Mit ihren Punk-inspirierten Indierock-Songs erinnert die Band
aus Montreal selten an die kanadische Musikszene. Das Niveau ist aber
gleichermassen hoch.
Land Of Talk schicken uns gleich mit dem ersten Knaller „Speak To Me Bones“ in die guten alten Tage des Indierock zurück: Sägende Gitarren, psychedelische Passagen und weibliche Vocals, die auch mal den berühmten halben Ton daneben liegen, zeichnen den Opener aus. Das ist zwar nicht neu, die Frische, mit der die Songs aus den Boxen kommen, hat aber durchaus Seltenheitswert. Die poppigen Refrains sind ein Grund dafür, aber nicht der einzige. Man merkt den Liedern an, dass Punk und Rock n` Roll für Land Of Talk keine Fremd- und Unwörter sind. Das an sich melancholische „Sea Farm“ rockt dermassen, dass es einem paradoxerweise ein Lächeln aufs Gesicht zaubert. Die druckvolle Bassdrum pusht den Song unaufhaltsam nach vorn. Das ist bei „Magnetic Hill“, einem nächsten Highlight, nicht anders. Und wiederum steht eine Eigenschaft eines Stückes stellvertretend für die gesamte Platte. Die charmant unfertig klingenden Strophen erinnern ans Songwriting von Cat Power. Auch die Stimme der Sängerin Elizabeth ist der Chan Marshalls nicht unähnlich. Abgesehen davon klingen die beiden Künstler aber vollkommen unterschiedlich.
An einzelne Songs kann ich mich nach knapp 40 Minuten Spielzeit kaum mehr erinnern, an die Texte erst recht nicht. Am Schluss ist mir vor allem eines klar: Ich sollte wieder mehr Rockmusik hören.
Seit 22. Oktober 2007 im Handel.
Anspieltipps: Speak To Me Bones, Sea Foam, Dark Nature Places
Trackliste: 1) Speak To Me Bones; 2) Sea Foam; 3) Summer Special; 4) Breaxxbaxx; 5) Magnetic Hill; 6) All My Friends; 7) Street Wheels;
Bonus Tracks: 8) Young Bridge; 9) 2 Ships; 10) Dark Nature Places
similar artists: Electrelane, Sleater-Kinney, Sonic Youth,
Yeah Yeah Yeahs,
Cat Power
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Bio:
Über Land Of Talk gibt es im Internet nur wenig in Erfahrung zu bringen. Dies mag zum einen daran liegen, dass „Applause Cheer Boo Hiss“ der erste Tonträger der Band ist und zum anderen daran, dass sie wenig von ihrer Geschichte preisgeben wollen. Band-eigenen Angaben zufolge wird die Band von der Tochter der ersten amerikanischen Alligator-Wrestlerin angeführt. Begleitet wird sie vom magersten Drummer und dem fettesten Bassisten. Die Bandmitglieder heissen Elizabeth, Chris, Eric und Tim K.