Mstrkrft - The Looks |
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| von Philipp Gautschi am Dienstag, 30. Januar 2007 in Neuerscheinungen | |
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Genre: Electroclash Label: Last Gang records CH-Vertrieb: Musikvertrieb Unsere Wertung: ![]() DFA1979 R.I.P.Death From Above 1979 haben ihr Ziel, Platin in Kanada oder so, mit einem einzigen Album (ich zähle das Remix-Album nicht wirklich zu ihrem Werk, obwohl auch dieses sehr gelungen ist) erreicht, und sich wie angekündigt nach dem Erreichen dieses Ziels aufgelöst. Gerüchten zufolge soll auch die Chemie zwischen Jesse F. Keeler und Sebastien Grainger nicht mehr ganz gestimmt haben. Ein Faustschlag sondergleichen in meine Rippen, den ich noch immer nicht verdaut habe. Zwar nicht mehr mit wundervoll verzerrtem Bass, dafür mit umso deftigeren Synthies ist DFA1979-Bassist Jesse F. Keeler, unterstützt vom ehemaligen DFA1979-Produzenten und House-Kumpel Al-P wieder unterwegs. Wer DFA1979 liebte, muss nicht zwingend auch Mstrkrft toll finden, denn Vergleiche zwischen den beiden Projekten zu ziehen fällt aufgrund des Stilwandels ziemlich schwer. Mstrkrft liefern mit ihrem Debut ’The Looks’ ein zwar genauso tanzbares, jedoch rein elektronisches Album, welches mit Soulwax’ ’nite versions’ oder den Mixereien von Justice verglichen werden und mit diesen Grossmeistern der elektronischen Musik problemlos mithalten kann. Der Rock ist (leider) mehr oder weniger verloren gegangen. Mit der Behauptung, dass Keelers Projekt rockt, im Sinne von höllisch abgeht, liege ich trotz allem nicht völlig falsch. Auf schweizerdeutsch bezeichne ich Elektro aus dieser Ecke gerne mit dem Unwort ’chnorzig’. Grob umschrieben bedeutet dies etwa soviel wie hämmernde, treibende Beats und verzogene, nach Alarmsirenen oder so klingende Synthies, gepaart mit rauem Gesurre und Gequietsche. Ja, schwierig vorzustellen, ich weiss. Die sehr eingängigen, meist quirligen Tracks lassen einem, falls zuhause konsumiert, ununterbrochen mit dem Kopf oder der Donghua Li-Kniescheibe wippen, live steppt der Bär wahrscheinlich einiges gewaltiger. Am ehesten passt diese Musik dann wohl doch in einschlägige Clubs. Der einzige Nachteil der Platte besteht darin, dass die Stücke relativ rasch durchschaut sind und, falls zu häufig am selben Tag angehört, verleiden könnten. Doch daran scheitern meiner Ansicht nach die meisten tanzbaren Elektroplatten. Zwei Synthies können einer gut besetzten Band nie und nimmer das Wasser reichen, doch ich möchte hier keinesfalls eine Grundsatzdiskussion anreissen. Trotz allem gibt’s drei oder vier Daumen nach oben und ein freundliches Kopfnicken zu all den clashigen Elektrobeats. Ab 2. Februar 2007 im Handel. Anspieltipps: Work On You, Paris, The Looks, Neon Knights Trackliste: 1) Work On You; 2) Easy Love; 3) She’s Good For Business; 4) Paris; 5) The Looks; 6) Street Justice; 7) Body Work; 8) Neon Knights; 9) Community Revolution In Progress (Bonustrack feat. MC Sasha) similar artists: Soulwax, Justice, Digitalism, Daft Punk > Hören und Kaufen > Offizielle Webseite > MySpace > Label > CH-Vertrieb Bio: Wie bereits erwähnt verstecken sich hinter dem wohlklingenden Namen Mstrkrft (man ergänze die Vokale und erhalte den eigentlichen Sinn des Bandnamens) der ehemalige DFA 1979-Bassist Jesse F. Keeler sowie der Produzent des grossartigen Albums ’You’re A Woman, I’m A Machine’, Al-P. Die beiden besitzen ein kleines Studio in Toronto und basteln schon seit Jahren an verschiedenen Remixen (u.a Bloc Party, Wolfmother, Juliette & the Licks, The Kills). Zu Ihrem ersten eigenen Album ’The Looks’ liessen sie etwa folgendes verlauten: ’Wir wissen nicht genau, was wir jetzt machen, aber wir wissen, das es tanzbar ist’. Nun touren die beiden rund um die Welt und lassen die Tanzflächen ordentlich beben. Diskographie: > The Looks (2007)
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