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Niccokick - The Good Times We Shared, Were They So Bad?

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von Philipp Gautschi am Freitag, 10. April 2009 in Neuerscheinungen   

Genre: Schwedenrock, Indie  |  Label: Startracks (Irascible)  |  Unsere Wertung: 7.5/10

The Good Times ...Today I’m in love with the whole world…
…schreit einem das Booklet entgegen. Und genauso fühlt sich auch die Musik von Niccokick an. In Schweden weiss man halt, wie’s sich glücklich leben lässt.

In letzter Zeit musste ich mir von meiner Liebsten häufig Sätze wie: ’Jetzt hör mal mit diesem depressiven Postrock auf, es ist Frühling, lass mal was Fröhliches laufen…’ anhören. Gut, entweder hören wir dann weiterhin Postrock oder wir einigen uns auf so mittelfröhliches Zeug wie Interpol, Ghinzu oder die Bishops. Glücklicherweise schneite kürzlich das Album ’The Good Times We Shared, Were They So Bad?’ von Niccokick rein. Es ist leider tatsächlich Frühling geworden, doch damit kann oder muss ich mich abfinden. Niccokick liefern den ziemlich passendsten Soundtrack zur Jahreszeit, kann ja auch nicht schaden, der nächste Winter kommt schliesslich bald.

Insgesamt tönt das dann ziemlich stark nach den Shout Out Louds, manchmal ein bisschen irrer, ein bisschen fröhlicher, ein paar Bläser dazu und voila. Andreas Söderlund (voc., git.) und seine Freunde bzw. Band schufen mit dieser Platte ein elf Stücke dauerndes Fest zu Ehren der Glückseligkeit und der Freundschaft. Dieser Satz war jetzt einiges klebriger als es die Platte ist. Tatsächlich verschafft das Teil so etwas wie gute Laune (bevor ich zu kichern beginne, muss ich dann gleich wieder die neue Mono hören gehen :)). Die Fanfaren, die Synthies, die “Uhhhuhhuhhu’s“ im Hintergrund, vereinzelte Streicher und die freundlichen Melodien (z.B. im Samenlöser ’Your Hands Were So Warm’) vermitteln durchwegs Lebensfreude, gute Laune und ein bisschen Herzschmerz. Die Stücke bewegen sich zwischen rassigem Powerpop, solidem Indierock und lieblichem Schmusepop. Das haut nicht zwingend vom Hocker, lässt sich jedoch problem- und gewissenlos konsumieren. Nicht allzu anspruchsvoll, nicht allzu banal, nicht zu billig und nicht zu seriös. Ein Album, welches man komplett durchhören kann, ohne auf irgendeine Weise akustisch beleidigt, enttäuscht oder überfordert zu werden. ’The Poet’ ist mein persönlicher Favorit. Seriöse Kritiker würden von einer ’catchy Hookline’, gutem ’Drive’ und ’pushendem Beat’ sprechen. Mir blieb das Stück schlicht am längsten im Ohr hängen und die Stimme Söderlunds überschlägt sich im Refrain angenehm. Eine melodiöse Vertonung der typisch schwedischen Fröhlichkeit.

Ich empfehle die Platte primär dem schönen Geschlecht in der Blüte der Jugendjahre. Burschen, die ihre Angebetete mittels Musik erobern wollen, liegen mit ’The Good Times We Shared, Were They So Bad?’ bestimmt auch nicht allzu falsch.

Seit  1. März 2009 im Handel.

> Hören und Kaufen > Offizielle Webseite > MySpace > Label > CH-Vertrieb
Niccokick
Anspieltipps:
> The Art Of Doing Nothing
> The Poet

Diskographie:
> Bye, Bye, Friend EP (2003)
> Turn 27 EP (2003)
> Run! Run! Run EP (2004)
> Love & Neon Lights Ep (2004)
> Awake From The Dead, My Dear Best Friend (2004)
> The Good Times We Shared, Were They So Bad? (2009)

Ähnliche Künstler:
> Shout Out Louds
> Laakso
> Caesars
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