James Yorkston - Roaring The Gospel |
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| von Philippe Feer am Dienstag, 7. August 2007 in Neuerscheinungen | |
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Genre: Folk Label: Domino CH-Vertrieb: Musikvertrieb Unsere Wertung: ![]() Jäger und SammlerGrundsätzlich sind solche Zusammenstellungen meiner Ansicht nach eher zu meiden, da man vergeblich nach roten Fäden sucht, da man nach einem wirklich guten Song wieder auf ein schrulliges Demo stösst, das dann später irgendeinmal zum (einzigen) Hit wurde. Es werden irgendwelche vergessenen grossen Künstler gecovert, meist ganz eigenartig und völlig unpassend. Zugegeben, letztes Jahr hat Tom Waits mit „Orphans“ bewiesen, dass das schon irgendwie möglich ist. Meiner Meinung nach, hat aber die Aufteilung in drei gänzlich unterschiedliche Alben dazu beigetragen und schliesslich sind es auch die einzelnen Songs, die ich mir dort rausgepickt habe. Der Schotte James Yorkston ist kein altes Eisen, hat aber doch schon fleissig Musik gesammelt und nach dem letztjährigen ansprechenden (mancherorts hochgelobten) und deutlich positiveren „Year Of The Leopard“ auch das Recht in seine Zeit als Lagerfeuermusiker zurückzupilgern. Pilgern auch deshalb, weil seine Songs von goldigen Elephäntchen und blauen Madonnen handeln, weil er ein sehr spiritueller Mensch und Musiker, dessen Scheitern und Erfolg in Liebe und Leben auch immer mit höheren Mächten in Zusammenhang steht. Es gelingt James Yorkston nur deshalb, eine solche Zusammenstellung zu meistern, weil man überhaupt nichts davon hört. Unauffällig streunen die gemütlichen Folksongs wie Tiere in den Savannen umher, da gibt es zum Beispiel das schulterklopfende „Someplace Simple“, das von Akkordeon und Mundharmonika beherrscht wird; oder „The Hills & The Heath“, das wie ein Adler über das ganze Schauspiel fliegt und mit herzzereissendem Refrain einen Platz zum Landen sucht. Dann erscheinen bei „Song To The Siren“ von Tim Buckley beinahe beschwörend Streicher und eine erstmals alternierende Stimme von Yorkston, um beim uralten „Blue Bleezin’ Blind Drunk“ bei unterstützendem Begleitgesang den betrunkenen und lebensmüden Cowboy zu mimen. Die zahlreichen Instrumente beweisen, dass es sich bei jedem Stück um ein neues, gehütetes Einzelstück handelt, das gehegt und gepflegt wurde, wie das leicht jazzige mit Bläsern und Klarinette begleitete „Are You Coming Home Tonight?“ beweist. Zum Schluss versucht er mit dem überlangen “The Lang Toun”, alle Tiere auf ein Schiff zu pferchen, verzerrt Gitarren, legt richtiggehend ab und wird der anfänglichen Befürchtung doch noch ein kleines bisschen gerecht. Seit 11. Juni 2007 im Handel. Anspieltipps: The Hill & The Heath , Are You Coming Home Tonight?, La Magnifica Trackliste: 1) Man With My Skills; 2) Someplace Simple; 3) Blue Madonnas; 4) Seven Streams; 5) The Hill & The Heath; 6) Song To The Siren; 7) Moving Up Country, Roaring The Gospel; 8) Blue Bleezin’ Blind Drunk; 9) Sleep Is The Jewel; 10) Are You Coming Home Tonight?; 11) The Lang Toun; 12) La Magnifica similar artists: Beck, Johnny Cash, Kristofer Aström, Turin Brakes > Hören und Kaufen > Offizielle Webseite > MySpace > Label > Vertrieb Bio: Der Sänger James Yorkston aus Edinburgh hat sich im Vorprogramm von Bert Jansch und als Freund von John Peel einen Namen gemacht. Begleitet von den Athletes, die er in verschiedenen Pubs in und um Edinburgh herum kennengelernt haben soll, veröffentlicht er alle zwei Jahre ein neues Album, die seit „Just Beyond The River“ von Kieran Hebden (Four Tet) mitproduziert werden. Er ist Veganer und ein sehr spiritueller Mensch. Diskographie: > Moving Up Country (2002) > Just Beyond The River(2004) > The Year of The Leopard (2006) > Roaring The Gospel (2007)
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