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Eno









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Ivo Münger

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[Playlist Archiv]
Zukunftsmusik
12.5.
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Jens Friebe – In Hypnose (2005)

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von Philipp Gautschi am Samstag, 1. Oktober 2005 in Neuerscheinungen   
Genre: elektronischer Deutschpop
Label: 
Labels
CH-Vertrieb:
EMI Music
Unsere Wertung: Jens Friebe – In Hypnose (2005)

Rauch ohne Feuer
Jens Friebe – In Hypnose (2005) Das deutsche Liedgut erlebt ja seit etwa zwei Jahren vor allem im aufgestellt-frechen- Indiepop- Mädchen- Mitsing- Bereich einen ordentlichen Aufschwung. Der Friebe ist auch so ein freundlich-deutscher Singjunge, doch seine teilweise kindisch-einfachen Technobeats reissen trotz seltsamen, unterhaltsamen Texten nicht so mit wie die perfekte Welle dies jüngst tat.

Ausser mit den schon lange kultigen, eigenartig schwachsinnig witzigen und äusserst rockenden Ärzten oder Alternativ-Deutschrockbands à la Kante bekunde ich schwere Probleme mit deutsch gesungenen Liedern. Ich entschuldige mich sogleich bei allen deutschsprachigen Lesern, doch eure Sprache soll geschrieben und nicht gesprochen werden. Der Friebe hier singt einigermassen aussergewöhnliche, unkonventionelle, teilweise sehr unterhaltsame Texte. Leider haben diese es relativ rasch geschafft, mir etwas auf den Geist zu gehen (’’Ich möchte dir dienen und ich möchte dir Schnaps geben, nenn mich Lawinenhund…’’; ’’Wir zwei an einem Bungeeseil, wär das nicht geil?’’). Die CD ist im Grossen und Ganzen ziemlich vielseitig: Von Stücken wie dem poprockigen ’’Jede Menge Ziele’’, welches genauso gut von den Sportfreunden sein könnte, bis zum seltsam-mühsam-technoid-nervigen ’’Bungeeseil’’ findet man fast alles - ausser wirklich gute Stücke. Am ehesten überzeugt ’’Still’’, ein halb-elektronisch/halb-gitarriges, eher unscheinbares Liedchen mit ganz toller Melodie und überlegtem, kritischem Text. Die Platte hat relativ wenig musikalische Höhepunkte, öfters stören die an Kinderkeyboards erinnernden Takte sowie die Geräuschspielereien. Logisch ist’s beabsichtigt von Herrn Friebe. Um ähnlich schlechte 90er-Disco-Hitparaden-Elektronik zu finden, muss man sich tief in die traurigen Anfänge der elektronischen Massenmusik vor etwa fünfzehn Jahren knien, was ich mir ungern antun würde, jedoch bestimmt noch eine Zielgruppe besitzt. Die Texte sind mittelmässig intelligent und nicht allzu leicht durchschaubar. (Oder ich mache mir zu viele Gedanken darüber und überschaue die Einfachheit: Bsp. ’’Messer von hinten bringt Unglück, Schizophrenie macht uns verrückt.’’) Fazit: Ich zitiere unfairerweise Friebe und sage dazu: "Es ist nur Rauch ohne Feuer.’’


Seit 29. August 2005 im Handel.

Anspieltipps: Still, Jede Menge Ziele
Trackliste: 1) Kennedy; 2) Lawinenhund; 3) Still; 4) Bungeeseil; 5) Theke mit den Toten; 6) Es hat keinen Namen; 7) Messer von hinten; 8) Rauch ohne Feuer; 9) 10000 Zeichen; 10) Jede Menge Ziele; 11) Abend voller Glück
similar artists: (die Prinzen), 90er Disco-Techno gemischt mit NDW

> Hören und Kaufen > Offizielle Webseite > Label > CH-Vertrieb

Bio:
Jens Friebe tauchte letztes Jahr wie aus dem Nichts auf, ohne wirklich aus einer bestimmten Stadt zu stammen (wobei die Herkunftsstadt in der deutschen Musikwelt doch ziemlich bedeutend ist) und machte sich mit sehr guten Stücken wie ’’Gespenster’’ einen kleinen Namen im Untergrund der deutschen Musikszene. Am neuen Album arbeiteten viele mehr oder weniger bekannte Musiker, Elektro-Bastler und Produzenten mit und liessen somit sein zweites Werk ’’In Hypnose’’ entstehen.

Jens Friebe – In Hypnose (2005)
Diskographie:  
> Vorher Nachher Bilder (2004)
> Jens Friebe in Hypnose (2005)



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