Maria McKee - Peddlin' Dreams (2005) (Cooking Vinyl/Musikvertrieb) |
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| von Magdalena Oehen am Mittwoch, 13. Juli 2005 in Neuerscheinungen | |
![]() Entzückende Maria McKee Maria McKee ist dafür bekannt, dass sie sich für ihre Alben jeweils sehr viel Zeit nimmt, stets auf der Suche nach äusserster Perfektion. "Peddlin' Dreams" markiert in dieser Hinsicht Maria McKees Bereitschaft zum Aufbruch. Sie stellt auf ihrem sechsten Soloalbum Emotionalität und Unmittelbarkeit über handwerkliches Können und aalglatte Produktion, Intimität und Einfachheit über Grandeur und üppige Arrangements. Ganz bei Alten geblieben ist hingegen Maria McKees sechster Sinn für Melodien und Harmonien. Über der simplen, mehrheitlich nur aus Perkussion, akustischer bzw. Steelgitarre und vereinzelten, leisen Piano- und Steicherklängen bestehenden Instrumentation schwebt Maria McKees wunderbar versierte Stimme, die scheinbar mühelos wunderschönste Melodiebögen spannt. Zwar vermag der Opener "Seasons Of The Fair" mit seiner etwas hektischen Art noch nicht völlig zu begeistern, dafür überzeugt "Sullen Soul" auf ganzer Linie: Elektrische Gitarre und eindrückliche Perkussion erzeugen im Zwieklang mit Maria McKees Stimme und wiederolten Crescendi Spannung, die in der darauffolgenden Ballade "Turn Away" mit zuckersüssem Herzschmerz wieder weggewischt wird. Der in schleppendem Walzertakt gehaltene Titelsong "Peddlin' Dreams" lebt vor allem von satten Harmonien und Steelgitarren-Klängen, die Americana-Liebhaber schlicht entzücken werden. Weitere Songperlen sind "Appalachian Boy", ein Folk-orientiertes Liebeslied, und das Neil Young-Cover "Barstool Blues", eine pianogestützte Ballade, die Maria McKees beeindruckende Stimmgewalt voll zur Geltung kommen lässt. "Peddlin' Dreams" ist ein Sammelsurium an Country- und Americana-Songperlen, die mit ihren traumhaften Harmonien und Maria McKees aussergewöhnlichen Gesangstalent auf das Herz der Zuhörers abzielen. Wem das alles jetzt etwas allzu zuckersüss vorkommt, der sei beruhigt: Die Gefahr der Überzuckerung wird von Maria McKees schnörkellosem Gesang, ihrem ausgereiften Songwriting (die Dame ist doch schon über vierzig und seit zwanzig Jahren im Musikgeschäft) und nicht zuletzt von der makellosen Produktion ihres Ehemannes Jim Akin gebannt. Und obwohl "Peddlin' Dreams" in der Tat eher einfache Kost ist, hinterlässt es in seiner Schlichtheit einen positiven Nachgeschmack, in dem Maria McKees harmonische Stimme wunderbar nachhallt. Absolut empfehlenswert. Seit 6. Juni 2005 im Handel. Anspieltipps: Turn Away, The Horse Life, Appalachian Boy similar artists: Natalie Merchant, Ryan Adams > Hören und Kaufen > Offizielle Seite > Label > CH-Vertrieb Bio: Maria McKee wurde 1964 in Los Angeles geboren und ist dort aufgewachsen. 1982 gehörte sie zu den Gründern der Countryrock-Band Lone Justice. Nach zwei LoneJustice-Alben veröffentlichte sie 1989 ihr Solodebüt. Ihr endgültiger Durchbruch folgte 1994 mit "You Gotta Sin To Get Saved", 1994 steuerte sie den Song "If Love Is A Red Dress (Hang Me In Rags)" zum Hitsoundtrack von Pulp Fiction bei. Nach "Life Is Sweet" von 1996 zog sich Maria McKee zu einer mehrjährigen kreativen Pause zurück. Zwei Jahre nach ihrer musikalischen Rückkehr mit "High Dive"(2003) veröffentlicht sie ihr neuestes Studioalbum "Peddlin' Dreams". Diskographie: >Maria McKee (1989) >You Gotta Sin to Get Saved (1993) >Life Is Sweet (1996) >Ultimate Collection (2000) >High Dive (2003) >Live In Hamburg (2004) >Peddlin' Dreams (2005)
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