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Ohbijou - Beacons

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von Philippe Feer am Dienstag, 7. Juli 2009 in Neuerscheinungen   

Genre: Indie-Pop  |  Label: Bella Union (Irascible)  |  Unsere Wertung: 7.0/10

BeaconsGlitzerstift
Die Kanadier Ohbijou verzücken mit variantenreichen und leichten Popsongs, die in allen Farben glänzen. Sobald man nach ihnen greift, verblassen sie leider ein bisschen.

Beacons leuchtet aus der Ferne und macht sofort „gluschtig“. So springt mit Ohbijou im blubbernden und orgelbetonten „Wildfires“ leichtfertig ins Wasser und taucht nach Perlen, die man im Vobeischwimmen mitnimmt. Man hüpft im nervösen „Black Ice“, das von plötzlichen Orchestereinlagen zu blossem Schlagzeug wechselt, durch den Dornenwald und befreit sich, wenn man mal hängen bleibt.

Die Schwestern Mecija legen mit ihrer Band und ihrem Zweitling ein deutlich fröhlicheres und beschwingteres Album vor, das im grossen Stil und ähnlich wie Nina Perrsons Zweitprojekt A Camp ein umfassendes Repertoire an Instrumenten und Musikstilen vereinheitlicht, aber nie an dieser Zusammensetzung scheitert. Die sehnsüchtig klare Stimme von Casey Mecija führt uns durch pittoreske Sommerlandschaften voller Blumenwiesen. Dorthin, wo die kurze Nacht nur für den Spannungsaufbau verwendet wird.

Beacons ist ausbrechend, überraschend und sehr empfehlenswert. Die Platte ist zwar angenehm kurzweilig, aber dadurch auch nicht bitter notwendig. Der schönste Stein im Wasser leuchtet an der Oberfläche nicht mehr ganz so stark, das ist auch hier wieder mal klar geworden.

Seit 29. Mai 2009 im Handel.

> Hören und Kaufen > Offizielle Webseite > MySpace > Label > CH-Vertrieb
Ohbijou
Anspieltipps:
> Wildfires
> Black Ice
> Eloise & the Bones
> Make It Gold

Diskographie:
> Swift Feet for Troubling Times (2006)
> Beacons (2009)

Ähnliche Künstler:
> The Acorn
> Laura Veirs
> Brisa Roché
> A Camp
> Belle & Sebastian
> Anni Rossi
> Emiliana Torrini
> Bowerbirds
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