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Penta-Tonic - Manöver

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von Sophie Müller am Dienstag, 27. September 2011 in Neuerscheinungen   

Genre: Pop/Rock  |  Label: Radicalis  |  Unsere Wertung: 7.0/10

ManöverTaktische Poesie
Ein Manöver ist ein taktische Ausführung von Bewegungen. Das Manöver ist ebenfalls das Leitwort dieser Platte, womöglich auch der Band, die mit diesem Album neue Wege einschlagen.

Eröffnet wird ihr Manöver mit Streichern. Darauf eine Bassline, Schlagzeug, der Wind bläst. Die starke Stimme David Hohls leitet das Album voran, präsentiert Poesie auf Deutsch, untermalt von sicherem Poprock, mal mit romantischen Violinen und dann wieder mit verführerischen Gitarrenriffs.

2001 gründeten fünf Basler die Band Penta-Tonic. „The Call“ hiess ihr Debutalbum, gesungen wurde auf Englisch und es wurde klar abgerockt. Fünf Jahre später veröffentlichten sie ein zweites Album („Monster“), traten auf diversen Bühnen auf, so wie zum Beispiel am Marea-Festival in Florenz. Inzwischen wechselten Penta-Tonic den Sänger, und prompt auch die Sprache: Auf ihrem dritten Album singen sie auf Deutsch. Und es passt ganz gut.

Die Basler Band wagt in ihren Texten ein sanftes Spiel mit Worten, zur Perfektion kalkuliert: Die Worte passen zum Rhythmus, zur Melodie, zu den anderen Worten. Vielleicht wirkt das Album deswegen oft zu glatt, zu passend, zu gut manövriert. Die Glattheit kommt womöglich auch vom strikt eingehaltenen Tempo - auf dem Song „Leuchten“ wird die Perfektion des Tanzens zur Flucht vor dem Alltagsmetronom benutzt. Metronom, ein Wort welches sehr gut auch zum Rest der Platte passt. Wie ein Metronom hakt ein durchgehender Takt jedes einzelne Lied in minimalste Teilchen. Muss nicht unbedingt ein Minuspunkt sein, wirft aber beim Durchhören des gesamten Albums eine Strenge ins Spiel, die wie das ewige Ticken einer Uhr hintergründig nervig sein kann. Klavier und melodische Gitarrensoli bringen aber einen musikalischen Fluss hinein, laden oft auch zum Tanzen ein, nicht nur auf „Leuchten“. So könnte man auf „Heartbreak Hotel“ auf ausgelassene Weise das Tanzbein sachte schwingen. Bildlich kann man sich auf gewissen Stücken David Hohl als Sänger in einer verrauchten Bar vorstellen, an einem Glas Rotem nippend, so zum Beispiel auf „An diesem letzten Tag“, welches zusätzlich auch der letzte Song der Platte ist.

Seit  7. Juli 2011 im Handel.

> Hören und Kaufen > MySpace > Label

Anspieltipps:
> Leuchten
> Auf und Davon

Diskographie:
> The Call (2001)
> Monster (2006)
> Manöver (2011)

Ähnliche Künstler:
> Keywest
> Kaizers Orchestra
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