News und Infos
Newsletter
NewsletterAbonniere unseren kostenlosen Newsletter und bleibe so immer auf dem Laufenden.






RSS-Feed
Der RSS-Feed von ::exit.music::
Abonniere unseren RSS-Feed!
Login / Registrierung

Partner

Advertisement
Playlist: Eno
Eno









Christian Mikolasek

- Gregor Samsa: 55:12
- Brian Straw: Song Veins
- Envy: Insomniac Dose
- Propaghandi: How to Clean Everything
- I not dance: So You Think You Can Stop Me...

Ivo Münger

- Botch: We Are the Romans
- Engine down: To Bury Within The Sound
- Radiohead: From the Basement
- Mogwai: Hardcore Will Never Die, But You Will
- Mineral: The Power of Failing

[Playlist Archiv]
Zukunftsmusik
12.5.
The Cribs – The Belly of the Brazen Bull
Richard Hawley – Standing at the Sky’s Edge
Here We Go Magic – A Different Ship
Fela Kuti – Live in Detroit

19.5.
Simian Mobile Disco – Unpatterns
Beach House – Bloom
Best Coast – The Only Place
Guided by Voices – Class Clown Spots a Ufo alles lesen
exitmusic.ch on Facebook

Juana Molina - Un Día

Drucken E-Mail
von Andreas Kárpáti am Donnerstag, 18. Dezember 2008 in Neuerscheinungen   

Genre: Folktronica  |  Label: Domino Recordings (Musikvertrieb)  |  Unsere Wertung: 8.5/10

Juana Molina - Un DíaSymmetriebrüche
Mit ihrem fünften Album bewegt sich die argentinische Sängerin und Multi-Instrumentalistin Juana Molina deutlich von strukturierten Songs hin zu abstrakterem musikalischem Material.

Acht Stücke zwischen reichlich fünf und knapp acht Minuten finden sich auf dem Album. Abgesehen von einigen Passagen mit dem schottischen Gitarristen Gareth Dickson komplett von der Künstlerin selbst eingespielt.

Das Klangbild ist hell und trotz Elektronik-Einsatz warm und organisch. Die überwiegend repetitiven rhythmischen Strukturen erinnern mich ein wenig an Minimal Music nach der Art von Steve Reich. Diese Musik ist wie der Tanz von kleinen Blättern auf den Wellen eines Stroms, der sich mal ruhig und fließend dahinbewegt und dann wieder in einer Enge an Fahrt aufnimmt.

Bemerkenswert und programmatisch ist der Text des ersten Titels:

“Un día voy a cantar las canciones sin letra y cada uno podrá imaginar si hablo de amor, de desilusión, banalidades o sobre platón“. Also sinngemäß: “Eines Tages werde ich die Lieder ohne Worte singen, und jeder kann sich selbst vorstellen, worum es geht: Liebe, Enttäuschung, Banalitäten oder Plato“.

Mir ist da zunächst der aus der Physik bekannte Begriff der spontanen Symmetriebrechung eingefallen. Vielleicht auch, weil Spiegelungen ein wesentliches Merkmal der Covergestaltung des Albums ist.  Eine kleine Metallkugel auf der Mitte des nach innen gewölbten Bodens einer Weinflasche um Beispiel wird bei kleinsten Erschütterungen an den Rand rollen. Und so sind es auch bei den Stücken auf Un Día die minimalen Variationen im Fluss der Musik, die den Strom der Gedanken und Empfindungen in die eine oder andere Richtung lenken.

Was man übrigens dieser Musik nicht ohne weiteres anhört: Dass Juana Molina eine begnadete Bühnenkünstlerin ist.  Eine der wenigen, die sich ohne zusätzliche Mitspieler mit Gitarre, Mikrofon, Keyboards und einer Unzahl von Pedalen sicher bewegen können, ohne dass man den Eindruck hat, eine Art Zirkusnummer vorgeführt zu bekommen. Sie verheddert sich nicht in  technischen Spielereien. Die Musik atmet ganz natürlich. Die bindende Resonanz zwischen Künstlerin und Zuhörer bleibt bestehen.

Seit 3. Oktober 2008 im Handel.

> Hören und Kaufen > Offizielle Webseite > MySpace > Label > CH-Vertrieb
Juana Molina
Anspieltipps:
> Un Día
> Los Hongos De Marosa

Diskographie:
> 1996 Rara
> 2000 Segundo
> 2002 Tres Cosas
> 2006 Son

Ähnliche Künstler:
> Adem
> The Books
» 1 Kommentar
1Kommentar
am Sonntag, 21. Dezember 2008 20:08von nico
sehr hübsche rezi! ich werde mich ranhalten, die symmetriebrechung ab sofort in meine weltanschauung zu integrieren. scheint mir eine nützliche grundlage zu sein. der titeltrack hier gefällt mir besonders.
» Kommentar schreiben
Nur registrierte Benutzer können Kommentare schreiben.
Bitte melden Sie sich an oder registrieren Sie sich.
 
< Zurück   Weiter >