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Panic! At The Disco – A Fever You Can’t Sweat Out (2006)

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von Severin Buckingham am Freitag, 5. Mai 2006 in Neuerscheinungen   
Genre: Elektro-Emo-Power-Pop-Punk
Label: Decay Dance
CH-Vertrieb: Warner Music
Unsere Wertung:Panic! At The Disco – A Fever You Can’t Sweat Out (2006)

Sind wir nicht alle ein bisschen Crossover?
Panic! At The Disco – A Fever You Can’t Sweat Out (2006)Der konservative, langhaarige Metaltyp guckt im bösen Blick umher, kann er doch seine Matte nicht schwingen, das Mainstream-Häschen versucht hilflos, ihre Hüften zum schnellen Takt zu schwingen, die Hardcore-Jungs boykottieren den DJ ob der fehlenden Schrei-Anteile – kurz: Panic! At The Disco!

Wenn man jedoch ohne irgendwelche Klischees an „A Fever You Can’t Sweat Out“ herangeht, besitzt die Platte 12 knackfrische Songs. Panic! At The Disco setzen ihre elektronischen Einflüsse gekonnt an den richtigen Orten ein, so dass es (fast) nie zuviel wird. Auch stimmlich sind sie gefestigt, erinnern teilweise sehr an die cleanen Parts der kanadischen Alexisonfire. Als wichtigste Einflüsse geben sie die Counting Crows sowie Fleetwood Mac an. Mit dem hätte man nun doch eher weniger gerechnet. Von vielen politischen Punkrock-Kollegen werden Panic! At The Disco ihrer Eingängigkeit wegen als „Mall-Core“ (~Einkaufscenter-Core) belächelt. Drauf geschissen. Im zweiten Song bringen sie ihre Position auf den Punkt: „Well we’re just a wet dream for the webzines, make us it make us hip make us scene or shrug us off your shoulders. Don’t approve a single word we wrote.” Und sind sich nicht zu schade, ihre Songs mal schnell „ The Only Difference Between Martyrdom And Suicide Is Press Coverage “ zu betiteln. Zwar eher weniger politisch, verbinden sie aber viel Wortwitz mit Ironie und Sarkasmus zu kleinen Alltagsgeschichten. “So testosterone boys and harlequin girls: will you dance to this beat- and hold a lover close?” heisst es im wunderbaren “Lying Is The Most Fun A Girl Can Have Without Taking Her Clothes Off”. Die wollen uns tanzen sehen, das hört und spürt man. Und sie machen es uns leicht. Mit „A Fever You Can’t Sweat Out“ haben Panic! At The Disco einen fast rundum guten Erstling abgeliefert. Einzig die Eingängigkeit könnte man als Kritikpunkt sehen. Die Langzeitwirkung ist nicht garantiert. Halt eine Platte für gewisse Momente. Aber dann richtig.


Ab 5. Mai 2006 im Handel.

Anspieltipps: Lying Is The Most Fun A Girl Can Have Without Taking Her Clothes Off; I Write Sins Not Tragedies; Build God, Then We'll Talk
Trackliste: 1) Introduction; 2) The Only Difference Between Martyrdom And Suicide Is Press Coverage; 3) London Beckoned Songs About Money Written By Machines; 4) Nails For Breakfast, Tacks For Snacks; 5) Camisado; 6) Time To Dance; 7) Lying Is The Most Fun A Girl Can Have Without Taking Her Clothes Off 8) Intermission; 9) But It's Better If You Do 10) I Write Sins Not Tragedies; 11) Constantly Thank God For Esteban 12) There's A Good Reason These Tables Are Numbered Honey, You Just Haven't Thought Of It Yet; 13) Build God, Then We'll Talk
similar artists: Fall Out Boy, Motion City Soundtrack, Over It, Alexisonfire

> Hören und Kaufen > Offizielle Webseite > Label > CH-Vertrieb

Bio:
Panic! At the Disco, eine Band aus Las Vegas, Nevada. Ryan Ross (Gitarre/Texte) und Spencer Smith (Drums) sind an derselben Strasse aufgewachsen, und entdeckten schon früh ihr grosses Interesse an der Musik. Ein Weilchen später gründeten sie zusammen mit Brent Wilson (Bass) sowie Brendon Urie (Gitarre/Texte) Panic! At The Disco. Peter Wentz von Fall Out Boy wurde dann später durch einen ins Internet gestellten Song auf die junge Band aufmerksam und signte sie auf seinem Label Decaydance. Im Mai 2006 wird das Quartett ihren ersten Longplayer veröffentlichen, der sich „A Fever You Can’t Sweat Out“ nennt.

panicatthedisco
Diskographie:
> A Fever You Can’t Sweat Out (2006)


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