Mother And The Addicts – Take The Lovers Home Tonight (2005) |
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| von Philipp Gautschi am Sonntag, 27. November 2005 in Neuerscheinungen | |
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Genre: PunkSurfRockFunkNewWaveabilly Label: Chemikal Underground CH-Vertrieb: Musikvertrieb Unsere Wertung: ![]() Mutter und die Rauschgiftsüchtigen!?Sich selbst, bzw. einen Teil von sich selbst, nämlich den manischen, chaotischen, extrovertierten, liederschreibenden und auftretenden, Mother zu nennen, passt schon. Die Band dann noch als Rauschgiftsüchtige zu brandmarken (ich kann mir jedoch gut vorstellen, dass sie es tatsächlich sind), entlockt dem Zuhörer dann doch ein scheues Schmunzeln, bis er dann die Musik wirklich gehört hat. Denn besser könnte der Name gar nicht zur Musik dieser Truppe passen. Von Rock’n’Roll über Surf zu New Wave und Funk bis Punk spielen die Rüpel alles, ziemlich desorganisiert und quer zwar, doch dank dieser eigenwilligen Mixtur gelten die Schotten bereits als neuer Geheimtipp von der Insel und werden dies bestimmt nicht lange bleiben. Anfangs (bzw. beim ersten Hinhören) ist man zwar noch leicht verwirrt und wird nicht richtig schlau aus dem Gehörten, je länger man jedoch auf die verspielten Feinheiten, die skurrilen Stilwechsel und die provozierenden, nicht allzu jugendfreien Texte hört, beginnt das Album zu gefallen. Genügend Synthetisches sowie die immer lüpfig gespielten Instrumente gefallen gut und stellen die etwas mühsam gesprochenen, gesungenen, ja manchmal beinah gehusteten Satzfetzen Mothers etwas in den Schatten. Die friedlichen instrumentalen Zwischenstücke eignen sich bestens, um sich etwas zu erholen, vielleicht zu beruhigen. Kleinere, vernachlässigbare Zwischentiefs werden dank rock’n’rollig-new waveigen Höhenflügen sowie den wüst-brillanten Gitarrenspielereien ("They Don’t Even Like You"; "Oh Yeah, You Look Quite Nice") kaum wahrgenommen. Auf jeden Fall ein Werk, das seine Zeit braucht. Zwar nicht wegen spielerischer Überforderung, eher wegen der seltsamen Stilmixtur und dem eigenwilligen Gesang sowie dem wahrscheinlich skurrilen, psychischen, drogenschwangeren, beinahe angsteinflössenden Zustand der Truppe, der jedoch immer besser gefällt und garantiert für unruhige Extremitäten sorgt. Seit 5. September 2005 im Handel. Anspieltipps: F Me Mummy I Feel Ugly: Oh Yeah, You Look Quite Nice Trackliste: 1) They Don’t Even Like You; 2) Take The Lovers Home Tonight; 3) F Me Mummy I Feel Ugly; 4) Father In Heaven; 5) Own Sensation; 6) Oh Yeah, You Look Quite Nice; 7) Don’t You Know That You Love Her?; 8) Far Away; 9) Medieval Soul; 10) Ron Dawn From Var; 11) Who Are You Girls?; 12) Even Time Will Destroy Me similar artists: The Fever, The Robocop Kraus, Franz Ferdinand, Electric Six, Kaiser Chiefs > Hören und Kaufen > Offizielle Webseite > Label > CH-Vertrieb Bio: Ian Cronan (drums), Peter Vallely (bass), Douglas (git.) und Kendal (musikalisch kaum erfahrener Typ, der sich ans Elektronische machte) sind allesamt Schotten, die von einem seltsamen Sam Smith im Jahre 03 zusammengesucht wurden, um aus dessen musikalischen Ideen etwas Handfestes zu machen. Dank Chemikal Underground wurden diese Ideen in die Realität umgesetzt und führten zum nun erschienenen Debüt von Mother And The Addicts. Diskographie: > Take The Lovers Home Tonight (2005)
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