News und Infos
Newsletter
NewsletterAbonniere unseren kostenlosen Newsletter und bleibe so immer auf dem Laufenden.






RSS-Feed
Der RSS-Feed von ::exit.music::
Abonniere unseren RSS-Feed!
Login / Registrierung

Partner

Advertisement
Playlist: Eno
Eno









Christian Mikolasek

- Gregor Samsa: 55:12
- Brian Straw: Song Veins
- Envy: Insomniac Dose
- Propaghandi: How to Clean Everything
- I not dance: So You Think You Can Stop Me...

Ivo Münger

- Botch: We Are the Romans
- Engine down: To Bury Within The Sound
- Radiohead: From the Basement
- Mogwai: Hardcore Will Never Die, But You Will
- Mineral: The Power of Failing

[Playlist Archiv]
Zukunftsmusik
12.5.
The Cribs – The Belly of the Brazen Bull
Richard Hawley – Standing at the Sky’s Edge
Here We Go Magic – A Different Ship
Fela Kuti – Live in Detroit

19.5.
Simian Mobile Disco – Unpatterns
Beach House – Bloom
Best Coast – The Only Place
Guided by Voices – Class Clown Spots a Ufo alles lesen
exitmusic.ch on Facebook

Jónsi – Go

Drucken E-Mail
von Michael Messerli am Donnerstag, 1. April 2010 in Neuerscheinungen   

Genre: Postrock  |  Label: Parlophone (EMI)  |  Unsere Wertung: 6.5/10

GoKein Drehbuch und kein Chemiebaukasten
Schon wieder darüber schreiben, wie zauberhaft das alles ist? Warum eigentlich nicht.

Jón Þór „Jónsi“ Birgisson kann nicht anders. Selbstverständlich ist „Go“ keine klassische Singer/Songwriter-Platte geworden. Die Grundstimmung ist oft so optimistisch wie auf dem letzten Streich seiner Hauptband und trotzdem: Ein Song wie „Tornado“ klingt vielmehr nach Radiohead als nach Island. Besonders neuartig ist das zwar nicht, auch wenn „Boy Lilikoi“ in seiner naiven Verspieltheit selbst den mahnendsten Blick vertreibt. Dafür versteht Jónsi sein Handwerk aber auch zu gut. Malen nach Zahlen? Handwerk bedeutet in diesem Zusammenhang nicht etwa Chemiebaukasten, sondern eher Können. Ein bisschen dick aufgetragen wird dabei schon, aber hey, wen überrascht das das jetzt wirklich. Den Bogen überspannen die anderen, hier wird nur gedehnt. Was dabei immer wieder erstaunt, ist, wie mühelos „Go“ drohende Gefahren umschifft. Beispiel gefällig? Einen sagenhaften Song wie „Kolnidur“ muss man nicht nur erst schreiben, man muss ihn auch genau so rüberbringen können, ohne das er ins seichte Fahrwasser gerät. Eine leise Verbeugung davor sei hier schon erlaubt.

Mit „Grow Till Tall“ schlägt Jónsi die sicherste Brücke zum bereits Bestehenden. Unverwechselbar wie er die Dynamik wirken lässt und zum grossen Finale ausholt. Und wenn wir schon davon reden: Es weiss sowieso niemand besser, wie man all den grossen Momenten, die man gerade aufgebaut hat, den Boden unter den Füssen wegzieht. „Hengilas“ hätte auch ans Ende von „Takk...“ gepasst und schenkt einem dieses wohlbekannte Gefühl der Schwebe. Der grösste Moment kommt am Ende vom Ende, wenn der Song noch ein letztes Mal Luft holt – und dann alle Gedanken der Stille überlässt. Manchmal ist das schön und manchmal ist es irgendwie ungut. Je nachdem, welche Gedanken überwiegen. Die Repeattaste drückt man aber auch hier nur unter Strafe.

Selbst wenn der Unterschied zu Sigur Rós insgesamt zu klein ist, um wirklich aufzufallen, so vermisst man keineswegs die Bandkollegen. Und als wäre das ganze Wirtschaftsfiasko nicht genug, brodeln in Island gerade die Vulkane. Irgendwie sinnbildlich für eine Insel, die einem das erste Phänomen dank Gavin Portland ins Bewusstsein prügelt und fürs zweite wiederum mit „Go“ den perfekten Soundtrack liefert. Als würden sie sich ans Drehbuch halten. Tun sie natürlich nicht. Oder?

Seit  2. April 2010 im Handel. 

> Hören und Kaufen > Offizielle Webseite > MySpace > Label > CH-Vertrieb
Jonsi
Anspieltipps:
> Boy Lilikoi
> Kolnidur
> Hengilas
 
Diskographie:
> Go (2010)
 
Ähnliche Künstler:
> Sigur Rós
> Múm
> Jónsi & Alex


» Noch keine Kommentare
Es gibt bisher noch keine Kommentare.
» Kommentar schreiben
Nur registrierte Benutzer können Kommentare schreiben.
Bitte melden Sie sich an oder registrieren Sie sich.
 
< Zurück   Weiter >