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Japandroids – Celebration Rock

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von Michael Messerli am Freitag, 8. Juni 2012 in Neuerscheinungen   

Genre: Garage, Punk |  Label: Polyvinyl (Irascible)  |  Unsere Wertung: 7.0/10

Celebration RockKick it like Japandroids!
Irgendwo stand mal, man soll in der Musikkritik keine Fussballmetaphern verwenden. Da müssen wir uns aber zu Beginn des nächsten grossen Fussballturniers schon arg zusammenreissen. Nur hilft uns ein Knaller wie „Celebration Rock“ dabei wenig.

„Celebration Rock“ ist eine zu früh abgepfiffene Halbzeit eines spektakulären Schlagabtausches – weil die Fans bereits das Feld stürmen und alles abgefackelt haben, was sie ins Stadion schmuggeln konnten. Oha, jetzt ist es trotzdem passiert. Fussballvergleiche. Bevor hier aber nun geunkt wird, wir würden Hooliganismus befürworten bzw. uns darüber lustig machen, müssen wir uns ganz schnell erklären: Tun wir natürlich nicht. Das hier ist vielmehr ein Fest. Und die Tore werden eh nicht mitgezählt. Dabeisein ist alles. Und weil die Japandroids nach einer knappen Halbzeit sowieso zu betrunken sind, um vernünftig weiterzuspielen, feiert man einfach bereits nach 35 Minuten. Auf der Anzeigetafel steht „Younger Us“ und daneben ein Bild von Brian King und David Prowse – aufgenommen vor 3 Jahren. Solange ist das Debüt der Band her. „Celebration Rock“ ist ihr zweites Debüt. Weil sich die Band dazwischen aufeglöst und wiedervereint hat. Vielleicht wegen dem einen bisschen Mehr an Adrenalin, das die Band raushauen muss, damit es sie nicht zerreisst.

Ebenso wenig ist es Zufall, dass die Eröffnungs- und Schlusssequenz klingt wie ein Feuerwerk. Zündeln ist erlaubt, der Feuerlöscher steht bestimmt irgendwo zwischen Bierflaschen oder hängt an schweissnassen Wänden. „Continuos Thunder“ bis genau diese beben. Bei so viel Lob könnte man glatt übersehen, dass die Japandroids eigentlich wenig machen für diesen Ertrag. Zünden wird „Celebration Rock“ nämlich von Anfang bis Ende, aber auch mit der Gefahr, dass mit Ausnahme von ein paar Nachbildern sowie einem Pfeiffen im Ohr das Pulver verschossen ist. Die Kehlen sind rauh gesungen, die Meute steht auf dem Feld. Spielabbruch gibt es natürlich keinen. Entweder man sieht sich die Halbzeit zuhause nochmal an oder ist froh, dabei gewesen zu sein. Weil: Dabeisein ist alles. Beim x-ten Mal „Celebration Rock“ mit allen Höhepunkten fühlt es sich zwar immer noch sehr gut, aber nicht mehr ganz so gross wie live. Nur nüchtern geht das hier wohl gar nicht. Mit Nächten voller Wein und Rosen ist das aber auch gar nicht erst ein Problem.

Seit  1. Juni 2012 im Handel.

> Hören und Kaufen > Offizielle Webseite > MySpace > Label > Vertrieb

Anspieltipps:
> Fire’s Highway
> Evil’s Sway
> The Nights of Wine and Roses

Diskographie:
> Post-Nothing (2009)
> Celebration Rock (2012)

Ähnliche Künstler:
> Death From Above 1979
> The Replacements
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