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Paula Frazer – Leave The Sad Things Behind (2005)

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von Magdalena Oehen am Samstag, 1. Oktober 2005 in Neuerscheinungen   
Genre: Americana
Label:
Birdman Records
CH-Vertrieb:
Musikvertrieb
Unsere Wertung: Paula Frazer – Leave The Sad Things Behind (2005)

Freakwater lassen grüssen
Paula Frazer – Leave The Sad Things Behind (2005) Paula Frazer lullt mit ihrem neuesten Werk starke Cowboys in den Schlaf. Hübsch, aber anspruchslos.

Was soll man über eine Platte schreiben, die auch nach x-maligem, aufmerksamen, will heissen ohne erhebliche Ablenkung (ausser vielleicht abschweifende Gedanken über den Inhalt der SMS, die Angie Burri vom Marlboro-Man bekommen haben könnte), nichts anderes auf dem Notizblock hervorbringt als drei magere Zeilen, in denen dazu noch ungezählte Male das Wörtlein “schön” vorkommt? Tja, eben.
Ein Versuch ist es mir trotzdem wert. Denn Paula Frazers Musik ist wirklich schön (there goes the „sch“-word again). Mit vor Melancholie triefender Stimme singt sie Melodien, die direkt der Prärie entnommen scheinen. Da kommt die Dame ja auch her. Lagerfeuerstimmung pur, man wartet nur darauf, dass sich die Westernhelden  zeigen und das Mädchen mit der Gitarre vor den bösen, bösen Indianern retten und mit ihr 'gen Sonnenuntergang reiten. Hach. Tatsächlich hat sich Miss Frazer tüchtig bei Spaghetti-Western Soundtrack-Schreiber Ennio Morricone bedient und mischt auf „Leave The Sad Things Behind“ ihren typischen Americana-Sound mit allerlei Soundtrack-Einlagen, die selbst Winnetou schwerelos über den Silbersee wandeln lassen würden. Und alle sind sie da: Die Pedal-Steels, die akustischen Gitarren, fehlen tut nur die Mundharmonika. Das ist ja alles toll und wunderbar und auch für mich als Folk- und Americana-Begeisterte sehr reizvoll, wäre da nicht diese schnulzige und schmalzige Komponente, diese aufdringliche Art der Arrangements, die „Leave The Sad Things Behind“ mit all seiner Schönheit nicht mal kompatibel zum Kuscheln mit dem Liebsten machen.
Was noch zu sagen bleibt: Paula Frazer verfügt über eine wundersch..bare Stimme, die Gänsehaut wird beinahe spürbar, wenn sie zu „Waiting For You“ oder „Taken“ anhebt. Doch singt sie auch noch so schön, ihre Stimme vermag nicht für die ganze Dauer über die Gleichförmigkeit dieser musikalisch zwar überzeugenden, inhaltlich aber enttäuschenden Platte hinwegzutäuschen. Schade.


Seit 29. August 2005 im Handel.

Anspieltipps: Waiting For You; Watercolor Lines
Trackliste: 1) Always On My Mind; 2) Watercolor Lines; 3) Waiting For You; 4) It’s Not Ordinary; 5) Long Ago; 6) Leave The Sad Things Behind; 7) No Other; 8) Taken; 9) Funny Things; 10) Where Did Time Go
similar artists: Tarnation

> Hören und Kaufen > Offizielle Webseite > Label > CH-Vertrieb

Bio:
Paula Frazer wuchs in den Smokey Mountains im Staate Georgia als Tochter eines Missionars und einer Klavierlehrerin auf. Anfang der 80er-Jahre zog es die damals schon begeisterte Sängerin und Musikerin nach San Francisco, wo sie in einigen Bands mitspielte, bevor sie ihre eigene gründete. Tarnation brachten mehrere Alben heraus und erspielten sich in der alternativen Countryszene einen Namen. 2001 veröffentlichte Paula Frazer ihr erstes Soloalbum, „Leave The Sad Things Behind“ ist ihr drittes Solowerk. Sie wird dabei von einer Reihe von namhaften Musikern aus der Countryszene von San Francisco begleitet.

Paula Frazer – Leave The Sad Things Behind (2005)
Diskographie:
> Indoor Universe (2001)
> A Place Where I Know (2003)
> Leave The Sad Things Behind (2005)



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