Pelican - City Of Echoes |
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| von Michael Zuckschwerdt am Dienstag, 31. Juli 2007 in Neuerscheinungen | |
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Genre: Post Metal, Post Rock Label: Hydra Head Records CH-Vertrieb: Irascible Distribution Unsere Wertung: ![]() Dicke PostPelican präsentieren sich auf ihrem neuen Longplayer gereift, vielseitiger, und schlüssiger als je zuvor. Die eingangs erwähnte Etikette „Post Metal“ haftet schlecht am Bandsound, der Rezensent ist eher verlegen, eine andere Bezeichnung, für die kleine Nische zu finden, die Pelican füllen. Charakteristisch für den Sound der Band ist mehr denn je das Spiel der beiden Gitarristen Laurent Schroeder Lebec und Trevor de Brauw. Die beiden nutzen ihre Möglichkeiten hervorragend, ganz egal ob tonnenschwere, gedoppelte Riffs, zweistimmige Parts oder Lead/Rhtythm-Kombinationen auf dem Programm stehen – alles klingt wie aus einem Guss. Hier wurde detailliert arrangiert und nichts dem Zufall überlassen. Dennoch klingt das Ganze völlig natürlich und nicht konstruiert – ein klares Zeichen, dass die letzten zwei Jahre „on the road“ Früchte getragen haben. Eine besondere Erwähnung verdient die Produktion, insbesondere der Gitarrensound: Relativ schwach verzerrt, bleibt er auch bei den enorm druckvollen härteren Parts immer noch transparent und die ruhigen Passagen haben ein angenehm rustikal warmes Grundfeeling. Der Klang erinnert eher an eine basslastige Variante von Grunge-Sounds. wie ihn Hum oder Soundgarden pflegten, als an Metal. Bass und Schlagzeug, gespielt von den Brüdern Bryan und Larry Herweg, werden deutlich weniger virtuos bearbeitet. Während der Bass generell eher den Teppich ausrollt, auf dem die Gitarristen sich austoben, und nur vereinzelte Akzente setzt, macht der Schlagzeuger ausgiebig vom Freiraum Gebrauch, dass im Gesamtsound kein Gesang vorhanden ist… Das Spiel ist variantenreich und die Übergänge und Tempowechsel manchmal geradezu halsbrecherisch. Stellenweise ist mir allerdings schlicht schleierhaft, was Larry mit seinem Spiel bezweckt. Solange der Song nicht auseinander bricht, bin ich ein toleranter Hörer und folge tendenziell eher den ohnehin interessanteren Gitarren, aber stellenweise ist es einfach zu viel des nicht Guten. Die ersten Songs des Albums bieten in kompakter Form das, was man als logische Folge vom Vorgängeralbum erwarten konnte. Ein erstes Highlight auf „City Of Echoes“ ist „Winds With Hands“, das nur vom Zusammenspiel der beiden Akustikgitarren getragen wird. Bereits auf „The Fire In Our Throats…“ befand sich in der Mitte eine solche Nummer. „Winds With Hands ist allerdings deutlich virtuoser, abwechslungsreicher und kürzer. Jenseits aller Lagerfeuerromantik ein gelungener Akustiksong. „Lost In The Headlights“ ist ungewohnt schnell und beginnt mit typischem Metal Riffing, eine Huldigung an Judas Priest, den Favoriten von Laurent Schroeder Lebec? Gelungen finde ich neben dem unerwarteten Wechsel nach anderthalb Minuten vor allem den Aufbau zum Ende hin und den sec arrangierten Schluss. Am Besten gefällt mir aber wahrscheinlich der zweitletzte Track „Far From Fields“, dem ich stellenweise fast schon das Attribut „Pop“ zu attestieren gewillt bin. Mit zunehmender Spieldauer wird der Song immer bombastischer und glamouröser – ein wunderbarer Spannungsbogen. Seit 8. Juni 2007 im Handel. Anspieltipps: Winds With Hands; Lost In The Headlights; Far From Fields Trackliste: 1)Bliss In Concrete; 2) City Of Echoes; 3) Spaceship Broken – Parts Needed; 4) Winds With Hands; 5) Dead Between The Walls; 6) Lost In The Headlights; 7) Far From Fields; 8) A Delicate Sense Of Balance similar artists: Isis, Red Sparowes, > Hören und Kaufen > Offizielle Webseite > MySpace > Label > CH-Vertrieb Bio: Pelican kommen aus Chicago (USA) und bestehen aus den vier Musikern Laurent Schroeder Lebec (Gitarre), Trevor de Brauw (Gitarre), und den Brüdern Larry (Schlagzeug) und Bryan (Bass) Herweg. Ihre rein instrumentale Rockmusik sehen sie eher in der Tradition von Bands wie Tortoise, wenn sich auch stilistisch eher andere Vergleiche aufdrängen. Mit den ersten Veröffentlichungen sprachen sie eher die Fans von lauten, schweren Riffs und düsterer Stimmung an. Auch auf dem Zweitling „The Fire In Our Throats…“ war die Marschrichtung noch dieselbe und die Songs fast allesamt überlang, Songparts wurden nicht selten über mehrere Minuten aufgebaut und enftalteten Ihre Wirkung durch die repetitiven Muster. Mittlerweile ist die Band nach Los Angeles umgesiedelt. Ob es am Klima liegt oder nicht sei dahingestellt, Tatsache ist, dass „City Of Echoes“ alle musikalischen Eigenschaften der Band in der bisher besten Qualität enthält und zudem deutlich kurzweiliger und melodiöser arrangiert ist. Die Band befindet sich derzeit auf Tournee in den Vereinigten Staaten, gegen Ende des Jahres stehen Shows in Europa auf dem Programm und ausserdem ist die Veröffentlichung einer DVD bereits seit längerem geplant. Erscheinen soll diese ebenfalls auf Hydra Head, dem Label von Isis Sänger Aaron Turner, wo Gitarrist Laurent Schroeder Lebec übrigens auch seine Brötchen verdient, sofern er nicht mit der Band unterwegs ist. Diskographie: > Untitled, EP (2003) > Australasia (2003) > March Into The Sea, EP (2005) > The Fire In Our Throats Will Reckon The Thaw (2005) > City Of Echoes (2007) > Oceanic (2002)
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