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12.5.
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Nerina Pallot - Fires

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von Severin Bellwald am Freitag, 3. November 2006 in Neuerscheinungen   
Genre: Pop
Label: 14th Floor Records
CH-Vertrieb: Warner Music
Unsere Wertung:Nerina Pallot - Fires

War da was..?
Nerina Pallot - FiresIm Jahr 2001 fiel Nerina Pallot mit ihrem Debüt auf, weil sie Gitarre, Piano, Keyboard und Streicher gleich selbst spielte, nebenher ihre eigene Backgroundsängerin war, und sich sowie fürs Abmischen, als auch für Programming verantwortlich zeichnete. Fünf Jahre später erscheint nun der Nachfolger.

Die fiktive Figur Nerina Pallot stammt aus den Drehbüchern zur ersten Staffel der amerikanischen TV-Serie O.C. California. Da sie den Produzenten zu uninteressant schien, wurde ihr Part völlig aus den Scripts geschnitten und die Arme kurzerhand aus dem Studio geworfen. Fest entschlossen, ihrer Berufung, die Menschen oberflächlich zu unterhalten dennoch nachzukommen, schlug sie eine Karriere als Popsternchen ein und hat mit „Fires“ das wohl belangloseste Album des Jahres 2006 veröffentlicht. Zu nett, um es direkt zu hassen, aber eindeutig zu flach, um es zu mögen. Die erste Minute jedes Songs kriecht derart ausdruckslos dahin, dass man glatt vergisst, dass die Anlage überhaupt lief. Was folgt ist ein meist eingängiger, braver Refrain. Wem dieser gefällt, der darf sich glücklich schätzen: Er wird noch 16-mal wiederholt.
Überdies ist die Scheibe so aussergewöhnlich und spannend wie ein Gänseblümchen auf einer Wiese. Nerina Pallot setzt sich weder stimmlich, noch sonst wie von ihren zahlreichen Konkurrentinnen in der Pop-Branche ab. Als Hörer fühlt man sich von der Musik schlicht nicht angesprochen. Auch die Texte erzielen nicht die geringste Wirkung, scheinen teilweise unpassend und gekünstelt. Dies beispielsweise in „Everybody`s Gone To War“, in dem Pallot ihren dünnen Beitrag zum Trend des politischen (antiamerikanischen) Songwritings abgibt. Dass die Gitarre mit nur zwei Fingern bedient wird und das Keyboard unbeholfen dem Gesang hinterher kleckert, hilft da auch nicht grossartig weiter.
Im besten Sinne könnte man sagen: Sie hat eine nette Stimme, nette Melodien, nette Refrains. Ansonsten passiert „Fires“ so unbewusst wie das eigene Atmen, nach 47 Minuten hört man den Laser des CD-Players summen und hat keine Ahnung, was man eigentlich gerade gehört hat.


Seit  25.  August 2006 im Handel.

Anspieltipps:
jedes
Trackliste: 1) Everybody`s Gone To War; 2) Halfway Home; 3) Damascus; 4) Idaho; 5) Learning To Breathe; 6) Mr King; 7) Geek Love; 8) Sophia; 9) All Good People; 10) Heat Attack; 11) Nickindia
similar artists: Kelly Clarkson, Lily Allen, Michelle Branch, Vanessa Carlton, Hilary Duff, Rachael Yamagata

> Hören und Kaufen > Offizielle Webseite > MySpace > Label > CH-Vertrieb

Bio:

Das ist einfach irgendein Mädchen, das in Portionen von „einigermassen“ singen, Songs schreiben und gut aussehen kann. Dann hat irgendein Studiotyp sie entdeckt oder sie hat bei einem Fernseh-Casting gewonnen. Oder sie war mal beim Micky Maus Club. Und Singen war schon immer ihre Leidenschaft.

nerinapallot
Diskographie:
> Dear Frustrated Superstar (2001)
> Fires (2006)



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