont, indem sie elektronische Haushaltsgeräte, diverse Glöckchen, Flöten, Strassengeräusche, schrille Tierlaute, Sprechgesang, Chor, schreiende Kinder und Männer integrieren. Es ist ein Experiment zwischen Indie, Elektropop, HipHop, Noiserock und Folkpunk, jedoch absolut eigenständig.

„GHoSt Host“ erinnert mit den wiederholenden Elektro-Wallungen gegen Ende zweitweise an Animal Collective. Bei „PiLLs„ denkt man an den typischen Songwriter-Stil mit einem Banjo, das stark an Momente von Sufjan Stevens erinnert. Die Mischung aus beidem kommt beispielsweise bei „CyaNuRe“ vor. Damit kommt dieser Song ziemlich nahe die elektronischen neueren Alben von Radiohead oder von Thom Yorke als Solist. Teils ruft dieses Album auch MGMT und andere Elektro-Indie-Bands ins Gedächtnis, dies jedoch auf eine technisch simple Art, die von Coco Rosie abstammen könnte.

Insgesamt beinhaltet „Cute Horse Cut“ kurze Eindrücke eines musikalischen Freigeists, der sich offenbar nur sehr ungern kategorisieren lässt. Das ist nichts für intolerante Hörer, jedoch eine Bereicherung für Pioniere und Entdecker. Nur wer wagt, gewinnt

Seit  11. April 2011 im Handel.

> Hören und Kaufen  > MySpace > Label > CH-Vertrieb

Anspieltipps:

> Cyanure
> 0000
> Pills

Diskographie:
> Gablé (2002)
> Californian Touch With a Condé sur Noireau Way of Life (2004)
> Seminéoproantiantiantifolk (2006)
> 7 Guitars With a Cloud of Milk (2008)
> Im Ok EP (2009)
> Cute Horse Cut (2011)

Ähnliche Künstler:
> Coco Rosie
> Omo
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