Was passiert, wenn Querdenker plötzlich auf eine Gerade geraten? Sie
laufen Gefahr, vom Weg abzukommen. Mogwai halten dabei noch knapp Kurs.
Schade eigentlich.
Mogwai sind alles andere als „Scotland’s Shame“. Bei ihnen heulen nicht nur die Falken, sondern auch die Gitarren. Auch auf „The Hawk Is Howling“ ist das manchmal noch so. Die vielzitierte Wall of Sound haben sie aber bereits für ihr wohl kompaktestes Werk
„Mr. Beast“ mehrfach durchbrochen. Das Laut-Leise-Schema verschob sich zunehmendst auf die leise Seite. Was diesmal aber fehlt, sind Momente, wie ein „Friend Of The Night“. Besser gesagt fehlen neue Elemente, welche solche Songs eben gerade nicht vermissen lassen.
Die Art und Weise, wie Mogwai Worte weglassen, ist immer noch beeindruckend. Das schaffen sie mit Leichtigkeit – aber oft auf Kosten eines Konzepts. Dass es schwierig ist, ohne Inhalte Zusammenhänge zu kreieren, liegt auf der Hand. Wenn die Songs dann aber nicht so zwingend sind wie in der Vergangenheit, baut sich vor einem zwar ein gutes, aber kein hervorragendes Album auf. Es als Hintergrundmusik zu bezeichnen ist wiederum eine Strafe, der Mogwai mühelos entgehen. Dafür haben sie zu viel Feingefühl für den richtigen Aufbau, für den richtigen Moment. Nur sollten sie versuchen, dabei in Zukunft wieder vermehrt in die Kurve zu liegen.
Seit 19. September 2008 im Handel.
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Anspieltipps:
> Scotland's Shame
> I'm Jim Morrison, I'm Dead
> Daphne And The Brain
Diskographie:
> Mogwai Young Team (1997)
> Come On Die Young (1999)
> Rock Action (2001)
> Happy Songs For Happy People (2003)
>
Government Commissions (2005)
> Mr. Beast (2006)
> The Hawk Is Howling (2008)
Ähnliche Künstler:
> Sigur Rós
> Explosions In The Sky
> Aereogramme