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Eno









Christian Mikolasek

- Gregor Samsa: 55:12
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- Propaghandi: How to Clean Everything
- I not dance: So You Think You Can Stop Me...

Ivo Münger

- Botch: We Are the Romans
- Engine down: To Bury Within The Sound
- Radiohead: From the Basement
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[Playlist Archiv]
Zukunftsmusik
12.5.
The Cribs – The Belly of the Brazen Bull
Richard Hawley – Standing at the Sky’s Edge
Here We Go Magic – A Different Ship
Fela Kuti – Live in Detroit

19.5.
Simian Mobile Disco – Unpatterns
Beach House – Bloom
Best Coast – The Only Place
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PJ Harvey – PJ Harvey On Tour: Please Leave Quietly [DVD] (2006)

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von Michael Rothen am Freitag, 26. Mai 2006 in Neuerscheinungen   
Genre: Alternative
Label: Universal Island Records LTD
CH-Vertrieb: Universal Music
Unsere Wertung:PJ Harvey – PJ Harvey On Tour: Please Leave Quietly [DVD] (2006)

„Ramshackleness…”
pleaseleavequitly Die zierliche Polly Jean Harvey – eine längst nicht mehr wegzudenkende musikalische Grösse des Alternative – liess sich breitschlagen und dvdfilmen. Auf ihre Art und Weise und ja, warum denn eigentlich nicht?!

Sie möge keine Glanzlicht, emotionstote und endlos geschönte Live-DVDs. Der Zuschauer solle sehen, hören und fühlen können, wie es auf Tour zu und her gehe: Unordentlich, durcheinander und stets unvorhersehbar.

Guter Ansatz, gut umgesetzt, Projekt gelungen.

Dass der Fan und Konsument oben drauf zugleich und zugleich zuhauf in den Genuss von Statements und einem ausführlichen Interview der eher kamera- und interviewmikrophonscheuen Person mit einem guten Schuss an Niedlichkeit und extravagantem Geschmack in Sachen Kleidung – aka PJ Harvey – kommt, grenzt dann ans Maximum des Erwarteten. Frau Harvey zeigt sich für ihre Verhältnisse überaus offen und extrem gesprächig, teils sogar prächtig witzig und lustig, ohne jedoch auch nur eine Sekunde die Fassung oder gar die Kontrolle zu verlieren. Sie gewährt tiefe Einblicke, ist und bleibt dabei jedoch das Mysterium in Person: PJ Harvey, die Ausnahmekünstlerin, welche wohl immer schwer fassbar bleiben dürfte. Nur gut so – irgendwie.
Zur dargebotenen Musik: Eigenwillige Auswahl der Tracks, unterschiedliche Locations, an denen gefilmt wurde (teilweise inkl. Soundcheck oder Rehearsals) und grundsätzlich kein statisches Einfangen des Bühnengeschehens (allesamt Impressionen der „Uh Huh Her“-Tour 2004). Herauszustreichen – bzgl. Bühnenperformance – nebst der stets profan, doch 100%-stilsicher gekleideten Frau Harvey, ist deren Tour-Gitarrist und Übermusiker Josh Klinghoffer; wie’s scheint, ein Seelenverwandter der Akrobatik!
Versteht man die DVD als kleines Karriereresümee – ohne Anspruch auf eine Best Of-Setlist – so wird einem noch deutlicher klar, welch begnadete Komponistin wie Musikerin Polly Harvey ist. Die spärlich instrumentierte, aber eindringlich treffende Umsetzung ihrer Songs sucht seinesgleichen. PJ Harvey hört man halt nicht einfach so beim Vorbeigehen; meint, ein Vorbeihören wird niemals erschliessen können, die Wucht und zeitgleiche Zerbrechlichkeit ihrer Melodien, perfekt vereint mit den teils doch kruden, expliziten Texten.

Einziges Manko ist und bleibt: Die nichts schönen wollende DVD vermag trotz allem nicht das zu transportieren, was man an einem PJ Harvey-Konzert leibhaftig miterleben würde – ich erinnere mich da an Southside 2004: Schauder meinen Rücken runter.
Ein Muss für Fans („Uh Huh Her“ und „Evol“ gelten als bislang unveröffentlicht) und wer die Wahnsinnsfrau – das Unikum – noch nicht wirklich kennt und gerne ab und an eine DVD anschauen mag, dem sei vorliegendes Produkt als Einstieg mehr als nur empfohlen, denn O-Ton PJ: „Being on tour it’s not just real, it’s like being under water!“


Seit 5. Mai 2006 im Handel.

Anspieltipps: Uh Huh Her, Taut, Big Exit, A Perfect Day Elise, My Beautiful Leah
Trackliste: 1) Meet Ze Monsta; 2) Dress; 3) Uh Huh Her; 4) Taut; 5) Down By The Water; 6) It’s You; 7) Big Exit; 8) Harder; 9) The Darker Days Of Me And Him; 10) A Perfect Day Elise; 11) Victory; 12) Catherine; 13) Who The F**k; 14) Evol; 15) My Beautiful Leah; 16) The Letter
similar artists: Nick Cave (die weibliche Form halt), teilweise ältere The Cure

> Kaufen > Offizielle Webseite > Label > CH-Vertrieb
 
Bio:
Hervorgegangen aus der Band Automatic Dlamini beginnt anfangs der Neunziger ein Trio namens PJ Harvey die britische Independent-Szene aufzumischen. 1992 erscheint das Debütalbum „Dry“ und wird frenetisch abgefeiert. Der mitreissende Sound, angesiedelt zwischen Kraft und Melodie und die agile Frontfrau tun das Nötige dazu. In gleichbleibender Besetzung wird 1993 „Rid Of Me“ veröffentlicht, was gleichzeitig als Schlussstrich des Trios PJ Harvey zu werten ist. Im gleichen Jahr erscheint die rohe Scheibe „4-Track-Demos“, die PJ Harvey – 1969 geborene Polly Jean Harvey, von Captain Beefheart beeinflusst – als eigentliche Solokünstlerin etabliert. Weltweiter Ruhm, diverse Musikpreise und Grammy-Nominierung sind die Folge. PJ Harvey bestreitet indes das Vorprogramm von U2.
In 1995 offeriert die zierliche Frau mit „To Bring You My Love“ bis dato eine der erfolgreichsten Alternative-Platten und tritt mit dem wunderschönen Nick Cave-Duett „Henry Lee“ des Cave-Albums „Murder Ballads“ in Erscheinung. Der Nachfolger „Is This Desire?“ hält den offensichtlich gewachsenen Ansprüchen von Medien und Fans nicht stand. 1999 schliesst sie sich wieder mit den alten Bandkollegen zusammen und lanciert „Stories From The City, Stories From The Sea“ wofür sie in 2000 den Mercury Music Prize verliehen bekommt. Der letzte offizielle PJ Harvey-Output ist das erstmalig allein produzierte Album „Uh Huh Her“, wessen Tour den Inhalt zur DVD „PJ Harvey On Tour – Please Leave Quietly“ liefert.

pjharvey
Diskographie:
> Demonstration (1992)
> Dry (1992)
> Rid Of Me (1993)
> 4-Track Demos (1993)
> To Bring You My Love (1995)
> Dance Hall At Louse Point [Collaboration with John Parish] (1996)
> Is This Desire? (1998)
> Stories From The City, Stories From The Sea (2000)
> Uh Huh Her (2004)
> PJ Harvey On Tour – Please Leave Quietly [DVD] (2006)


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