Little Man Tate - About what you know |
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| von Tobias Imbach am Samstag, 10. Februar 2007 in Neuerscheinungen | |
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Genre: Brit-Rock Label: Yellow Van Records CH-Vertrieb: TBA Unsere Wertung: ![]() KonkurrenzkampfDer Werdegang von Little Man Tate lässt sich grundsätzlich mit dem der Affen vergleichen, wie in jüngster Zeit für so manchen Act leistete das Internet mächtig Unterstützungshilfe bei Erlangung von Ruhm und Ehre. In Online-Communities entstand nach den ersten Auftritten ein ziemlicher Hype um Little Man Tate, vermutlich besonders aufgrund ihrer schön freimütigen Lyrics. Die offenbaren sich als Worte, die zum Mitsingen einladen, meist angenehm unverblümt und gewitzt, sind aber manchmal auch ziemlich cheesy geraten. Und die Musik? Die klingt zumeist reichlich unspektakulär, schon zigmal gehörter Britrock, mit viel Pop- und Pop-Punk-Anleihen, nichts Neues von der Insel diesbezüglich. Little Man Tate stagnieren, klingen aber trotzdem gut dabei, ihrem Gespür für packende Melodien sei Dank. So sind es vor allem drei Songs, die sich von den anderen abheben, und zufälligerweise folgen sie aufeinander: Die höchst wohllautende Singleauskopplung “Sexy In Latin“ dürfte zum Erfolg avancieren, das schon vor längerem veröffentlichte “House Party at Boothy’s“ tat dies in England schon - völlig zu Recht, auch dieser Titel hat eigentlich alles, um jeder Person, die sich als “Indie-Hörer/in“ betitelt, scheinbar nicht enden wollende Glücksgefühle zu verschaffen. Mein persönlicher Favorit ist und bleibt aber das ziemlich Smiths-like “This Must Be Love“, die langsamste, behaglichste und vermutlich auch einfach schönste Nummer auf “About What You Know“. “Man I Hate Your Band“, und wie all die anderen Titel heissen, mögen auch sehr nett klingen und verfügen allesamt über ziemliches Hitpotential, verlieren aber arg schnell an Reiz. Ob es sich Little Man Tate erlauben konnten, die nach den beiden tollen Vorabsingles “The Agent“ und “What? What You Got/Young Offenders“ (die Little Man Tate in einem Anflug von Übermut übrigens beide nicht aufs Album gepackt haben) doch sehr gespannte Hörerschaft mehrere Monate warten zu lassen, wird sich zeigen. In rein musikalischer Hinsicht zumindest gestaltet der Vierer aus Sheffield nichts Weltbewegendes, und wird es nicht besonders einfach haben, sich in der in quantitativer Hinsicht nicht abebbenden Flut an englischer Popmusik zu behaupten. Im Kampf um die Krone von Sheffield hat es jedenfalls noch nicht ganz gereicht. Seit 26. Januar 2007 im Handel. Anspieltipps: Sexy in Latin; This must be love; Down on Marie Trackliste: 1) Man I hate your band; 2) European lover; 3) Sexy in Latin; 4) This must be love; 5) House party at Boothy's; 6) Who invented these lists?; 7) Court report; 8) Little Big Man; 9) 3 day rule; 10) This girl isn't my girlfriend; 11) Down on Marie similar artists: Milburns, The Fratellis, Bromheads Jacket > Hören und Kaufen > Offizielle Webseite > MySpace > Label Bio: Jon Windle, Edward 'Maz' Marriot, Ben Surtees und Dan Fields gründeten 2005 in Sheffield ihre Band “Little Man Tate“, die sie erst allerdings “Carousel Moon“ getauft und später in “The Moon“, “Lazy Eye“ und schliesslich in “Little Man Tate“ umgewandelt hatten. Solche häufige Namenswechsel sind in vermarktungstechnischer Hinsicht eigentlich weniger empfehlenswert und so verminderte sich die Fanbase eher, als dass sie zugenommen hätte. Sobald sich die vier aber auf den Namen “Little Man Tate“ geeinigt hatten, gings bergauf: Die erste Auflage ihrer Debüt-Single “The Agent“ war im Frühjahr 2006 schon vor Veröffentlichung ausverkauft, ihre kurz darauf veröffentlichte zweite Single “ What? What You Got?“ stieg dann gar auf Platz 40 der britischen Single-Charts ein. Schon vor diesen Releases nahm der Bekanntheitsgrad von Little Man Tate relativ gesehen sehr schnell zu, jedenfalls dauerte es nur knapp ein Jahr bis der Plattenvertrag mit V2 Records in der Tasche war. Besonders in Foren und Online-Communities (etwa der der Arctic Monkeys) stiessen die vier auf reges Interesse und mithilfe dieser zwei Singles, die auf dem eigenen Label Yellow Van Records veröffentlicht wurden, wuchs die Hörergemeinde mehr und mehr. Der Name ihres Labels ist ein kleines Tribut an den bandeigenen Van, der ihnen während eines frühen Auftritts gestohlen wurde. Diskographie: > About What You Know (2007)
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