Julien Lourau – Forget (2005) |
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| von Tobias Imbach am Sonntag, 27. November 2005 in Neuerscheinungen | |
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Genre: New Jazz, Fusion Label: Label Bleu CH-Vertrieb: RecRec Unsere Wertung: ![]() Groove und Anspruch
Die prächtige Melodie (vom Woodwind Quintet mit
Flöte, Horn, Oboe, Fagott und Klarinette vertont), mit der das
vorliegende Album beginnt, mag dem einen oder anderen Hörer bekannt
vorkommen. In etwas jazzigerer Art und Weise erklang “Lisa und Flavio“
schon auf dem Vorgängeralbum “Fire And Forget“ ,
welches in diesem Frühjahr erschien. Durch diesen direkten Zusammenhang
erweist sich “Forget“ als ein relativ besonderes Album. (Es ist kein
Muss, dass man “Fire And Forget“ kennt, um den Zugang zu diesem Album
zu finden - aber sicher empfehlenswert) Diese Besonderheit wird
darin verstärkt, dass es sich hierbei um ein Doppelalbum der
außerordentlichen Art handelt – so befindet sich auf dem zweiten
Silberling der merkwürdige Kurzfilm “L’évangile du cochon créole“ des
Haitianers Michelange Quay, zu welchem Julien Lourau, der ebenfalls
haitianische Wurzeln hat, den Soundtrack liefert. Und ebenjener ist zu
Teilen auf “Forget“ zu hören. Soviel zur Einführung - Stehen geblieben
sind wir bei “Lisa und Flavio“. Dessen Schönklang hallt im
nachdenklichen und atmosphärischen “Diaspora“ noch nach. Das darauf
folgende “I'd Rather Not“ schlägt in eine ähnliche Kerbe, erweist sich
aber nochmals deutlich vertrackter und anstrengender. Von der schönen
Einfachheit, die zu Beginn noch erfreute, ist nichts übrig geblieben.
Wirklich bedauern mag man das nach einigen Hördurchgängen allerdings
nicht mehr. Das Hauptthema des Films “Cochon créole“ ist auf “Forget“
gleich in vier verschiedenen Interpretationen zu hören, die eine
lässiger als die andere. Als besonders cool offenbart sich die fünfzehn
Minuten vor sich hin schaukelnde Dub-Version, welche von intelligenter
Spielfreude geradezu strotzt … und spätestens hier kommt man von
“Forget“ nicht mehr los, die mitreißenden Melodieläufe setzten sich
immer mehr fest, immer deutlicher wird die faszinierende Genauigkeit
beim Spiel. Was schon beim Vorgänger galt, ist hier nicht weniger
vonnöten: “Forget“ ist im Gegensatz zu den legeren Groove-Gang-Zeiten
alles andere als leichte Kost und braucht etwas Zeit, um seine
wirkliche Stärke aufzudecken – nimmt man sich denn auch die Zeit, wird
man fraglos belohnt.
Seit 28. September 2005 im Handel. Anspieltipps: Cochon créole, Hope Trackliste: 1) Lisa et Flavio; 2) Diaspora; 3) I'd rather not 2; 4) Cochon créole (Swing); 5) Collatéral dammage; 6) Bigger than life; 7) Cochon créole (Swing); 8) Hope; 9) Cochon créole (Swing); 10) Cochon créole (Dub); 11) Ve-vor similar artists: Erik Truffaz, Laurent de Wilde > Hören und Kaufen > Offizielle Webseite > Label > CH-Vertrieb Bio: Der Franzose Julien Lourau hat als Frontman der "Groove Gang" Bekanntheit erlangt. Nach seinem Austritt aus der Gang ist er vor allem durch Südamerika und Afrika getourt. Er bezeichnet seine Musik als "frei und funkig, rhythmisch und melodisch, durchzogen mit Elementen aus Afrika, denen eine pulsierende Basis zu Grunde liegt, die direkt vom Jazz kommt." Diskographie: > Voodoo Dance (1991) > Groove Gang (1995) > City Boom Boom (1998) > Gambit (2000) > The Rise (2002) > Fire (2005) > Forget (2005)
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