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Heartless Bastards - Stairs And Elevators (2005) (Fat Possum Records/Musikvertrieb)

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von Magdalena Oehen am Dienstag, 1. März 2005 in Neuerscheinungen   
Straight From The Heart

Heartless Bastards - Stairs And Elevators (2005) (Fat Possum Records/Musikvertrieb)Es gibt viele Bands da draussen in der weiten Welt, die gerne HardCore wären. Doch wenige schaffen es, mit solcher Nonchalance Rock'n'Roll zu spielen wie die Heartless Bastards.

"I've wanted to become a songwriter and performer since I was born. I have a band now, Heartless Bastards.", so Erika Wennerstrom, Frontfrau und Songwriterin der Heartless Bastards. Mit ihrem Debütalbum "Stairs And Elevators" hat sie nun erreicht, was sie schon immer wollte: Sie spielt echten Rock'n'Roll. Und wird hoffentlich berühmt damit. Denn was als einfache Garagenband anfing, hat sich zu einer überzeugenden Indieband entwickelt, die durch ihre Unverfälschtheit mein Herz im Sturm erobert hat.
Vom ersten bis zum letzten Ton bietet "Stairs And Elevators" Indie at ist finest. Obwohl eine deutliche Retro-Tendenz festzustellen ist, schaffen es die Heartless Bastards, sich vom Klischee der Retro-Rocker zu befreien. Wie? Weil sie das haben, was vielen anderen fehlt: Wahre Aufrichtigkeit. Sie rocken nicht nur, sie legen ihr Herz und ihre Seele in ihre Musik. Wennerstroms Stimme besticht nicht unbedingt durch überragende Schönheit, sondern durch ihre Qualität, echte Emotionen zu übermitteln. Dass sie als Frau am Mikro steht und beweist, dass Rock'n'Roll keineswegs eine Männerdomäne sein muss, und dass man sich nicht mit Avril Lavigne und Kelly Osbourne als einzige Frauenstimmen in der, na ja, Rockwelt zufrieden geben muss, hebt die Heartless Bastards zusätzlich von der Masse ab.
"Stairs And Elevators" bietet neben zum Mitsingen und Umhertanzen anregenden Rocksongs wie dem Opener "Gray" oder "My Maker" auch ruhige Songs, die ganz im Zeichen des Singer/Songwritertums stehen. "Running" zum Beispiel überzeugt derart, dass man sofort Repeat drückt und sich nochmals von Mike Lampings groovenden Basslines und Erika Wennerstroms emotionalem Gesang betören lässt. Ebenso der "Piano Song", der schon fast kitschig anmuten würde, wären da nicht Wennerstroms eigenwillige Stimme und ihre ungekünstelten Lyrics, deren subtilem Charme man sich unmöglich entziehen kann.
Ein durchwegs überzeugendes Album also, das die Heartless Bastards da hervorgebracht haben. Nur eines vestehe ich nicht: Warum nennen sie sich herzlos, wenn ihre Musik doch so deutlich direkt ihrem Herzen entspringt?


Seit 22. Februar 2005 im Handel.

Anspieltipps: Running, The Will Song, Piano Song
similar artists: The White Stripes

⇒ Kaufen ⇒ Offizielle Seite ⇒ Label ⇒ CH-Vertrieb

Bio:
Erika Wennerstrom wuchs mit ihrem älteren Bruder und ihrer allein erziehenden Mutter in Dayton, Ohio, auf. Für sie war schon immer klar, dass sie Sängerin und Songwriterin werden wollte und so begann sie, im Alter von neun Jahren Klavier zu lernen, damit sie ihre eigenen Songs komponieren konnte. In ihrem Senior-Jahr brach sie die High School ab und zog mit 22 Jahren nach Cincinnati, wo sie Mike Lamping kennen lernte und mit ihm die Heartless Bastards gründete. Schon bald kam Kevin Vaughn dazu, der sich damals die Zeit mit Pizza Ausliefern um die Ohren schlug. 2002 beschlossen sie, ihre Musik auf das nächste Level zu heben und produzierten ein Demotape. Mit der Unterstützung von Fat Possum Records bringen sie nun ihr Debütalbum "Stairs And Elevators" auf den Markt.

Heartless Bastards - Stairs And Elevators (2005) (Fat Possum Records/Musikvertrieb)
Diskographie:
⇒ Stairs And Elevators (2005)


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