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HEAVy - JAzzmonEY$$

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von Tobias Imbach am Mittwoch, 3. Oktober 2007 in Neuerscheinungen   
Genre: Zukunfts-R’n’B
Label: BBE Music
CH-Vertrieb: Namskeio
Unsere Wertung:HEAVy - JAzzmonEY$$


Vielleicht so geplant
JAzzmonEY$$HEAVy präsentieren clubbigen R’n’B-Sound, neu abgemischt. Absichten und Resultat unterscheiden sich massiv, vielleicht auch nicht, aber für Unmut ist auf jeden Fall gesorgt.

HEAVy stellen den R'n'B auf den Kopf. Mit grossen Vorbildern wie Minnie Ripertons Rotary Connection, Chaka Khan oder Herbie Hancock vor Augen platzieren sich HEAVy in einer Nische, die bislang noch nicht erkundet worden ist. R'n'B- und Rapklänge von heute werden mit frecher Soulmusik, Pop und Rock aus den 80ern vermischt, das Resultat wirkt frisch, neuartig und dabei immer völlig ungezwungen. Wunderbar, dieses nostalgische Flair, das die Beats von Casey Benjamin auszeichnet und noch viel toller der aufregende Gesang von Nicky Guiland. So oder ähnlich mögen sich die beiden New Yorker die ganze Sache vorgestellt haben und dementsprechend lesen sich auch die Begleitzeilen.

HEAVy möchten den R’n’B in der Tat auf den Kopf stellen. Dass die unterschätzte Rotary Connecion oder Herbie Hancock für ihren Sound wirklich Pate hätten stehen sollen, ist dagegen nicht so leicht erkennbar. Neuartig klingt es und so gegeben hat es das wirklich noch nicht, das muss man HEAVy zwar attestieren, aber auch das hat vielleicht seine Gründe: Die 80er töteten den stilvollen Soul und mit der aktuellen R’n’B-Musik ist immer noch vieles im Argen. Zu bezweifeln ist und bleibt, dass so etwas gut kommen kann. Zwar kann man den dicken Synthies über den holpernden Old School-Drums, den locker-schrägen Melodien und dem unbeschwerten Gesang erst durchaus einen gewissen Reiz zusprechen, aber all dies wirkt unüberhörbar zu fast jedem Moment gezwängt und völlig aufgesetzt.

Für die eine oder andere gute Nummer hat’s zwar gereicht, wäre “Countdown“ nur halb so lang oder “Longtime“ ohne Refrain, dann etwa, häufig aber reichen die Ideen nicht mal bis zum Clubnotausgang. So erinnern die beiden dann viel mehr an Plastikpopper wie die jungen Black Eyed Peas oder Gwen Stefani. Ziemlich übel, wenn man bedenkt, dass früheres, etwas weniger simpel strukturiertes Material mehr als nur nett anzuhören war. Aber vielleicht war’s ja so geplant.


Seit 2. Oktober 2007 im Handel.

Anspieltipps: Countdown, Longtime
Trackliste: 1) Venomous; 2) P.r.i.tt.y. boy; 3) Jokes on you; 4) Countdown; 5) City girl; 6) Mylittlesong; 7) SAM/SAM's return; 8) Longtime; 9) Second chance; 10) Sqre one; 11) RAZZmaTAZZ; 12) Dontsayg'night
similar artists: Zwischen J*Davey und den Black Eyed Peas

> Hören und Kaufen > Offizielle Webseite > MySpace > Label > CH-Vertrieb

Bio:
HEAVy sind Casey Benjamin und Nicole Guiland, beide aus Queens, NY. Die beiden trafen sich an der renommierten La Guardia Arts School und schlossen sich 2001 zu HEAVy zusammen. Zu jener Zeit sammelten sie eine Schar von Jazz/Soul-Musikern um sich, was die damaligen Aufnahmen deutlich beeinflusste. 2004 erschien ihre erste EP, ein Jahr später Remixes dazu, von Jazzanova,  DJ Spinna und Yam Who?. Die Formation der Begleitband veränderte sich im Lauf der Jahre, und so auch die Musik. Casey Benjamin fungiert als Produzent und Multiinstrumentalist, während Nicky Guiland die Lead Vocals übernimmt.

HEAVy
Diskographie:
> Heavy EP (2004)
> Remix EP (2005)
> JAzzmonEY$$ (2007)


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