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MONO
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The Antlers
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Omega Massif/Mount Logan
Split
Shearwater
The Golden Archipelago
The Hirsch Effekt
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Zukunftsmusik
14.2
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Mono – You Are There (2006)

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von Michael Rothen am Mittwoch, 26. April 2006 in Neuerscheinungen   
Genre: Post-Rock
Label: Temporary Residence Ltd.
CH-Vertrieb: Irascible
Unsere Wertung:Mono – You Are There (2006)

„You Are There“ – wie Recht sie haben!
Mono – You Are There (2006)Made In Japan And Spread All Over The World: Mono, die allseits bekannte und noch immer ziemlich unberühmte Band aus Japan.

Ist so, jedermann und doch keiner kennt Mono. Die Japaner sind seit Jahren bemerkenswert eifrig am Touren und lassen Provinzen wie die Schweiz nicht aussen vor (Shame On You, Madonna).
Nun zur Sache. „You Are There“ ist Monos achte Veröffentlichung – EPs, Splits und Collaborations miteingerechnet. Fleissig an allen Fronten. Der aktuelle Output lockt mit sechs „esoterisch“ angehauchten Titeln versehenen Tracks und malerischem Coverartwork (wobei das s/w Backcover noch besser gefällt). Eine Soundcollage über exakt eine Stunde – Wahnsinn! Hinzukommend: Aufnahme und Mix von Steve Albini!
In Artikeln zu Mono werden stets und oft – ja, zu oft – die gleichen Verdächtigen wie Sigur Ros, Mogwai, Godspeed You! Black Emperor, Sonic Youth oder die Labelmates Explosions In The Sky genannt. Es ist sicher so, dass Mono dem Schlage nach eine gewisse Stilverwandtheit mit vorgenannten Bands verbindet. Nicht doch möchte ich sie in direkten Vergleich mit diesen Kapazitäten bringen. Könnten die Japaner einerseits nur verlieren und andererseits, wem brächte ein Vergleich zwischen Äpfeln und Birnen was?
Mono machen schlicht gesangsstumme, bildhafte, atmosphärische Musik auf der Basis zweier Gitarren, Bass und Schlagzeug sowie vereinzelt eingestreuten String-Arrangements, Samples, Keys, Synths und Lärm. Sie tun das sehr anmutend sowie gepflegt ungestüm und zum Glück über Track-Dauereinheiten fern ab des Kommerzradiomöglichen. Okay, zwei Dreieinhalbminüter sind auch mit drauf’, doch sind diese viel mehr als geräuschhaltige Verschnaufpausen zur Unterteilung der Epen angelegt (einmal Glockenspiel und einmal Piano).
Monos grösste Unzulänglichkeiten – wenigstens auf „You Are There“ – sind der kaum variierende Grundsound (Gitarren), die doch allzeit sehr ähnlichen und daher ermüdenden Songstrukturen und einige fiese Unpräzisheiten (live eingespielt?). Diese ewig vorhandene 16tel oder 32tel schrummelnde Gitarre rechts sowie die Linke mit dem warmen Hals-PU-Hall-Sound und zusätzlich dieses ständige Laut und Leise, Auf und Ab zur gleichen Zeit in beinahe jedem Song.
Nun, manch einer mag dies schätzen, da homogen. Mein Empfinden galoppiert mitunter eher in Richtung Sättigung und das unglimpf vor Ende des Gesamtwerks, Schande drum! Allenfalls hätte Albini – einer der meist Unterschätzten des Musikbusiness – nicht nur Recording und Mixing, sondern auch das Producing – welches eben Mono selbst in den Händen behielten – übernehmen sollen?!
Tja, wie soll ich sagen: Keine Revolution, nichts Überwältigendes aber sehr viele Minuten wohltuende Klänge, Soundkulissen und Tonträumereien. Zum Festhineinhören oder als Berieselung, geht alles. Zu viele Worte verderben den Brei, daher selber hören.

Und mein Tipp: Geht Mono spielen gucken, wenn sie wieder hier sind, das ist was und das „Was“ ist schlicht ’ne Wucht!!!


Seit 24. April 2006 im Handel.

Anspieltipps: nicht unbedingt das Zwischending „The Remains Of The Day“, sonst sind sie eigentlich alle etwa gleichwertig aber auch gleichartig...
Trackliste: 1) The Flames Beyond The Cold Mountain; 2) A Heart Has Asked For The Pleasure; 3) Yearning; 4) Are You There?; 5) The Remains Of The Day; 6) Moonlight
similar artists: siehe Rezension plus Neurosis oder Boris

> Hören und Kaufen > Offizielle Webseite > Label > CH-Vertrieb

Bio:
Mono ist eine Post-Rock-Band aus Tokyo (Japan). Gegründet 2000, erstes Album 2001 auf dem Label Tzadik des Avantgarde-Jazzers John Zorn. Seit 2004 – nach unzähligen Konzerten in der ganzen Welt – veröffentlichen Mono via Temporary Residence Ltd., wo unter anderem auch Explosion In The Sky beheimatet sind. Die Japaner werden für ihre energiegeladenen Konzerte allseits, weltweit geliebt. Die Instrumentalsongs entfalten im Scheinwerferlicht, gepaart mit der Bühnenaktion der Tokianern, eine ungeahnt nachhaltige Wirkung; getreu dem Motto: „They’re Not Heavy Like Black Sabbath – They’re Heavy Like Beethoven!“

mono
Diskographie:
> Hey You EP (2000)
> Under The Pipal Tree (2001)
> One Step More And You Die (2002)
> New York Soundtracks Remix Album (2004)
> Walking Cloud And Deep Red Sky, Flag Fluttered And The Sun Shined (2004)
> Mono / Pelican Split(2004)
> Palmless Prayer / Mass Murder Refrain Collaboration (2005)
> You Are There (2006)


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