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Eno









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Maps - We Can Create

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von Philipp Gautschi am Montag, 2. Juli 2007 in Neuerscheinungen   
Genre: Elektropop
Label: Mute
CH-Vertrieb: Musikvertrieb
Unsere Wertung: Maps - We Can Create


Tagträumen
We can createJames Chapman wird bereits als neues Elektropopwunderkind aus Britannien hochgejubelt. Geschieht ihm recht.

James Chapman alias Maps ist eine One-man-show aus Northampton, der seine Songs im eigenen Schlafzimmer auf einfachste Weise aufnimmt. Kann ja nicht gut kommen, dachte ich mir, und so denken wohl die meisten. Prompt überzeugt mich der Bursche vom Gegenteil, spielt er doch todfriedlichen Elektropop ohne Ecken und Kanten aber trotzdem mit einem gewissen, vielleicht fliessenden Reiz. Im ersten Moment erscheint das Ganze relativ einfach und vielleicht gar langweilig, je mehr man sich die Platte jedoch antut, desto weniger fällt einem die vorerst aufdringliche Harmlosigkeit auf und man entdeckt Geräusche, Effekte und Spielereien querbeet durchs hörbare Klangspektrum. Dies weckt einerseits die Freude am genauen hinhören und wirkt andererseits äusserst beruhigend, wenn nicht lähmend. Die meist todtraurigen Melodien über elektronischen, unscheinbaren, ahngenehmen Klangteppichen (’Glory Verse’) gehen tatsächlich schwer ans Herz. Natürlich will ich hier nicht predigen, das ganze Album als Anleitung bzw. Wegleitung zu einer depressiven Episode zu verstehen, es beinhaltet auch Stücke, die mit eher lieblichen Klängen, freundlichen Melodien und leicht erhöhten Tempi so was wie Frühlingserwachen oder Glücksgefühle darzustellen vermögen (’To The Sky’). Trotzdem bleibt James Chapman meist auf der gemütlichen Seite des Musikschaffens und singt mit angenehmer, manchmal fraulicher Stimme eingängige Melodien, welche problemlos auch über Indierock gesungen werden könnten. Am meisten Spass machen mir jedoch seine elektronischen Basteleien. Die ständig schwebenden, psychedelischen, vielschichtigen Klänge im Hintergrund, die kreativen, selten aufdringlichen Beats, die unzähligen spannenden Nebengeräusche und die schlauen Stimmungs- und Intensitätswechsel fügen sich zu einem gelungenen Cocktail aus Pop, Elektro und ein paar bewusstseinsverändernden Pilzen. Ein sehr hörbares Album für  sorglose Träumer, besorgte Denker, entspannte Spanner, gemütliche Spaziergänger, detailbesessene Schlaflose und vielleicht auch heulende Susen.


Seit  11. Mai 2007 im Handel.

Anspieltipps: Elouise, It Will Find You, Glory Verse, Back & Forth
Trackliste: 1) So Low, So High; 2) You Don’t Know Her Name; 3) Elousie; 4) It Will Find You; 5) Glory Verse; 6) Liquid Sugar; 7) To The Sky; 8) Back & Forth; 9) Lost My Soul; 10) Don’t Fear; 11) When You Leave
similar artists: Moby, Boards of Canada, Martin L. Gore, Air, Röyksopp, Sigur Ros

> Hören und Kaufen > Offizielle Webseite > MySpace > Label > CH-Vertrieb

Bio:
James Chapman stammt aus Northampton, macht Musik in seinem Schlafzimmer und nimmt sie mit einem 16-Spur-recorder auf. Der (auf dem Festland noch) unbekannte Künstler hat mit ’We Can Create’ soeben sein erstes Album unter dem Pseudonym Maps veröffentlicht und tourt momentan mit Band durch England. Seine erste Single ’It Will Find You’ verkaufte sich im Königreich wie heisse Semmeln. Produziert wurde das Werk von Valgeir Sigurdsson, der auch schon mit Björk getüftelt hat und gemixt von Ken Thomas, welcher auch schon für Sigur Ros gearbeitet hat.

James Chapman - Maps
Diskographie:
> We Can Create (2007)


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