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Rhino Bucket – The Hardest Town

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von Simon Grünig am Montag, 27. Juli 2009 in Neuerscheinungen   

Genre: Hardrock  |  Label: Acetate Records  |  Unsere Wertung: 7.0/10

The Hardest TownRockolymp trifft auf Korallenriffe
Neben Didgeridoos, Aborigines, Kängurus und giftigen Spinnen bietet Australien höllisch gute Hardrockmusik. Die ältesten und zugleich wohl weltweit bekanntesten Stromgitarren-Akrobaten unter ihnen sind ungeschlagen AC/DC. Ihnen folgen die Young-Truppe der unermüdlichen Rose Tattoo und die Neulinge von Airbourne. Jetzt taucht da ein unscheinbarer Name am Hardrock-Himmel auf: Rhino Bucket. Automatisch verbindet der Hörer das Quartett mit Australien – aber, sind Rhino Bucket wirklich beinharte Australier?

Um es vorweg zu nehmen: nein, Rhino Bucket stammen aus dem Herkunftsland des Coca-Cola. Die Band stapfte irgendeinmal 1987 aus amerikanischem Boden und ist daher in der Musikbranche eigentlich kein Neuling. Sogar im 90er-Kultfilm Wayne’s World steuerten die Amis damals einen Kracher bei – beachtlich. Das vorliegende Album ist bereits das sechste Werk der Rocker. Weil jedoch der Erfolg ausblieb, trennte sich die Band nach dem dritten Album wieder. Doch richtige Rocker lassen sich nicht unterkriegen: daraus resultierte im 2006 die Reunion und anschliessend zwei Alben „And Then It Got Ugly“ und „No Song Left Behind“.

Mit „The Hardest Town“ erweitern Rhino Bucket ihre Diskographie und hoffen weiter auf den mittlerweile verdienten Erfolg. Irgendwann muss sie jeder kennen. Der neue Output der Amerikaner ist roh, dreckig und rockt. Akustisch und stimmlich hören wir klar die Orientierung an AC/DC’s Bon Scott-Ära. Zwar sind einige Tracks kleine Ohrwurm-Rockdiamanten, welche leider im Schliff noch nicht im Optimum daherfunkeln. Teilweise vermisst man den erwartungsgemässen, druckvollen Sound und die musikalische Vielfältigkeit. Ebenso wie auf „Back in Black“ und „Highway to Hell“. Der Spannungsbogen liegt daher von möglichen 100 auf sorgfältigen 75 Dezibel – sprich, gemächlich tief.

Nichts desto trotz entscheidet sich der mögliche Anhänger für ein grundsolides Rock-Album mit Prädikat „Riff-Raff-Rock“. Rhino Bucket wird wohl ausgiebig touren, den Neuling protzig promoten, und um neue Fans buhlen. Die Messlatte von AC/DC ist zwar unerreicht, doch mit Airbourne könnten sich die Jungs bald messen und ihnen locker das Wasser (Rocker verwenden hierbei Bier) halten. Mit Simon Wright hinter der Schiessbude fliesst gar ehemaliges AC/DC-Blut in den Adern von Rhino Bucket – daher, einen Platz im Rockolymp haben sich die tapferen Rhino’s gemeisselt. 

Kleiner Tipp zum Schluss: unbedingt, etwas kompromissloser und gewaltiger beim Nachfolger. Jungs, „fuckin’ Rock ’n’ Roll soll Ä... treten.“ Vielleicht helfen da Globuli von Mick Dundee, oder eine Reise ins Land der Riesenkrokodile: etwas mehr Biss und alles wird gut.

Seit  9. Mai 2009 im Handel. 

> Hören und Kaufen > Offizielle Webseite > MySpace > Label
Rhino Bucket
Anspieltipps:
> Know My Name
> Take My Down
 
Diskographie:
> Rhino Bucket (1990) 
> Get Used to  It (1992)
> Pain (1994)
> And Then It Got Ugly (2006)
> No Song Left Behind (2007)
> The Hardest Town (2009)
 
Ähnliche Künstler: 
> AC/DC
> Airbourne
> Rose Tattoo
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