News und Infos
Newsletter
NewsletterAbonniere unseren kostenlosen Newsletter und bleibe so immer auf dem Laufenden.






RSS-Feed
Der RSS-Feed von ::exit.music::
Abonniere unseren RSS-Feed!
Login / Registrierung

Partner

Advertisement
Playlist: Eno
Eno









Christian Mikolasek

- Gregor Samsa: 55:12
- Brian Straw: Song Veins
- Envy: Insomniac Dose
- Propaghandi: How to Clean Everything
- I not dance: So You Think You Can Stop Me...

Ivo Münger

- Botch: We Are the Romans
- Engine down: To Bury Within The Sound
- Radiohead: From the Basement
- Mogwai: Hardcore Will Never Die, But You Will
- Mineral: The Power of Failing

[Playlist Archiv]
Zukunftsmusik
12.5.
The Cribs – The Belly of the Brazen Bull
Richard Hawley – Standing at the Sky’s Edge
Here We Go Magic – A Different Ship
Fela Kuti – Live in Detroit

19.5.
Simian Mobile Disco – Unpatterns
Beach House – Bloom
Best Coast – The Only Place
Guided by Voices – Class Clown Spots a Ufo alles lesen
exitmusic.ch on Facebook

Múm - The Peel Session

Drucken E-Mail
von Michael Zuckschwerdt am Montag, 4. Dezember 2006 in Neuerscheinungen   
Genre: Electro/Ambient
Label: Fat Cat Records
CH-Vertrieb: Namskeio
Unsere Wertung:Múm - The Peel Session

Neu: Das makellose Peeling
Múm - The Peel SessionAuf „The Peel Session“ geben sich vertrackte Rhythmen und wunderschöne Melodien, die trotz aller Süsse nicht im Ohr kleben bleiben, ein Stelldichein. Über die gesamte Spieldauer dieses Kleinods spannen Múm einen weiten facettenreichen Bogen und es gelingt ihnen wie selbstverständlich, alle ihre Qualitäten voll auszuspielen.

Nach einem Gig in Barcelona flogen Múm im Jahre 2002 schnurstracks nach England, wo ihr Weg direkt ins Studio führte, um für BBC 1 einen sehr gelungenen Beitrag der traditionsreichen Peel Sessions aufzunehmen. Schlaf gab es in dieser Nacht für Múm keinen - und so klingt die Peel Session auch, als würde die Band mit ihren Melodien und Beats an der weichen Pforte einer Traumwelt anklopfen. Es sind zudem die letzten Aufnahmen mit Gylda, die die Band in der Folge verlässt. Die vier Songs, die sich von den gleichnamigen des Debutalbums stark unterscheiden, bringen es auf eine Laufzeit von etwas über zwanzig Minuten und sind für mich persönlich die ideale Dosis, um im Bett vor dem Einschlafen zu konsumieren.
Wie auf den bereits veröffentlichten Werken, schaffen es Múm spielend (und programmierend), vertrackte, elektronische Rhythmen mit live eingespielten, nachvollziehbaren, scheinbar im Raum schwebenden Melodien zu verbinden und erzeugen damit ein stimmungsvolles Klangbild, das sowohl als Hintergrundmusik funktioniert, aber auch zum genaueren Hinhorchen verführt. Gesang, oder treffender „Stimme“ – wird eher spartanisch eingesetzt und ergänzt den Sound als zusätzliches Instrument.
Meisterhaft ist das Auf- und Abwiegen der Songs, das Spiel mit Dichte und Dynamik. Wie irgendwo am Strand in Island, wo Wellen sanft im Sand auslaufen und gleich daneben aber an schwarzen, aus der See ragenden vulkanischen Felsen brechen; aber keine Angst: Schwaden von dicken Nebelschleiern umhüllen die Soundkanten und lassen die Seifenblase nicht platzen. Gegen Ende der „Peel Session“ ziehen einen erdige, vielschichtige Akkorde auf den Boden/das Bett  zurück und nach den letzten Klängen gleitet man sanft ins Reichrrr...chrrr…chrrr...

…und wenn nicht: Nochmals „Play“ drücken ist fast so gut.


Ab 4. Dezember 2006 im Handel.

Anspieltipps:
Alles – am Besten am Stück
Trackliste: 1) Serothed Bicycle/Smell Memory; 2) Awake On A Train; 3) Now There Is That Fear Again; 4) The Ballad Of The Broken String
similar artists: Sigur Rós, ferner Björk

> Hören und Kaufen > Offizielle Webseite > MySpace > Label > CH-Vertrieb

Bio:

Örvan Dóreyjarson Smárason und Gunnar Örn Tynes, die schon früh am Computer Soundtüfteleien frönten, treffen 1988 auf einem Konzert die damals fünfzehnjährigen und ebenfalls mit enorm tippfreundlichen Namen ausgestatteten Zwillingsschwestern Kristín Anna (Gesang) und Gylda Valtysdóttir (Cello).
Mit ihrem zwei Jahre später erschienen Debüt-Album „Yesterday Was Dramatic, Today Is OK“ vermögen sie durch ihre Mischung aus live eingespielten und programmierten Klängen international  Lob einheimsen.  Es folgen die Remix-Alben „Múm: Remixed” und “Please Smile My Noise Bleed“ . Darauf ziehen Kristin und Freund Örvar nach Berlin.  für die Aufnahmen zu „Finally We Are No One“ nisten sie sich aber wieder in Island auf einem verlassenen Leuchtturm ein.  Der Mix-Down erfolgt ebenfalls in ziemlich ungewöhnlicher Umgebung: Bei den Kollegen von Sigur Rós, die ein Schwimmbad zu einem Tonstudio umfunktioniert haben.  In der Folge spielen Múm Konzerte auf der ganzen Welt und nehmen einen Soundtrack zum Stummfilm „Panzerkreuzer Potemkin“ auf.  Ebenfalls im Jahre 2002 nahm die Band im Maida Vale 4 Studio die Peel Session auf, welche hier rezensiert wird.  Am Tag nach den Aufnahmen findet der letzte Auftritt mit Gylda statt, die einem Musikstudium den Vorzug gibt.  Mit einem Bandmitglied weniger, dafür noch mehr Gastmusikern und verschiedenen Instrumenten, begibt sich das Trio wieder in einen Leuchtturm, um sich den Aufnahmen ihres im Jahre 2004 erschienenen Albums „Summer Make Good“ zu widmen. Mit dem dritten Album etablieren sich Múm  international. Sie veröffentlichen die Singles „Nightly Cares“ sowie Dusk Log“ und bauen mit ihren eigenständigen Klängen ihre Popularität weiter aus. Bereits aufgenommen wurde in diesem Jahr das vierte Album der Band  - es soll im Frühjahr 2007 erscheinen.

mum
Diskographie:
> Yesterday Was Dramatic, Today Is OK (2000)
> Múm: Remixed (2000)
> Please Smile My Noise Bleed (2001)
> Finally We Are No One (2002)
> Summer Make Good (2004)
> The Peel Session (2006)


» Noch keine Kommentare
Es gibt bisher noch keine Kommentare.
» Kommentar schreiben
Nur registrierte Benutzer können Kommentare schreiben.
Bitte melden Sie sich an oder registrieren Sie sich.
 
< Zurück   Weiter >