News und Infos
Newsletter
NewsletterAbonniere unseren kostenlosen Newsletter und bleibe so immer auf dem Laufenden.






RSS-Feed
Der RSS-Feed von ::exit.music::
Abonniere unseren RSS-Feed!
Login / Registrierung

Partner

Advertisement
Playlist: Eno
Eno









Christian Mikolasek

- Gregor Samsa: 55:12
- Brian Straw: Song Veins
- Envy: Insomniac Dose
- Propaghandi: How to Clean Everything
- I not dance: So You Think You Can Stop Me...

Ivo Münger

- Botch: We Are the Romans
- Engine down: To Bury Within The Sound
- Radiohead: From the Basement
- Mogwai: Hardcore Will Never Die, But You Will
- Mineral: The Power of Failing

[Playlist Archiv]
Zukunftsmusik
12.5.
The Cribs – The Belly of the Brazen Bull
Richard Hawley – Standing at the Sky’s Edge
Here We Go Magic – A Different Ship
Fela Kuti – Live in Detroit

19.5.
Simian Mobile Disco – Unpatterns
Beach House – Bloom
Best Coast – The Only Place
Guided by Voices – Class Clown Spots a Ufo alles lesen
exitmusic.ch on Facebook

Ojos De Brujo – Techarí (2006)

Drucken E-Mail
von Severin Bellwald am Mittwoch, 5. April 2006 in Neuerscheinungen   
Genre: Funk, Flamenco
Label: Pias
CH-Vertrieb: Musikvertrieb
Unsere Wertung:Ojos De Brujo – Techarí (2006)

Olé!!
Ojos De Brujo – Techarí (2006)Eine gelungene Verbindung von traditioneller mit moderner Musik ist stets ein besonderer Genuss. Allerdings muss der traditionelle Teil den Musikern wirklich im Blut liegen. Die heissblütigen  Ojos De Brujo aus Barcelona sind in dieser Hinsicht über jeden Zweifel erhaben.

Kein Latin-Pop, kein Spanglish. Glücklicherweise. Ojos De Brujo reiten auf keiner Welle mit, sie sind die bebende Erde unter den Schuhen der Flamencotänzern. Die „beste Worldmusic-Band Europas“ (BBC Radio), die sich selbst nicht als Worldmusic-Band versteht, verbindet auf „Techarí“ viel Funk, Ska und eine Prise Hip Hop mit temperamentvoller música española. Und von vornherein ist klar, dass die Künstler, die hier performen stark von der traditionellen Musik ihres Heimatlandes geprägt sind. Denn eine solche Intensität und vor allem Authentizität kann nur erzeugen, wer die eigenen musikalischen Wurzeln wirklich er- und gelebt hat. Flamenco und Rumba heizen gewaltig ein, die typische Gitan-Gitarre, eine Wahnsinns-Perkussion und natürlich Marina „La Canillas“ Amads leidenschaftliche dunkle Stimme erzeugen eine unglaubliche Stimmung. Eine geheimnisvolle Anziehungskraft, melancholisch, druckvoll und undurchschaubar. Dazu kommt der Einsatz zahlloser Instrumente, die den magischen Wirbel massiv verdichten.
Zugegeben: „Techarí“ hat mich nicht gleich von Beginn weg vom Hocker gehauen. Beim ersten Teil der Scheibe habe ich nur halb hingehört und war nicht richtig beeindruckt. Das änderte sich allerdings mit dem 7.ten Track „Silencio“. Putain..!!! Jetzt dreht mal bitte die Boxen auf und sagt mir, dass das nicht der Hammer ist. Da ist mir doch gleich die Señorita vom Cover in die Bude gestürmt, liess das schwarze Kleid mit den roten Punkten fliegen und tanzte bis es qualmte. Und wer`s dann noch nicht weiss, dem wird das folgende „No Somos Máquinas“ die letzten Zweifel aus den Gedanken blasen. Und die Gedanken gleich mit..! Von diesen beiden Mindblowern auf die Qualitäten der Scheibe aufmerksam gemacht, entschied ich mich, das Ganze noch mal von vorne zu hören und stellte fest, dass bereits „Runalí“ denselben Effekt hätte auslösen können und das Album überhaupt meine ganze Aufmerksamkeit verdient.
Zwar gibt es auch Kleinigkeiten, die nicht unbedingt störend, wohl aber überflüssig scheinen, wie ein paar elektronische Verzerrungen. Das ändert aber auch nichts mehr daran, dass diese unzähmbar gewaltige Musik den Hörer einfängt und nicht mehr loslässt. Ojos De Brujo – Die Augen des Hexers – halten dich in ihrem Bann. Und dir gefällt es.


Seit 20. März 2006 im Handel.

Anspieltipps:
Silencio; No Somos Máquinas; Corre Lola Corre; Runali
Trackliste: 1) Color; 2) Sultanas De Merkaillo; 3) Todo Tiende; 4) Runalí; 5) El Confort No Reconforta; 6) Tanguillos Marineros; 7) Silencio; 8) No Somos Máquinas; 9) Bailaores; 10) Corre Lola Corre; 11) Feedback; 12) Piedras Vs. Tanques; 13) Respira; 14) Nana
similar artists: Rosario, Macaco, Salome de Bahia

> Hören und Kaufen > Offizielle Webseite > Label > CH-Vertrieb

Bio:
Wie bei den meisten Bands, die einen ausgeprägten Stilmix spielen, rührt die musikalische Vielfältigkeit von den unterschiedlichen Lebenswegen und Eigenschaften der einzelnen Bandbmember her. Ojos De Brujo sind eine sich ständig verändernde Formation, der bisweilen 9 verschiedene Leute angehör(t)en, die aus den verschiedensten Ländern, Kulturen und Stilrichtungen zusammenkamen. Der absolute Kern besteht sicherlich aus den beiden Gründern, dem Bassisten Juanlú und dem Gitano(-gitarristen) Ramón Giménez. Beide stammen aus Barcelona und sind mit Flamenco und Rumba aufgewachsen, hatten aber zwischenzeitlich Projekte am Laufen, die von Jazz bis hin zu Rock und Metall reichten. Ebenfalls zum Kern der Truppe gehört Sängerin Marina Amad aus Valencia und der Produzent und Kopf von „Macaco“ Dani El Mono Loco. Ojos De Brujo sehen Flamenco als eine sich ständig entwickelnde Kunstform, die offen für jegliche Einflüsse ist. So kombinieren sie Flamenco, Rumba, Tango, Salsa, Són, Buleria, Soleá, aber auch Funk, Hip Hop, Electronica, Techno und Ragge/Reggae. Kritikern und „Flamenco-Puristen“ halten sie entgegen, dass der Flamenco schon immer ein Gemisch war und seine Wurzeln wohl in Andalusien, aber auch in der jüdischen und der arabischen Kultur hat.

Ojos de Brujo
Diskographie:
> Vengue (2004)
> Bari (2004)
> Techari (2006)


» Noch keine Kommentare
Es gibt bisher noch keine Kommentare.
» Kommentar schreiben
Nur registrierte Benutzer können Kommentare schreiben.
Bitte melden Sie sich an oder registrieren Sie sich.
 
< Zurück   Weiter >