James Yorkston legt ein gefälliges Album zum Liebhaben vor, das aber schnell in Vergessenheit geraten könnte.
Schöne Folk-Balladen versammelt James Yorkston aus Edinburgh, Schottland, auf seinem Album. Der Barde operiert dabei vor allem mit gezupfter Gitarre und einfühlsamer Stimme, greift aber auch oft auf die Hilfe seiner Begleitband „The Athletes“ zurück, die ihn mit Schlagzeug, Klavier, Orgel und Violine unterstützen. Das Album wirkt dabei trotz abwechselnder Instrumentierung eher gleichförmig; nur der Spoken-Word-Track, „Woozy With Cider“, in der Mitte des Albums widersetzt sich der Einförmigkeit. Wenn man sich das Album zu oft anhört, kann es natürlich langweilig werden; schön und gut bleibt es.
Ich weiss nur noch nicht, ob die Lieder passender sind für einen Nachmittag vor dem warmen Kamin, wenn der Nebel grau ist, oder für einen schönen Abend am See mit Sonnenuntergang und allem was dazu gehört. Für romantische Stimmung ist gesorgt, und Yorkston gelingt der Hochseilakt auf dem Grat zwischen Kitsch und schwelgerischer Schönheit, sodass sich auch die „Jungs mit den Hornbrillen“ ohne falsche Scham das Album kaufen und anhören können. Der James-Blunt-Alarm schrillt hier bestimmt nicht, Yorkston wird in näherer Zukunft auch kaum einen Überhit wie „Beautiful“ landen. Die Unterstützung aller, die Folk, Singer/Songwriter oder alternative ruhige Musik mögen, ist ihm aber sicher gewiss.
Seit 20. Oktober 2006 im Handel.
Anspieltipps: 5 a.m. ; Woozy With Cider; I Awoke
Trackliste: 1) Summer Song; 2) Steady As She Goes; 3) The Year Of The Leopard; 4) 5 a.m.; 5) Woozy With Cider; 6) I Awoke; 7) The Brussels Rambler; 8) Orgiva Song; 9) Don’t Let Me Down; 10) Us Late Travellers;
similar artists: Duke Special, Damien Rice, Sufjan Stevens
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Bio:
James Yorkston aus Fife (Schottland) wendete sich schon im zarten Alter von acht Jahren der Musik zu. Mit 17 Jahren folgte er seiner Freundin nach Edinburgh, um die Welt und die Musik näher zu entdecken. Nach einigen Jahren mit der Garage-Punk Band Huckleberry setzte er auf eine Solo-Karriere, und dank John Peel konnte er über das Label Bad Jazz erste Singles veröffentlichen. Sein erstes Album „Moving Up Country“ folgte 2002 auf Domino Records.