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Hooverphonic – No More Sweet Music (2006)

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von Severin Buckingham am Montag, 1. Mai 2006 in Neuerscheinungen   
Genre: Triphop, Pop
Label: Sony BMG
CH-Vertrieb: SONY BMG
Unsere Wertung:Hooverphonic – No More Sweet Music (2006)

Im Gegenteil: More sweet music, please.
Hooverphonic – No More Sweet Music (2006)Von Belgien kommt ja die eine oder andere interessante Band. Jedoch nicht unbedingt aus dem Triphop-Bereich. Hooverphonic bilden da seit jeher die Ausnahme. Auch wenn sie mittlerweile eher noch in den Pop abgerutscht sind.

Schon 1996 erfreuten Hooverphonic mit dem experimentellen „A New Stereophonic Sound Spectacular“. Viele ihrer Titel haben ein unerklärliches Etwas, auf das man nicht verzichten möchte. Erwartungsvoll nehme ich also die neue CD der vier Belgier aus dem Briefkasten, stecke sie sofort in meinen Player. Nach dem ersten Durchlauf entnehmen meine Ohren 100% Hooverphonic - wie man sie kennt. Veränderungen gibt es nur am Rande. Ein bisschen gelassener und routinierter tönt „More Sweet Music“. Ein Einfaches wäre es gewesen, ein lauer Aufguss der letzten Scheiben zu machen. „No More Sweet Music“ reiht sich aber wunderbar in die bisherigen Veröffentlichungen ein.
Auf ihrer letzten offiziellen (sehr schönen!) Veröffentlichung „Hooverphonic Presents Jackie Cane“, auf der alle Songs der Femme Fatale Jackie Cane gewidmet sind, machte sich ein grober Rutsch vom Triphop zum melodiös-melancholischen Pop bemerkbar - welcher der Band aber sehr gut stand und keineswegs fehl am Platz war. Auf „No More Sweet Music“ geht’s aber nun auch ohne Konzept. Das gleichnamige „No More Sweet Music“ ist das Herzstück der Platte, das schöne „Wake Up“ steigert sich zum epochalen Pop-Song, „My Child“ knüpft nahtlos an alte Zeiten an. Sängerin Geike Arnaert überzeugt ein weiteres Mal auf voller Spielzeit mit ihrer wunderbaren Tori Amos-ähnlichen Stimme. Das Schöne an Hooverphonic ist auch, dass sich nach mehreren Durchläufen fast jeder Song zu einem kleinen persönlichen Hit mausert. Ausnahmen wie „Music Box“ bestätigen die Regel. Zusätzlich zur normalen CD ist noch als Schmankerl eine zweite CD enthalten, auf der die Songs der ersten CD als Remixes enthalten sind. Ihr bisheriger Höhepunkt „The Magnificent Tree“ bleibt aber weiterhin unerreicht. Wer die Chance hat, die Band Live zu erleben, sollte es sich nicht entgehen lassen. Über die Jahre sind Hooverphonic zur standfesten Truppe zusammengewachsen und dies sieht und hört man vor allem an ihren Live-Qualitäten. 


Seit 19. Januar 2006 im Handel.

Anspieltipps:
You Love Me To Death ; No More Sweet Music; Wake Up
Trackliste: 1) You Love Me To Death; 2) We All Float; 3) Music Box; 4) You Hurt Me; 5) No More Sweet Music; 6) Tomorrow; 7) Dirty Lenses; 8) Heartbeat; 9) Wake Up; 10) My Child; 11) Ginger
similar artists: Lamb, Portishead, Massive Attack, Morcheeba

> Hören und Kaufen > Offizielle Webseite > Label > CH-Vertrieb

Bio:
Hooverphonic gründeten sich 1995 in Brüssel, Belgien. Liesje Sardonius (Vocals), Frank Duchene (Keyboard), Songwriter Alex Callier (Keyboard, Bass) und Gitarrist Raymond Geerts machen anfangs Triphop im Stil von Portishead. Ihr Song "2 Wicky" wird im Soundtrack des Regisseurs Bernardo Bertolucci "Stealing Beauty" verwendet und dadurch ein kleiner Hit. Kurz darauf wird Liesje Sardonius durch die charismatische Geike Arnaert ersetzt. In Belgien gelingt ihnen schon mit dem Debüt „A New Stereophonic Sound Spectacular„ der Durchbruch, ausser Landes erregen sie mit ihrem zweiten Longplayer „Blue Wonder Power Milk“ Aufsehen. Mittlerweile machten sie sich durch ausgiebiges Touren in Europa einen Namen und sind überall gern gesehene Gäste. Was daran liegen mag, dass sie trotz kleinen Stilwechseln unverkennbar Hooverphonic sind.

Hooverphonic – No More Sweet Music (2006)
Diskographie:
> A New Stereophonic Sound Spectacular (1996)
> Blue Wonder Power Milk (1998)
> The Magnificent Tree (2000)
> Hooverphonic presents Jackie Cane (2002)
> Sit Down And Listen To (Live) (2004)
> No More Sweet Music (2006)


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