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Johnossi - Johnossi

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von Nina Hochstrasser am Montag, 4. Dezember 2006 in Neuerscheinungen   
Genre: Indie-Rock
Label: V2
CH-Vertrieb:
tba
Unsere Wertung:Johnossi - Johnossi

Gedächtnisstörungen?
Johnossi - JohnossiMelodisch und rockig – aber ohne Kletten-Appeal. Johnossis Erstling gefällt zwar, an die Songs erinnert man sich im Nachhinein aber nur schwer. Umso besser: Langweilig wird es so nämlich nicht.

Schweden – man weiss es mittlerweile – ist nicht erst seit gestern Garant für ehrlichen Rock. Der neuste musikalische Erfolgsexport ist für einmal ein Duo, das aus zwei Schulfreunden besteht: John Engelbert kümmert sich um die Saiten, Oscar Bonde um die Trommeln. Etwas Neues ist das Konzept des Zweimannbetriebs beileibe nicht. Schon bei den White Stripes zeigte sich die Reduktion auf das Nötigste als die richtige Entscheidung – wer könnte je das hypnotische Riff von „Seven Nation Army“ vergessen?

Einen Ohrwurm dieser Art können Johnossi zwar nicht vorweisen. Noch nicht, jedenfalls. Denn ihr Stil scheint noch nicht völlig ausgereift (oder vielleicht vermisst die Autorin als ehemalige Bassistin einfach nur den Viersaiter). Jedenfalls liegt die Begabung der beiden irgendwo unter der Oberfläche, das schimmert auch durch die etwas tapsige Art und die ungelenken Lyrics (siehe „The Lottery“) hindurch. Auffällig ist vor allem: Lässt man die CD laufen, sind die meisten Songs ein Genuss und die Melodien packen, doch im Nachhinein erinnert man sich kaum einer Melodie... Auch nach dem zehnten Durchgang wollen sich die wenigsten Songs dauerhaft festsetzen und das obwohl Johnossi ihre Stücke selber als „catchy tunes“ bezeichnen... Genau da wäre wohl beim nächsten Album anzusetzen – oder vielleicht auch nicht. Schliesslich muss ja nicht jeder Schwede Mitsingpop der Marke Mando Diao produzieren (an denen sich John&Ossi sich teilweise übrigens auch vertrauensvoll anlehnen).

Jedenfalls: Zwar vergisst man die 34 Melodieminuten relativ schnell wieder. Immerhin reicht das Gedächtnis aber so weit, dass man noch weiss, dass die Musik es wert war, gehört zu werden. Dies also umso mehr ein Grund, die Platte immer wieder hervorzunehmen und sich immer wieder daran zu erinnern.


Seit 1. September 2006 im Handel.

Anspieltipps:
Man Must Dance; There's A Lot Of Things To Do Before You Die; Execution Song
Trackliste: 1) The Show Tonight; 2) Execution Song; 3) Glory Days To Come; 4) There's A Lot Of Things To Do Before You Die; 5) Man Must Dance; 6) Family Values; 7) Press Hold; 8) Rescue Team; 9) Santa Monica Bay; 10) The Lottery; 11) Summerbreeze
similar artists: Mando Diao, White Stripes

> Hören und Kaufen > Offizielle Webseite > MySpace > Label

Bio:

Die Schweden Johnossi betreiben Reduktionismus: Sie kommen allein mit Gitarre und Schlagzeug aus und haben damit auch noch bemerkenswerten Erfolg. Für die Schul-Gspändli John und Ossi – exakt: der Bandname ist nicht der Originalität letzter Schluss – gestaltete sich der Weg zum Ruhm einfach. Keine jahrelanges Kämpfen um Plattenverträge und Anerkennung war bei ihnen die Regel sondern das wie-die-Jungfrau-zum-Kinde-Prinzip: Die Legende besagt, dass sie nach nur vier Auftritten gesignt wurden. Schweden liebte ihr Debüt und schwuppdiwupp war man schon mit The Soundtrack Of Our Lives und Mando Diao auf Tour. Von diesem Duo wird bestimmt noch zu hören sein.

johnossi
Diskographie:
> Johnossi (2006)


» 1 Kommentar
1"Yeah!"
am Dienstag, 2. November 2010 14:47von Otto
Yeah! Johnossi spielen am Sonntag, 30. Januar 2011 in der Kulturfabrik Kofmehl Solothurn. Infos: http://www.kofmehl.net
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