Genre: Indierock, Pop | Label: Subpop ( Irascible) | Unsere Wertung: 5.5/10
Liebe hat viele Seiten
Zuviel Liebe, Leid, Verzweiflung, Besessenheit und Wahnsinn und das alles auf einmal, lassen einen schnell übersättigen, und die Lust am weiteren Zuhören verlieren.
Mister Heavenly ist das neueste Lieblingsprojekt von Ryan Kattner (Man Man), Nick Thorburn (Islands, The Unicorns) und Joe Plummer (Modest Mouse,
The Shins). Mit ihrem Debütalbum "Out of Love" lassen sie all ihre Erfahrungen und musikalischen Einflüsse einfliessen, aber zeigen auch neue Facetten.
Dieses Album bedient den typischen Indie-Rock, der Song "Bronx Sniper" ist ein gutes Beispiel dafür, aber auch den Pop/Rock der 60er und 70er Jahre, wie in "I Am a Hologram", "Mister Heavenly" oder "Pineapple Girl". So fliessen Elemente ihrer anderen Bandprojekte ein, aber auch Andeutungen auf die Beatles - "Harm You" - oder die Beach Boys - "Hold My Hand" und "Your Girl" - sind deutlich hörbar.
Ihre Versuche etwas Neues auszuprobieren muss man ihnen zugute halten, auch wenn es nicht wirklich etwas Neues ist. Auch der Sprechgesang bei "Your Girl", die wiederkehrenden mehrstimmigen Chorusse oder die Reggae Elemente bei "Reggae Pie", alles schon einmal dagewesen. Es befinden sich hauptsächlich verträumte Songs wie "I Am a Hologram", "Charlyne", "Harm You" und "Diddy Eyes" auf dieser Platte, wobei "Doom Wop" wohl eher einer der neuzeitigen rockigeren Stücke ist und daher etwas fehlplatziert auf diesem Album wirkt.
Als Zuhörer fällt es einem manchmal schwer nahe zubleiben, zu oft wirkt es zu schwerfällig und melancholisch. Für einen Moment stellt sich ein Glücksgefühl ein, was aber nach dem vierten Song stark abbaut. Die Texte bleiben ohne Bedeutung und die ganze Platte als gesamtes ohne Aussagekraft.
Seit 19. August 2011 im Handel.
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Anspieltipps:
> I Am a Hologram
> Harm you
> Reggae Pie
Diskographie:
> Out of Love (2011)
Ähnliche Künstler:
> Modest Mouse
> Islands
> Man Man