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Maxïmo Park - Quicken the Heart

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von Michael Messerli am Montag, 11. Mai 2009 in Neuerscheinungen   

Genre: New Wave, Indie  |  Label: Warp (Musikvertrieb)  |  Unsere Wertung: 7.0/10

Quicken The HeartEine sichere Nummer
Wo auch immer einige Bands des neuen Jahrtausends hin wollten, es war oder ist bereits jemand da. Deshalb driften sie manchmal an Orte, wo der Sauerstoff knapp wird. Es ist nicht einfach, den Unterschied zu machen. Aber wer zum Teufel behauptete denn, es sei einfach?

Den Unterschied machen Maxïmo Park bestimmt nicht deshalb, weil die anderen das Niveau nicht halten können. „Quicken the Heart“ fokussiert auf die wesentlichen Ressourcen der Band. Kein Hauch von Glamour, keine Industrie. Weder typisch L.A., noch typisch Newcastle. Höchstens „The Penultimate Clinch“ erinnert an das Manchester der 80er. Fast scheint es egal, wo die Platte aufgenommen wurde und wo die Köpfe herkommen, in denen sie entstanden ist. Frei vom Kontext, frei von Zeit. Die Stärke von Paul Smith. Besser gesagt von seinen Texten. Sind Maxïmo Park auf Nummer sicher gegangen? Ist das mit dem Fokussieren nicht langsam eine abgekaute und bereits bedeutungslose Floskel? Dort, wo sich viele Bands zu verkrampfen beginnen oder sich in Innovation verbeissen, scheint diesen Jungs ein völlig unaufgeregtes und gleichzeitig unauffälliges drittes Album gelungen zu sein. Unauffällig im positiven Sinne. Und positiv vor allem dann, wenn man akzeptiert, dass eine Band nicht alles ums Verrecken auf den Kopf stellen muss und sich lieber den Details widmet: „No wait – commitment’s a bore/ Where have I heard it before?“. So braucht „Quicken the Heart“ seine Zeit, welche sich die zwölf Lieder aber kaum nehmen.

Es ist ja nicht so, dass man sich plötzlich unter einer Wolke voller Geheimnisse wiederfindet. Es regnet auch keine Hits. Das dritte Werk von Maxïmo Park ist ein Album, wie es seit einigen Jahren totgesagt und trotzdem immer wieder geschrieben wird. Das Gesamte bildet den Kontext. Kaum ein Song kommt ohne den anderen aus. Und wenn man Smith erst den Hengst unterstellen will („I'd like to map your body out/ Inch by inch”), muss man immer ein zweites Mal hinhören (“Bare ankles used to mean adventure”). Wer die Wort- und Gesangsakrobatik von Smith unterschätzt, hat eben dies nicht gemacht. An anderer Stelle singt er: „You're looking so pleased with yourself/ I'm gonna come over there and wipe that smile off your face”. Es drängt sich die Frage auf, ob Maxïmo Park zufrieden sind mit sich selbst. Wenn ja, stellen sie es nicht mit einem selbstzufriedenen Lachen zur Schau, sondern lassen einfach entstehen, was entstehen soll. Ihr Selbstvertrauen ist unser Glück. Maxïmo Park sind vielleicht auf Nummer sicher gegangen. Aber wenigstens sind sie gegangen. Inch by inch.

Seit 8. Mai 2009 im Handel.

> Hören und Kaufen > Offizielle Webseite > MySpace > Label > CH-Vertrieb
Maximo Park
Anspieltipps:
> A Cloud of Mystery
> Let’s Get Clinical
> Wraithlike

Diskographie:
> A Certain Trigger (2005)
> Our Earthly Pleasures (2007)
> Quicken the Heart (2009)

Ähnliche Künstler:
> Bloc Party
> Franz Ferdinand
> The Futureheads
> The Rakes
» 1 Kommentar
1"Super!"
am Montag, 25. Mai 2009 10:37von Kulturfabrik Kofmehl
Das neue Album "Quicken The Heart" übertrifft meine Erwartungen. Am 6. Juni spielen Maxïmo Park im Kofmehl in Solothurn (www.kofmehl.net), ich werde mir das Konzert auf jeden Fall reinziehen!
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