Genre: New Wave, Postpunk | Label: Alpinechic (Irascible) | Unsere Wertung: 4.0/10
Die Kopie der Kopie der Kopie
„Must Have Been Tokyo“ zeigen schonungslos auf, weshalb Vorschusslorbeeren die Suppe manchmal nur versalzen.
Kalte Industrieatmaosphäre, welche sich in die 80er-Jahre von Manchester verirrt. Joy Division grüssen mit Leuchtraketen. Ein sehr dünner, hier und da nach Robert Smith bemühter Gesang, dessen Aussprache oft arg wackelt. Ein überlebensgrosses Willkommenschild von The Cure. Die Berner „Must Have Been Tokyo“ klingen manchmal wie melancholische Franz Ferdinand. An gewissen Stellen der Eigenproduktion „Vice“ hat man offensichtlich bei ihnen abgeschaut. In „M45“ klaut man Interpol-Gitarren ohne mit den Wimpern zu zucken. Anti-Swissness ist ja jetzt uncool. Die Szene ist überschaubar, man pinkelt sich gegenseitig nicht gerne ans Bein. Was die Berner hier aber alles falsch machen, kann man nur verzeihen, wenn man beide Ohren zudrückt. Natürlich haben „Blood in the Water“ und „Streetkids“ tolle Melodien, nur eben leider keine eigenen. Man darf auf einer EP als junge Band Fehler machen. Die Frage ist, ob man was daraus lernt. Wenn zunehmende Kritiklosigkeit aber dazu führt, dass sich Bands wie „Must Have Been Tokyo“ bereits etwas auf solches Songwriting einbilden, dann läuft etwas schief. Hier ist zweifelsfrei Potenzial und ein Händchen für Melodien vorhanden, da reicht aber ein Mastering in New York – und damit ein weiteres Klischee – nicht. Eine ordnende Hand, welche dieser Band sagt, dass sie an einem eigenen Sound basteln soll, wäre da vielleicht angebrachter.
Seit 20. Februar 2009 im Handel.
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Anspieltipps:
> Blood in the Water
Diskographie:
> Insects (2007)
Ähnliche Künstler:
> Joy Division
> The Cure
> Interpol
> Franz Ferdinand
» 24 Kommentare
1"must have been a copy" am Donnerstag, 5. März 2009 12:55
Den letzten Sätzen kann ich nur zustimmen! Aber dieses "Kopieren" ist keineswegs ein Schweizer Phänomen. Viele der populären "indie"-Bands kupfern sich gegenseitig und ihren alten Vorbildern leider schamlos ab. Gut abgeschaut bedeutet aber nicht, dass ein Album schlecht ist. Es wird dadurch jedoch uninteressant. Nach mehrmaligem Höhren bin ich aber zum Schluss gekommen, dass VICE durchaus seine Höhepunkte hat. Das Songwriting ist konsistent und klever, die melodien eingängig. Meine Wertung: 7/10
2Kommentar am Freitag, 6. März 2009 15:30
Der Kritik kann ich überhaupt nicht zustimmen. Gerade bei Streetkids würde es mir fern liegen den Vorwurf des Kopierens der genannten Bands zu erheben. Für mich ist beim Songwriting durchs Band eine eigenständige Handschrift zu erkennen, was meiner Meinung nach gar nicht möglich wäre, würde die Band nur kopieren. Musikalische Referenzen hat jede Band, diese aufzuzählen finde ich etwas unzureichend und wird der Musik von Must Have Been Tokyo nicht gerecht.
3Kommentar am Freitag, 6. März 2009 16:54
wo zum geier hörst du hier franz ferdinand? hast du eine andere cd als ich zuhause? ziemlich dreist zu behaupten, die band hätte bei ff abgeschaut. die songs haben mit ff etwa soviel gemeinsam wie peter räber mit slayer.
4Kommentar am Freitag, 6. März 2009 19:09
@pedro Für mich ist es ebenso unzureichend, wenn eine Band so offensichtlich nach Referenzen klingt. Da bleibt einem nur das Aufzählen eben derer. Natürlich hätte ich sie verschweigen können und nur loben, was gut ist. Damit wird man einer Band in einer Rezension aber auch nicht gerecht. Dass die Band durchaus Potenzial hat, habe ich geschrieben. @jonas Vielleicht war ich etwas unpräzise. Mich erinnert die Produktion (und das meine ich mit "klingen") stellenweise ziemlich an diejenige vom Debüt von Franz Ferdinand. Das zu behaupten ist nicht dreist, sondern eine persönliche Feststellung.
5Kommentar am Freitag, 6. März 2009 21:27
sorry, aber deine gesammte argumentation greift nicht. du behauptest, sie hätten bei ff \\\"abgeschaut\\\". und die melodien seien geklaut. dabei tönts nicht im geringsten nach ff. und von the cure und joy division hab ich glaubs alles, da wären mir wohl geklaute melodien aufgefallen. wo sind denn die melodien geklaut? lustig auch, dass dich bei deiner lieblingsband interpol die offensichtlichen joy divison bezüge überhaupt nicht stören. aber gell, die dürfen das, die kommen ja aus new york und nicht bern. damit bestätigst du ein klischee.
6Kommentar am Freitag, 6. März 2009 22:00
@jonas Weshalb greift meine Argumentation nicht? Werde selber einmal konkret! Du siehst es nun mal anders und meine Güte, das ist dein Recht. Ich habe mich bis hierher klar genug ausgedrückt, weshalb ich Bezug auf Franz Ferdinand genommen habe (Stichwort: PRODUKTION) und auch zugegeben, hier etwas unpräzise gewesen zu sein. Die ersten Gehversuche von Interpol haben mich damals auch nicht überzeugt. Aber Interpol sind nicht meine Kumpels aus New York, Must Have Been Tokyo vielleicht deine aus Bern. Und wenn nicht, dann entschuldige. Aber akzeptiere, dass man es anders sehen kann - ich tue es ja auch.
7Kommentar am Freitag, 6. März 2009 22:23
Ich gehöre zum Umfeld der Band und bin daher nicht neutral. Und: ich persönlich mag mhbTs Musik - den neuen Sound fast noch mehr als den der ersten EP. Mit Interesse habe ich daher deinen Beitrag gelesen und will ihn hier kommentieren. Denn ich kann aus zahlreichen Gesprächen v.a. mit Räffu, dem Drummer, über Musik, auch ihre eigene, zeimlich sicher sagen, dass Franz Ferdinand als Einfluss für sie keine Rolle spielen. Auch bzgl \\\"Produktion\\\", wie du oben noch präzisierst hast, mit grösster Wahrscheinlichkeit nicht. Die von dir beobachtete Offensichtlichkeit des Abschauens müsste ich daher ernsthaft infrage stellen. Und ehrlich gesagt ist auch mir nicht ganz klar, wie du darauf kommst. Was Bands wie Cure, Joy Division und Interpol angeht, kann man deren Vorbildfunktion sicher nicht abstreiten - aber Kopiervorlage? Die Jungs haben m.E. sehr wohl einen eigenständigen Sound. Mit Wiedererkennungswert. Und ich bin überzeugt, dass ich gleiches auch sagen würde, wenn
8Kommentar am Freitag, 6. März 2009 22:27
...ich sie nicht kennen würde...
9Kommentar am Samstag, 7. März 2009 00:31
jä so, die nur die PRODUKTION hat dich ans erste ff album erinnert? und dann schreibst du im text: , hälst du uns leser für blöd? du schreibst in jedem 2en satz, mhbt hätten nur zusammengeklaut. die melodien seien nicht die eigenen. das ist schon eine heftige behauptung, zumal du offensichtlich keinerlei plausible beispiele dafür liefern kannst. ob die band meine kumpels sind, spielt bei meiner argumentation absolut keine rolle. ich schreibe nicht . ich schreibe lediglich, deine anschuldigungen stimmen nicht. logisch tönen sie u.a. nach 80er wave. genau das wollen sie ja auch. mir gefällt eben genau, dass sie etwas von the cure haben. gerade viele neuere bands könnt ich jetzt nämlich nicht aufzählen, die mich an the cure erinnern. und informier dich mal was ein mastering ist..
10Kommentar am Samstag, 7. März 2009 00:40
ups,hier ohne lücken: jä so, nur die PRODUKTION hat dich ans erste ff album erinnert? und dann schreibst du im text: ..MHBT klingen manchmal wie melancholische FF.An gewissen Stellen der Eigenproduktion hat man offensichtlich bei ihnen abgeschaut.. hälst du uns leser für blöd? du schreibst in jedem 2en satz, mhbt hätten nur zusammengeklaut. die melodien seien nicht die eigenen. das ist schon eine heftige behauptung, zumal du offensichtlich keinerlei plausible beispiele dafür liefern kannst. ob die band meine kumpels sind, spielt bei meiner argumentation absolut keine rolle. ich schreibe nicht ich find die buben super, die haben die musik neu erfunden. ich schreibe lediglich, deine anschuldigungen stimmen nicht. logisch tönen sie nach 80er wave. genau das wollen sie ja auch. mir gefällt eben genau, dass sie etwas von the cure und co haben. gerade viele neuere bands könnt ich jetzt nämlich nicht aufzählen, die mich an the cure erinnern. und informier dich mal was ein mastering
11Kommentar am Samstag, 7. März 2009 01:47
Lieber Jonas, du diskutierst mit einer eigenartigen Vehemenz auf einer mittlerweile fast schon arroganten Ebene. Deshalb ist es für mich sehr wohl von Bedeutung, ob du mit der Band in Verbindung stehst. Ich halte bestimmt niemanden für blöd. Du mich aber bitte auch nicht. Für mich ist es sehr in Ordnung, wenn es andere Meinungen zu "Vice" gibt. Für dich offensichtlich nicht. Ich hoffe die Band selbst kann besser damit umgehen und ich wünsche ihnen, dass sie den Weg weitergehen, den SIE für richtig halten. In diesem Sinne: Bleib bei dem, was du in ihnen siehst und versuche zu akzeptieren, dass es andere Sichtweisen gibt.
12Kommentar am Samstag, 7. März 2009 02:01
@Enzo Ich habe auch mit Interesse deinen Kommentar gelesen. Dinge in Frage zu stellen gehört nicht nur zum Musikmachen, sondern auch zum Schreiben über Musik. Deshalb lasse ich deinen Kommentar als Statement gerne so stehen.
13Kommentar am Samstag, 7. März 2009 11:49
lieber michael, ich habe überhaupt kein probelm mit anderen meinungen zu der cd/band. man kann von mir aus gerne den gesang schlecht finden, die kompositionen mist und den sound kacke. ich selber fand zb auf der ertsen ep hatte es einige recht dürftige songs. aber einer band zu unterstellen, sie hätte ihren gesammten sound und die melodien zusammengeklaut ist keine SICHTWEISE, sondern eine konkrete und recht heftige ANSCHULDIGUNG. die man schon irgendwie vernünftig belegen sollen könnte.. (übrigens: klar kenne ich einige der jungs persönlich, deshalb mach ich mir ja hier auch die mühe) so, das ist jetzt aber mein letzter eintrag.
14Kommentar am Sonntag, 8. März 2009 02:40
lieber herr messerli! musik hören und selber machen, ist für mich das schönste was es gibt. wenn man selber musik macht ist es hilfreich konstruktive kritik zu bekommen. ihr beitrag ist parteiisch. die jungs machen ihre arbeit gut, also machen sie ihre doch auch gut herr messerli. ich meine damit nicht dass sie diese band anhimmeln und auch nicht toll finden müssen. ihr beitrag ist völlig unangebracht....diese jungs stecken ihr herzblut in diese sache und sie ziehn sie so durch den dreck. ich weiss nicht was ihre gründe dafür sind, ich will sie auch gar nicht wissen. aber ein bisschen mehr niveau in zukunft. wenn sie selber musik machen würden könnten sie mich verstehen. (vielleicht tun sie's auch....sind aber nicht so erfolgreich wie diese jungs;)
15Kommentar am Sonntag, 8. März 2009 11:07
Lieber gonzo, Natürlich ist dein Beitrag völlig unparteiisch und konstruktiv. Wieso solltest du meine Gründe auch wissen wollen? Weil es für dich so oder so keine geben kann? Und deine Argumente sind dann natürlich auch die niveauvollsten von allen Argumenten, die es in Bezug auf Musikkritik gibt: "die jungs machen ihre arbeit gut, also machen sie ihre doch auch gut herr messerli", "wenn sie selber musik machen würden könnten sie mich verstehen (vielleicht tun sie's auch....sind aber nicht so erfolgreich wie diese jungs)". Da hast du die Latte aber sehr hoch gesteckt. Beste Grüsse, Michael.
16Kommentar am Mittwoch, 11. März 2009 20:05
Hallo Micheal. Ich bin nicht ganz neutral, kenne die Band. Aber ich werde aus diesem Review nicht schlau. Wenn man einer Band das KOPIEREN von Melodien vorwirft, dann bitte konkret. Kannst du mir sagen, von wem die Melodien in "Streetkids" und "Blood in the Water" stammen? Und was bitteschön tönt da nach Franz Ferdinand?? Natürlich hört man die Einflüsse, welche die Band prägen. Darf doch auch so sein. Entscheidend ist das Resultat, und du schreibst ja selbst, dass die Melodien gut sind. Dann bitte auch danach bewerten. Interpol sind auch nicht scheisse, nur weil sie sehr offensichtlich "the chameleons" kopieren. Solange Songwriting, Arrangement und die Melodien stimmen, sind die für mich eine Grossartige Band. Das gleich gilt auch bei MHBT. Wenn ein Album schlecht gemacht wird, erwarte ich etwas bessere Argumente. Und wenn du schon die "zunehmende Kritiklosigkeit" erwähnst, dann mach es doch besser und schreibe eine Kritik die dann wirk
17Kommentar am Mittwoch, 11. März 2009 21:52
Lieber phönsel, ich finde es langsam etwas lächerlich, dass hier alle Kumpels von MHBT wie die beleidigte Taliban auf eine negative Kritik ihrer Freunde losgehen. Soll das der Band helfen? Ich finde es mehr befremdend. Gruss, Michael
18Kommentar am Sonntag, 22. März 2009 16:27
Michael, ein paar Denkanstösse für dich: 1. Könnte es nicht sein, dass an der Kritik etwas dran ist, wenn sich mehrere Leute nahezu verpflichtet fühlen (mir geht es jedenfalls so), hier ihren Senf dazuzugeben? Falls ja, wäre die angemessere Reaktion deinerseits, statt dies einfach als lächerlich abzutun, ein Überdenken des eigenen Beitrags zur Diskussion. 2. Du hast uns immer noch nicht darüber informiert, wo (und jetzt müssen konkrete Songs kommen, wenn die Melodien so offensichtlich geklaut sind) sich die Gruppe ihre Melodien hergeholt hat. 3. Die Tatsache, dass die Reaktionen z.T. emotional geworden sind, ist m.E. einzig und allein auf die Radikalität deines Artikels zurückzuführen. Denn die Anschuldigung an einen Künstler (i.w.S.), sein ganzes Werk zusammengeklaut zu haben, ist massiv, dessen musst du dir bewusst sein.. 4. Mit deiner Formulierung beleidigte Taliban verfehlst du die einer von dir (und mir) anvisierten sachlichen & konstruktiven Debatte angemesse
19Kommentar am Sonntag, 22. März 2009 16:30
ne Sprache halt leider auch ziemlich.
20Kommentar am Sonntag, 22. März 2009 17:39
@Enzo 1. „Mehrere Leute“ bedeutet in diesem Fall hauptsächlich eine Gruppe aus dem Umfeld der Band. Man könnte unterstellen, dass hier versucht wird, negative Kritik mit massierter und gezielter Gegenreaktion im Keim zu ersticken. Ich kenne mittlerweile einige Leute aus meinem Umfeld, die meine Rezension sehr gut nachvollziehen können. Nur schreiben die hier nicht alle ihren Senf dazu. Das will ich auch nicht. Und das ist vielleicht der Unterschied. 2. Ich muss gar nichts. Natürlich hat die Band diese Melodien selber geschrieben. Aber bei der Offensichtlichkeit ihrer Referenzen zu verlangen, dass ich ihnen Eigenständigkeit sowie Wiedererkennungswert zuschreiben soll, finde ich hirnrissig. 3. Einverstanden. Meine Kritik ist hart und provokativ. Ich stehe dazu. Aber radikal? Vielleicht für Schweizer Verhältnisse, ja. Aber das ist ein anderes Thema. 4. Wie sachlich können Kommentare (und manche Äusserungen) von Freunden der Band denn sein?
21Kommentar am Sonntag, 22. März 2009 18:35
Zu 1.: Kann man nicht, nein. Mein Ziel ist doch nicht das Ersticken der negativen Kritik, sondern die Suche nach Gründen und Erklärungen für diese. Die Band hat übrigens auch keine Freude, aber das kümmert mich nicht. Es geht mir hier nicht um Freundschaft. Zu 2.: Natürlich musst du nicht, aber interessant wär\\\'s allemal, insbesondere für mich, der es trotz Offensichtlichkeit nicht sehen kann. Moment: Referenzen lese ich jetzt! Das streitet doch auch niemand ab. Aber gemäss deinem Artikel sind\\\'s eben Kopiervorlagen. Und zwar für Melodien, Gitarren und Produktion. Und das ist doch das - das musst du doch inzwischen gemerkt haben -, was ich als radikal bezeichne. Zu 3.: Ich behaupte jetzt einfach mal, ich empfände deine Kritik auch in England (meinst du das?) als sehr umfassend und daher mit äusserster Vorsicht zu verwenden. Zu 4.: Hä? Versteh ich nicht. Sag mir, wo ich unsachlich war. Das eine schliesst doch das andere nicht aus.
22Kommentar am Sonntag, 22. März 2009 19:24
2. Es werden Meinungen geäussert und das ist gut sowie verständlich. Aber weshalb jetzt die Meinungen der Kommentatoren hier irgendwie „richtiger“ oder „nachvollziehbarer“ sein sollen, das entzieht sich meinem Verständnis. Für mich werden auf „Vice“ Elemente kopiert, ja. Diese Aussage ist doch nicht radikal. Auch Interpol und die Editors haben das gemacht. Es wurde ihnen ebenso vorgeworfen. 3. Klingt etwas nach Maulkorb. 4. Am Schluss steht ein Fragezeichen. Wenn mir ein Freund einer Band sagt, er fände sie eigenständig und die Musik gut, dann muss ich die Sachlichkeit dieser Aussage grundsätzlich erst einmal in Frage stellen. Stell dir vor, ich wäre mit der Band befreundet und würde über sie schreiben. Wie wäre dies wohl herausgekommen? Das ist für mich kein unwesentlicher Punkt in dieser Diskussion.
23Kommentar am Donnerstag, 26. März 2009 10:04
Gut, wollen wir uns einigen, dass noch jeder einen Kommentar hat? Dann hast du das Schlusswort, das ist fair. Hier meiner: 2.a) Meinungen werden kaum richtiger (oder falscher), aber nachvollziehbarer werden sie, je besser sie begründet und erklärt werden. 2.b) Die Aussage, dass Elemente kopiert werden ist nicht radikal, nein. Diejenige hingegen, dass praktisch alles kopiert ist, schon. 3. Nein! Ja nicht! Presse- und Meinungsfreiheit sind wichtige Errungenschaften unserer Zivilisation. Aber ich vertrete die Ansicht, dass (in meinen Augen) radikale Kritik gegen das Werk eines Künstlers begründet werden muss, insbesondere wenn es um Nichtsubjektives wie Kopieren oder nicht geht. 4. Einverstanden. Vorsicht ist geboten. Aber meine Antwort auf deine Frage (bei mir steht ein Punkt) ist: das eine schliesst das andere nicht aus, oder m.a.W.: Sicher, Kommentare von Freunden KÖNNEN sachlich sein. Und zwar 100%. Und meine waren es durchs Band, dabei bleib ich. Lieber Gruss Enzo
24Kommentar am Donnerstag, 26. März 2009 11:31
Lieber Enzo, Das Problem dieser Rezension besteht meines Erachtens nicht im Inhalt, sondern in ihrer Kürze. Das ist das Zugeständnis, das ich machen muss. Dadurch können Missverständnisse und Vorwürfe der Radikalität entstehen. Jedoch handelt es sich bei „Vice“ um eine EP. Eine längere Rezension scheint mir daher unverhältnismässig. Deine Einwände waren durchaus sachlicher Natur und fair. Manche Kommentare hier waren aber meilenweit davon entfernt. Ich denke nicht, dass alle Autoren in dieser Form darauf eingehen würden. Ich werde mich deshalb hier auch nicht mehr zu „Vice“ äussern. Beste Grüsse, Michael.
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