Maxïmo Park - A Certain Trigger (2005) (Warp Records Ltd./Musikvertrieb) |
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| von Ivana Leiseder am Mittwoch, 1. Juni 2005 in Neuerscheinungen | |
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The Bravery. Interpol. The Killers. Kasabian. The Futureheads. Bloc Party. Kaiser Chiefs. Franz Ferdinand. Dogs Die In Hot Cars. Features. Die Liste der Post-Punk-Retro-New-Wave-Bands ist endlos und erweitert sich nun mit Englands jüngsten Messiassen Maximo Park und deren Debütalbum "A Certain Trigger" um eine weitere Komponente. Wieder eine über-coole Band, die den Helden der späten 70er und 80er Jahren frönt und deren Einflüsse wunderbar vereint. Und genau (ja, aber auch haargenau) dasselbe tut, was Bands wie Franz Ferdinand oder The Bravery auch tun. Auch Maximo Park erledigen ihren Job als moderne Curtisse, Sumners, Byrnes, Johnsons, Partridges und Konsorten hervorragend: Ein bisschen New Order-Bassspiel da, Synthies und Orgeln a la Joy Division hier, markante Drums im Stile von Bauhaus dort etc. etc. Um aktuelle Kollegen nicht zu vernachlässigen, fügt man noch lässig-coolen Gesang in bester Bloc Party Manier zu den 13 kurzweilig-schnellen Songs, die tollste Laune verschaffen und mächtig Spass machen - wer beginnt beim grandios rockigen "Apply Some Pressure" schon nicht lässig mitzuwippen! "I hope that I'm still alive next year", singt Frontmann Paul Smith eindringlich und wir stimmen im Kanon bei. Ob dem denn aber auch so sein wird, bezweifelt man. Bei allem Vergnügen bietet "A Certain Trigger" nämlich leider nichts Neues und könnte gar glatt für eine neue Scheibe Bloc Partys gehalten werden, so sehr ähnelt sie der Musik der Truppe um Kele Okereke. Maximo Park sind sehr nett anzuhören, keine Frage, aber weshalb sie in England bereits jetzt als Helden gefeiert werden, wird für manche kritische Hörer nicht ersichtlich sein. Na ja, Hype leitet sich ja bekanntlich von Hyperbole, sprich Hyperbel ab, was so viel bedeutet wie "Übermass" oder "Übertreibung". Passt irgendwie.
"We write pop songs about real life. We have no desire to mythologise our existence. We take things with a pinch of salt from time to time." So bescheiden stellen sich Bloc Party, pardon, Maximo Park auf ihrer Webseite vor. Und vielleicht ist's ja genau das, worum's bei den vier Newcastlern geht: Nette Pop-Songs mit Lyrics über den Alltag, ohne Anspruch auf Mythosstatus, ohne grosse Extravaganz, ohne übermässige Innovation. Wie dem auch sei: Stereoanlage aufdrehen und nicht viel überlegen. Dann wird's gefallen. Und bei allfälligen Risiken und Nebenwirkungen wie Reizüberflutung oder Langeweile kann man ja immer noch zu einer der Dutzend Alternativen greifen. Seit 17. Mai 2005 im Handel. Anspieltipps: Apply Some Pressure, Postcard Of A Painting, I Want You To Stay, Once A Glimpse, Acrobat similar artists: Bloc Party, The Futureheads, The Bravery, The Killers, Kaiser Chiefs, Joy Division, New Order, Franz Ferdinand, Dogs Die In Hot Cars, Features u.v.m. ⇒ Hören und Kaufen ⇒ Offizielle Seite ⇒ Label ⇒ CH-Vertrieb
Bio:
Maximo Park sind Tom English (Drums), Duncan Lloyd (Gitarre), Paul Smith (Vocals), Archis Tiku (Bass) and Lukas Wooller (Keyboard), allesamt aus Newcastle Upon Tyne, England. Gegründet haben sie sich vor ein paar Jahren, bevor sie vor ca. einem Jahr ihre erste 7-Inch-Veröffentlichung mit den Songs "Graffiti" und "Going Missing" veröffentlichten, die in die Hände von Steve Beckett, Boss des legendären UK-Electronic-Labels Warp Records (Aphex Twin, Autechre, Boards Of Canada u.a.), geriet. Ihr Debütalbum "A Certain Trigger" wurde nun soeben auf Warp Records veröffentlicht und kann bereits jetzt bombige Verkaufszahlen verzeichnen. Maximo Park gelten als DIE Newcomer 2005. Diskographie: ⇒ A Certain Trigger (2005)
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