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Get Well Soon - Vexations

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von Michael Messerli am Donnerstag, 28. Januar 2010 in Neuerscheinungen   

Genre: Indie, Singer/Songwriter  |  Label: City Slang (TBA)  |  Unsere Wertung: 8.0/10

Vexations14 Zählzeiten
Warum das "German Wunderkind" wirklich eines ist und uns stoisch durch diesen viel zu warmen Winter begleitet: „Vexations“.

„Seneca’s Silence“ heisst das zweite Stück von „Vexations“ und schon nur in dieser Feststellung stecken mehr Denkanstösse als man kurz aus dem Ärmel schütteln kann. Seneca, seines Zeichens römischer Philosoph, steht für eines der übergeordneten Themen bei Get Well Soon alias Konstantin Gropper: die Stoa. „Vexations“ ist darüber hinaus ein Klavierstück von Erik Satie. Und der Beginn „Nausea“ verweist auf Jean Paul Sartre. Das muss als Einstieg reichen. Denn bereits greift „We Are Free“ über. Die emotionale Selbstbeherrschung findet man in der Stimme von Gropper wieder, die ebendiese nie droht zu verlieren. Bevor das aber als Negativpunkt missverstanden wird: Es muss so sein, weil Überschwang findet man in der Musik genug. „5 Steps / 7 Words“ kämmt einem die Indiefrisur gar in eine ganz andere Richtung. Nur wenig Zeit hatte Gropper, um dieses Werk zu konzipieren. Nach gefeiertem Debüt und dem Titel zum German Wunderkind eine gewagte Herangehensweise. Andererseits lässt es kaum einen verkopften Ansatz zu, auch wenn die Fülle von textlichen Inhalten dies vermuten lassen würde. Bricht man „Vexations“ auf die Musik herunter und überlässt die Querverweise einmal dem Songwriter selbst, dann bleibt ein in seiner Form einzigartiges Musikverständnis übrig, das nicht über die Grenzen hinaus geht, weil es sie sprengt, sondern weil es sich etwas traut.

Gerne darf man dann von Pathos sprechen, auch wenn das einige eben gerade nie tun möchten, weil sie sich dabei irgendwie ertappt fühlen. Aber wenn man schon Seneca erwähnt, dann soll man auch eine Philosophie vertreten und das macht dieser junge Mann mit wunderbaren Liedern, die so vielfältig wie wundervoll mit Bläsern, Streichern und Schlaginstrumenten angereichert sind, dass die Jagd nach Metaphern auch einmal zweitrangig sein darf. Für den Rezensenten wie für den Musiker. Einzig in der zweiten Albumhälfte beginnt „Vexations“ etwas lange zu atmen, kommt nicht mehr so richtig vom Fleck, bis „We Are Ghosts“ wieder einen dieser Momente auspackt, der sogar ein humoristisches Lächeln aufs Gesicht zu zaubern vermag. Das muss man erst einmal so huh-huhen und trotzdem damit davonkommen. Dasselbe gilt für diese eine Zeile, welche nur haarscharf an der gröbsten The-Killers-Peinlichkeit vorbeischrammt – hier sei einmal unterstellt: mit Absicht. Bevor man sich also an fehlerhaften Interpretationen von diesem oder jenem Inhalt die Finger verbrennt, taucht man lieber ein, in diese philosophische Klangwelt eines Künstlers, der sich aus mehreren Gründen genauso nennen darf. „Vexations“ setzt nicht einfach da an, wo „Rest Now, Weary Head! You Will Get Well Soon“ aufgehört hat – und das macht es in seiner eigenen Grösse so wertvoll.

Seit  22. Januar 2010 im Handel.

> Hören und Kaufen
> Offizielle Webseite > MySpace > Label

Get Well SoonAnspieltipps:
> Seneca’s Silence
> 5 Steps / 7 Words
> We Are Ghosts

Diskographie:
> Rest Now, Weary Head! You Will Get Well Soon (2008)
> Vexations (2010)

Ähnliche Künstler:
> Slut
> Bright Eyes
> Daniel Benjamin
> A Whisper In The Noise
» 3 Kommentare
1"Dr.Dr.Dr."
am Freitag, 29. Januar 2010 20:47von R.Best
Bei aller Liebe: Seneca ist kein Grieche gewesen, und \\\"weil\\\" ist eine subordinierende Konjunktion. Wofür gibt\\\'s denn Wikipedia und duden.ch? Davon abgesehen macht diese schwulstige Rezension doch Lust, sich an fehlerhaften Interpretationen von GetWellSoon-Texten zu versuchen. Dafür dann doch danke!
2Kommentar
am Samstag, 30. Januar 2010 12:08von Michael Messerli
@Dr.Best 
Der Flüchtigkeitsfehler wurde korrigiert. Danke für den Hinweis. Auf Wikipedia steht übrigens: "Das Adjektiv schwulstig, dem das heutige schwülstig entspricht...". Du kommst nicht etwa aus Österreich? Weil im Duden steht unter schwulstig: "österr. für schwülstig". Und "subordinierende Konjunktion" musste ich auch erst nachschlagen. Siehst du, geht doch. Gruss, Michael
3Kommentar
am Samstag, 30. Januar 2010 15:27von R.Best
Nee, ich bin nicht aus Österreich, habe aber \\\\\\\\\\\\\\\"sch wulstig\\\\\\\\\\\\\\\&q uot; gebraucht, als wär ich einer. \\\\\\\\\\\\\\\"Pom pös\\\\\\\\\\\\\\\" , \\\\\\\\\\\\\\\"erh aben\\\\\\\\\\\\\\\&quot ;, \\\\\\\\\\\\\\\"bom bastisch\\\\\\\\\\\\\\\& quot; meinte ich, mehr beschreibend als wertend. Wollte außerdem schon immer mal einen Kommentar schreiben. Also nix für ungut & beste Grüsse, Robert
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