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Ganes - Rai de Sorëdl

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von TheNoise am Mittwoch, 20. Oktober 2010 in Neuerscheinungen   

Genre: World  |  Label: Lawine (Sony)  |  Unsere Wertung: 6.0/10

Rai de SoredlHebrew Highlife
Wenn die Ganes singen, versteht man ungefähr genauso viel wie bei Youssou N'Dours Texten in Wolof – nur dass man bei den Ganes nicht so weit reisen muss, um sie nicht zu verstehen. Das Trio kommt aus Südtirol und singt in Ladinisch, der romanischen Sprache der in Südtirol, im Trentino und in der Provinz Belluno beheimateten ethnischen Minderheit.

Die Musik des Trios, der Schwestern Marlene und Elisabeth Schuen und ihrer Cousine Maria Moling, basiert jedoch nicht auf der Volksmusik der Ladiner, sondern ist reiner, gefälliger Pop, wie er aus vielen Ländern stammen könnte, oder - bei "Jora" - an die frühen sardischen Poprocker Tazenda erinnert. Die Melodien passen nicht nur bei "Tristëza é" und seinem fliessenden Samba-Rhyhtmus zur weichen Sprache und zu den geschmeidigen Stimmen, die im Zentrum der gefällig, aber trotzdem nicht banal arrangierten Lieder stehen.

Das Album "Rai de Sorëdl" ist harmonisch, aus einem Guss und doch abwechslungsreich. "Barcaurela" wird von einem akzentuierten Wurlitzer-Piano bestimmt, eine kurzes Zwischenspiel beim Auftaktlied "Motivaziun" referenziert - vermutlich unbeabsichtigt - auf afrikanischen Gesang.

Wer sich mit den Texten beschäftigt, sie sind auf der Internetseite weitgehend übersetzt, findet vor allem das Thema Liebe beleuchtet – in der Sehnsucht, den Zweifeln an ihr, im Schmerz oder in der traurig machenden Sprachlosigkeit zwischen den Geschlechtern. Diese wenn auch nicht völlig naiven, so doch einfachen Betrachtungen passen zur leichten, eingängigen Musik.

Seit 18. Juli 2010 im Handel.

> Hören und Kaufen
> Offizielle Webseite

Anspieltipps:
> Motivaziun
> Jora
> Tristëza é

Diskographie:
> Rai de Sorëdl (2010)
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