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Low - Drums And Guns

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von Florentin Jäggi am Freitag, 20. April 2007 in Neuerscheinungen   
Genre: Slowcore, Indierock
Label: Sub Pop
CH-Vertrieb: Irascible
Unsere Wertung:Low - Drums And Guns


Drums and vocals
Drums and Guns„The Worlds Heaviest Band“ mit einem wenig gitarrenlastigen, aber trotzdem oder gerade deswegen äusserst bedrückenden Album.

Der Frühling ist da und mit ihm liegt ein Album im Player, das jahreszeitbedingte Gefühle gleich im Ansatz erstickt. „Drums and Guns“ ist eine Mörderplatte, die nicht am helllichten Tag gehört werden kann und einen Zustand geistiger Umnachtung schon fast voraussetzt.
Auf dem grandiosen Vorgänger „The Great Destroyer“ brausten die Gitarren erstaunlich energetisch auf, harmonische Melodien fanden den Weg ans Licht und Textzeilen schwärmten von der Wärme Kaliforniens. Mit ihrem neuen Album besinnen sich Low auf altbewährte – naja – Tugenden zurück. Die Musik ist minimalistisch und lässt den Hörer in tiefe Abgründe blicken, während die fatalistischen Texte dafür sorgen, dass sich an dieser Perspektive nichts ändert: „All the poets / And all the liars / And all you pretty people / You're all gonna die“. Insgeheim hofft man, dass die Texte jeweils auch wirklich so beissend ironisch gemeint sind, wie man sie aufzufassen glaubt.

„Drums and Guns“ ist ein Album, das weniger unterhält und vielmehr fordert. Gitarren und Chöre werden geloopt, was den künstlerischen Anspruch der Band weiter unterstreicht. Es ist aber gerade die eingesetzte Computertechnik, die das Klangbild entscheidend bereichert, welches meist ausschliesslich von marschmässigem Schlagzeugspiel und chorähnlichem Gesang dominiert wird.
Manchmal wünscht man sich, dass sie es einem einfacher machen, dass sie wieder einen perfekten Low-Pop-Song wie „Sunflower“ schreiben. Der Wunsch bleibt unerfüllt. „Murderer“ verstärkt zwar gegen Schluss nochmals den Eindruck, vor einem äusserst faszinierenden Werk zu stehen, doch Begeisterungsstürme bleiben aus. Vielleicht weil es enorm schwer fällt, einen persönlichen Bezug zum Album herzustellen. Angesichts der Themen wie Mord und Todschlag ist das aber unter Umständen ganz gut so.


Seit  23. März 2007 im Handel.

Anspieltipps: Breaker; Murderer
Trackliste: 1) Pretty People; 2) Belarus; 3) Breaker; 4) Dragonfly; 5) Sandinista; 6) Always Fade; 7) Dust On The Window; 8) Hatchet; 9) Your Poison; 10) Take Your Time; 11) In Silence; 12) Murderer; 13) Violent Past;
similar artists: Codeine, Idaho, Savoy Grand, Talk Talk, Liars

> Hören und Kaufen > Offizielle Webseite > MySpace > Label > CH-Vertrieb

Bio:
Die Band wird 1993 in Duluth, Minnesota gegründet und besteht aus Alan Sparhawk (Gesang und Gitarre), Mimi Parker (Gesang und Schlagzeug) und Matt Livingston (Gesang und Bass). Ihr  Debütalbum „I Could Live In Hope“ erscheint 1994 und steht im starken Kontrast zum äusserst populären Grunge-Sound dieser Zeit. Ihre Musik findet die Bezeichnung Slowcore, welche die minimalistischen Klanglandschaften und die schönen Harmonien treffend beschreiben soll. „Drums And Guns“ ist der bereits achte Longplayer der Band und der zweite für das renommierte Seattle-Label Sub Pop. Während ihres fast 15jährigen Bestehens tourte die Band um die Welt und fand sich in guter Gesellschaft mit Gruppen wie den australischen Dirty Three, Radiohead oder Nick Cave & The Bad Seeds.

Low
Diskographie:
> I Could Live In Hope (1994)
> Long Division (1995)
> The Curtain Hits The Cast (1996)
> Secret Name (1999)
> Things We Lost In The Fire (2001)
> Trust (2002)
> The Great Destroyer (2005)
> Drums And Guns (2007)


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