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Lawrence Arabia - Chant Darling

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von Sophie Müller am Dienstag, 16. Februar 2010 in Neuerscheinungen   

Genre: Pop / Folk Rock  |  Label: Bella Union (Irascible)  |  Unsere Wertung: 6.0/10

Chant DarlingSoft sixties
Sonntagnachmittag, etwas verkatert auf dem Sofa faulenzend, eine heisse Tasse Tee in der Hand. Die Musik im Hintergrund lässt die Gedanken zum hoffentlich bald kommenden Frühling abschweifen. Etwa so klingt Lawrence Arabia, mit einem Hauch Nostalgie dazu.

Der Name Lawrence Arabia erinnert zuerst einmal an einen Film, Lawrence von Arabien. Dieser ist 1962 erschienen und erhielt insgesamt sieben Oskars. Lawrence Arabia hingegen ist – wir ahnten es schon – nur ein Pseudonym, und zwar für einen Neuseeländer namens James Milne. Dieser scheint aber nicht nur durch seinen Künstlernamen in den Sechzigern geblieben zu sein: Auch seine Songs versprühen eine sanfte Sehnsucht nach vergangenen Tagen. Man hört den Einfluss von Bands wie denBeatles, Simon & Garfunkel oder auch The Mamas & the Papas („Eye A“ und „The Crew of the Commodore“). James Milne ist 1981 geboren und war schon Mitglied von diversen Bands, tourte sogar mit Feist und schrieb Filmmusik bevor er sein Soloprojekt startete. „Chant Darling“ ist nun sein zweites Album, und vielleicht ist es in der falschen Jahreszeit veröffentlicht worden. Es hat etwas spätsommerliches, wie eine Melancholie am Ende der warmen Tage. Doch „Chant Darling“ ist keineswegs eine triste Platte.

Mit „Auckland CBD Part 2“ zum Beispiel macht Lawrence Arabia seinem Heimatland eine exotische Hommage mit fast schon hawaiianischen Klängen. Doch Lawrence Arabia kann auch anders, in „The Undesirables“ geistert er in sphärische Höhen, dass es fast schon an das französische Duo Air erinnert. Immer wieder trifft man auf „Chant Darling“ Chorgesang an, der die Ohrwürmer untermalt.

Mit „Look Like a Fool“ entführt uns das Album an eine kleine Bar: Es ist Abend, schwül, verraucht. Im Hintergrund spielt Lawrence Arabia seine sanften Melodien mit diversen Instrumenten, von Klavier über Streicher zu Gitarre. Trotzdem wirken seine Lieder nie überladen, im Gegenteil: Lawrence Arabias Musik ist leicht und luftig, verspielt wie eine Sommermelodie, die ein paar Tage im Ohr bleibt und sich dann langsam in Luft auflöst, nur einen sanften doch nicht unangenehmen Nachgeschmack hinterlässt.

Seit 8. Januar 2010 im Handel.

> Hören und Kaufen > MySpace > Label > CH-Vertrieb

Lawrence ArabiaAnspieltipps:
> Apple Pie Bed
> Eye A

Diskographie:
> Lawrence Arabia (2006)
> Chant Darling (2010)

Ähnliche Künstler:
> Belle and Sebastian
> The Reduction Agents
> Monsters of Folk
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