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Heirs - Hunter

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von Paul Klur am Samstag, 10. Dezember 2011 in Neuerscheinungen   

Genre: Industrial, Ambient, Post Rock  |  Label: Denovali (Creative Eclipse)  |  Unsere Wertung: 6.5/10

HunterIndustrialisierung
Die junge Band aus Down Under wandert weiterhin auf anspruchsvollen Pfaden, bewegt sich aber immer weiter von dem weg, was man „harte Musik“ nennt.

Bei einer Spielzeit von fast einer halben Stunde ist so manches Hardcore-Album schon zweimal durch, also ist der vom Label gewählte Begriff Single hier sehr dehnbar benutzt. Insofern ist das aber auch richtig, da die drei Stücke als Vorboten auf ein bald erscheinendes neues Album der Australier zu verstehen sind. Der Titeltrack klingt dabei am ehesten noch nach dem, was man von Heirs gewohnt ist. Die zarten Basslinien hat man sich eindeutig bei ISIS geliehen, dazu gibt es wieder die sphärischen Töne des Theremins, eines elektromagnetischen Instruments, das ohne Berührungen durch reine Körperbewegung gespielt wird, zu hören. Das sieht nicht nur live mit Sicherheit fantastisch aus, sondern gibt dem Lied mit einer sphärischen Schlagseite auch den letzten Schliff. Bisher hörten sich Heirs-Songs immer ähnlich an, mit einer solch variablen Instrumentierung bekommen die Stücke mehr Eigenleben.

Die beiden anderen Tracks sind dann nichts für leichte Gemüter und näher an Gothic und Postpunk angesiedelt. Besonders das abschließende, fast viertelstündige Sisters Of Mercy-Cover „Never Land“ ist ein klaustrophobisch eintöniges Stück Musik. „Symptom“ beschwört mit Gothic-angehauchten Keyboards wieder die industrielle Atmosphäre herauf, die es auf dem letzten Album „Fowl“ zu hören gab. Melodien werden ins Unendliche gezogen und zerrieben, die Länge der Stücke, besonders des letzten, ist daher nicht so glücklich gewählt.
Ein interessanter Vorgeschmack ist  „Hunter“ dennoch. Heirs gehen in eine neue Richtung, entfernen sich von der Gewalt des Metal und werden in ihrer Monotonie dennoch nicht leichter verdaulich. Für das Album bleibt nur zu hoffen, dass die Ideen nicht ausgehen. Sonst könnte nämlich selbst die Nerven der geduldigsten Hörer strapaziert werden.

Seit  2. Dezember 2011 im Handel.

> Hören und Kaufen > Offizielle Webseite > MySpace > Label > Vertrieb

Diskographie:
> Alchera (2009)
> Fowl (2010)
> Hunter (2011)

Ähnliche Künstler:
> ISIS
> Swans
> Einstürzende Nebauten
> Sisters Of Mercy
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