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Lallaby – A Lala Thing

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von Michael Messerli am Freitag, 4. März 2011 in Neuerscheinungen   

Genre: Indie, Pop  |  Label: Goldon Records (Irascible)  |  Unsere Wertung: 6.5/10

A Lala ThingLalalalalala
Ein Lala-Ding? Das klingt zum Glück nicht so, wie es heisst. Und Spass machen die Basler auch keinen. Man darf sagen: zurecht. Denn das hier ist ernst gemeint.

Was wäre, wenn Coldplay plötzlich eine Frau am Mikrofon hätten und sich ein wenig entkrampfen würden? Wahrscheinlich würde es klingen wie „Somewhere Else“. Lallaby aus Basel müssen sich diese offensichtliche Referenz unterstellen lassen, machen dafür aber eigentlich alles besser als die niedlichen Songwriterinnen, die momentan mit ihrem Kuschelpop in jeder Werbung nerven. Insbesondere der Song „Plastic Scenes“ unterstreicht diesen Umstand mehr als genug. Es ist nicht der einzige, aber einer der zwingendsten Momente auf dem etwas unglücklich betitelten Album „A Lala Thing“. Und dieses Lalala ist dann auch im ansonsten astreinen „Story and Doubts“ des Guten zu viel. „Sorrows“ und „Escape“ geben die Richtung vor, in die „Insight“ nicht mitgehen kann. Wieder übertreibt es Chantal Krebs ein wenig mit dem Repetieren einer Textpassage, ihre Stimme schwebt dafür als sanfte Basis über diesem Album, dass dem Pop zwar genügend Platz einräumt, in seinem ganzen Ausmass aber immer wieder andeutet, zu was diese talentierte Band sonst noch im Stande ist.

„A Lala Thing“ ist nie pathetisch, nie bitter oder introvertiert. Man müsste es wohl als nachdenklich umschreiben, jedoch gelingt es den Songs von Krebs immer wieder eine neue Wendung zu nehmen. „Ceterum Censeo“ greift hier wunderbar und wenn wir schon bei Coldplay waren: Die würden besser mal wieder jungen Bands wie Lallaby zuhören, auch wenn dieses Debütalbum seine Längen und seine Harmlosigkeiten wie „Crystals“ haben mag. „Years and Days“ lässt wärmende Sonnenstrahlen ins Wohnzimmer strömen, ohne Kitsch und ohne nervige Fröhlichkeit. Grossartig wie es zum mehrstimmigen Finale ausholt und es schafft, die letzten Zweifel zu verscheuchen. „Request“ will noch mehr und baut sich herrlich auf seinen Gitarren auf. Lallaby ist somit ein solides Debüt gelungen, dem kleine Fehler nur wenig anhaben können. Und das Lalala in „Impact“ passt dann zum Schluss auch noch viel besser.

Seit  18. Februar 2011 im Handel. 

> Hören und Kaufen > Offizielle Webseite > Label > CH-Vertrieb
Lallaby
Anspieltipps:
> Plastic Scenes
> Ceterum Censeo
> Request
 
Diskographie:
> Fairy Lines EP (2009)
> A Lala Thing (2011)
 
Ähnliche Künstler: 
> Coldplay
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