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Jay-Jay Johanson - Rush (2005)

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von Michael Rothen am Montag, 24. Oktober 2005 in Neuerscheinungen   
Genre: Elektropop
Label: Labels
CH-Vertrieb: EMI Music
Unsere Wertung: Jay-Jay Johanson - Rush (2005)

Kariesgefahr, da zuckersüss
Jay-Jay Johanson - Rush (2005) Ganz weg vom jazzbeeinflussten Trip Hop und hin zu den französisch-elektronischen Discoklängen der Marke Air oder Daft Punk. Umdenken oder Standortbestimmung?

Was Jay-Jay Johanson mit seinem letzten Album „Antenna“ bereits angedeutet hat, vollzieht er auf seinem neusten Tonträger resolut und konsequent: Die Abkehr vom behaglich sphärischen und gleichzeitig melancholischen Sound der Alben „Whiskey“, „Tattoo“ oder „Poison“. Etwas Leid tut es mir schon, bin ich doch mehr ein Anhänger seiner Werke älteren Schlages.
Der „neue“ Jay-Jay offenbart neben nun wieder etwas versöhnlicherem Haarschnitt als noch zu „Antenna“-Zeiten vor allem viel dem Ohr Vertrautes und gleichzeitig aus den 80ern Stammendes. Eingangs erwähnte Soundschmiede wie Air oder Daft Punk scheinen zu oft mehr als nur Inspiration für den Schweden gewesen zu sein. Nicht alles klingt nur plagiativ, doch viel zu rar macht sich die Eigenständigkeit – Falsettgesang hin oder her. Eigenständigkeit und Innovation waren es zeitweilen, welche für mich den eigentlichen Reiz des Johansons ausmachten. Und jetzt? Wie weggeblasen. Jay-Jay sieht das natürlich ganz anders! Wie könnte er sonst seine letzten vier Alben auf einer bezeichnenderweise (???) „Prologue“ betitelten Best Of konsolidieren? „Prologue“, fast schon etwas höhnisch, nicht? Zumindest abschliessend...
Dem Grundsatz nach ist es natürlich gut, wenn ein Künstler sich verändert, weiterentwickelt und hauptsächlich das tut, was er will und so dem Anspruch an die eigene Kunst gerecht wird. In seinem Falle bin zumindest ich einer derjenigen, der über die Klinge springen und sich an den alten Alben festhalten muss – getreu der Einsilbigkeit „früher war alles besser“.
„Rush“ bietet meiner Wenigkeit maximal halben Spass! Mit dem Wissen um seine Fähigkeiten bemühe ich Züri West und schliesse hiermit: „7:7, aber onentschede es ned“, oder eben noch gerade knapp, autsch!

Seit 19. September 2005 im Handel.

Anspieltipps: Rush, The Last Of The Boys To Know, Teachers
Trackliste: 1) Rush; 2) The Last Of The Boys To Know; 3) Teachers; 4) Mirror Man; 5) 100.000 Years; 6) Forbidden Words; 7) Because Of You; 8.) Another Nite Another Love; 9.) Rock It; 10.) I.O.U. My Love
similar artists: seit dieser Platte Daft Punk oder Air

> Hören und Kaufen > Offizielle Webseite > Label > CH-Vertrieb

Bio:
Bereits als Teenager macht Jay-Jay Johanson – Sohn eines bekannten schwedischen Jazz-Festivals Organisators – erste praktische Versuche in Sachen Musik. Synthesizer und Drumcomputer sind schon die Werkzeuge seiner frühen Songs. Im Rahmen seines Kunststudiums lernt Jay-Jay die scheinbar vorhandene Kreativität effektiv zu bündeln und sichert sich dadurch den ersten Plattenvertrag. Neben den im Zweijahrestakt angefertigten Plattenproduktionen verdingt sich Johanson seit jeher als DJ., was ihn regelmässig in die angesagtesten Clubs der Welt bringt (u.a. New York, Miami oder Paris).
Sein neustes Werk „Rush“ zeugt seinerseits deutlich von der Liebe des smarten Schweden zum französischen Elektrosound.

Jay-Jay Johanson - Rush (2005)
Diskographie:
> Rush (2005)
> Prologue – Best Of 1996-2002 (2004)
> Antenna (2002)
> Poison (2000)
> Tattoo (1998)
> Whiskey (1996)






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