News und Infos
Newsletter
NewsletterAbonniere unseren kostenlosen Newsletter und bleibe so immer auf dem Laufenden.






RSS-Feed
Der RSS-Feed von ::exit.music::
Abonniere unseren RSS-Feed!
Login / Registrierung

Partner

Advertisement
Playlist: Eno
Eno









Christian Mikolasek

- Gregor Samsa: 55:12
- Brian Straw: Song Veins
- Envy: Insomniac Dose
- Propaghandi: How to Clean Everything
- I not dance: So You Think You Can Stop Me...

Ivo Münger

- Botch: We Are the Romans
- Engine down: To Bury Within The Sound
- Radiohead: From the Basement
- Mogwai: Hardcore Will Never Die, But You Will
- Mineral: The Power of Failing

[Playlist Archiv]
Zukunftsmusik
12.5.
The Cribs – The Belly of the Brazen Bull
Richard Hawley – Standing at the Sky’s Edge
Here We Go Magic – A Different Ship
Fela Kuti – Live in Detroit

19.5.
Simian Mobile Disco – Unpatterns
Beach House – Bloom
Best Coast – The Only Place
Guided by Voices – Class Clown Spots a Ufo alles lesen
exitmusic.ch on Facebook

Gorillaz - The Fall

Drucken E-Mail
von Chris Döbeli am Samstag, 7. Mai 2011 in Neuerscheinungen   

Genre: Elektro-Pop, Alternative Hip-Hop  |  Label: Parlophone (EMI)  |  Unsere Wertung: 5.5/10

The FallKommt das gut?
Die Gorillaz haben es gut gemacht. Sie sind dem Lauf der Zeit hinterher geeilt und haben ihn fast eingeholt. Absolut legitim! Oder doch unverschämt? Der Kopf der Truppe, Damon Albarn, hat während der Tour von Plastic Beach „The Fall“ auf seinem iPad kreiert.

In „Revolving Doors“ erkennt man als gelegentlicher GarageBand-Nutzer tatsächlich eine angenehme Ähnlichkeit (für Unwissende, GarageBand ist die Apple App für eigene Musikträume). Der Track ist sehr simpel aufgebaut, aber dennoch gut. Der Opener, „Phoner to Arizona“ ist zwar Gorillaz-mässig, aber trotzdem ein schwaches Lied. Klar, es gibt ganz starke Passagen, aber - und das ist ein dickes Aber - es ist so ein Stück, bei dem man zum nächst Besseren umschaltet, quasi ein Lückenfüller. In „Hillbilly Man“ holte man nebst Apples Wunderding noch eine Grösse ins Boot - Mick Jones an die Gitarre, um genau zu sein. Was der Mann bei The Clash geleistet hat, kommt in diesem Stück überhaupt nicht zur Geltung. Eher enttäuschend, das einzige was schön klingt, ist sein Name.

„Detroit“ ist dann wieder ganz hübsch anzuhören. Kurz und ohne Gesang, wieso auch nicht! Von Tiefgang kann aber nicht die Rede sein. „Shy-Town“ ist ein verstörter Wellengang im Nirgendwo. Verdreht und trotzdem sanftmütig, seltsame Melancholie. Die Lieder fliessen jeweils nahtlos ineinander. „Little Pink Plastic Bags“ dünkt mich auch eher ein schwaches Stück. Der Song läuft, aber so richtig auf Touren kommt er nicht. „The Joplin Spider“ dagegen ist eine Wucht, aus Tönen, die eigentlich überhaupt nicht mit Musik verbunden werden. Die Gorillaz beweisen, dass es die Töne sind, die die Musik machen. Damit sind Töne aller Art gemeint, versteht sich.

„The Parish of Space Dust“ beginnt mit einer ausgelutschten Prozedur. Der imaginäre Typ, der am Retro-Radio dreht, um sich „seinen“ Song auszusuchen. Ich kanns nicht mehr hören. Nach zweieinhalb Minuten kann durchgeatmet und „The Snake in Dallas“ zugehört werden. Dies hört sich an wie das meiste auf dem Album, kurz. Mein Gemüt versucht sich emotional drauf einzustellen, aber dann ist der Song schon vorbei. Umso mehr wird mein Gemüt bei „Amarillo“ bedient. Wahrlich ein Höhepunkt des Albums. Endlich Tiefgang, endlich hinterfragende Gedanken und endlich etwas länger. Ein Genuss.

Konfuse Vocal-Teile gepickt mit Echos entnehme ich „The Speak It Mountains“. Nach einer Weile beginnt der Nieselregen einer Apple-Tastatur. Sehr experimentell, nicht mehr und nicht weniger. In „Aspen Forest“ wird mit einer Klangwelt gespielt, die ich sonst noch in keiner Weise mit Musik verbunden habe. Der Ton, der erzeugt wird, während man ein SMS bekommt und das Mobiltelefon zu nah am Lautsprecher hat, wird wunderschön eingebettet. „Bobby in Phoenix“ tönt im Vergleich zu den anderen Liedern sehr human. Bobby Womack steuerte sein Können und seine Stimme bei, was gut kommt. Eine musikalische Erfrischung. „California and the Slipping of the Sun“, wie auch “Seattle Yodel” vermögen die CD nicht aufzuwerten.

Ich freute mich ungemein auf die Gorillaz-Platte. Leider wurde ich enttäuscht. Meine Erwartung war eine Steigerung zu „Plastic Beach“. Was ich bekam ist kurz, verwirrend und mit wenigen Juwelen geschmückt. Die  besten Songs sind zwar gut, aber gesamthaft können die Gorillaz an vergangene Hits, wie man sie auf dem Erfolgsalbum „Demon Days“ gefunden hat, nicht anknüpfen. Da nützen auch äusserst experimentelle Versuche die Musik zu revolutionieren nichts. Vielleicht wird in fünfzig Jahren „The Fall“ der Anfang einer neuen Form von Musik gewesen sein. Falls das der Fall sein sollte, weiss ich, dass ich dann definitiv zu den Oldies gehören werden, die zu sagen pflegen; „das, was wir hörten, war noch Musik“...

Seit  18. April 2011 im Handel
- und seit 25. Dezember 2010 (exklusiv als Download für den Sub Division Fanclub)

> Hören und Kaufen > Offizielle Webseite > MySpace > Label > CH-Vertrieb

Anspieltipps:
> Revolving Doors
> Amarillo

Diskographie:
> Gorillaz (2001)
> Demon Days (2005)
> Plastic Beach (2010)
> The Fall (2011)

Ähnliche Künstler:
> Wagon Christ
> Nightmares on Wax
> Lovage
» Noch keine Kommentare
Es gibt bisher noch keine Kommentare.
» Kommentar schreiben
Nur registrierte Benutzer können Kommentare schreiben.
Bitte melden Sie sich an oder registrieren Sie sich.
 
< Zurück   Weiter >