Richard Ashcroft – Keys to the World (2006) |
|
|
| von Magdalena Oehen am Freitag, 24. Februar 2006 in Neuerscheinungen | |
|
Genre: Pop Label: Parlophone CH-Vertrieb: EMI Music Unsere Wertung: ![]() Der Melancholie nicht abgeschworenSeien wir ehrlich: Gewissen Menschen bekommt Melancholie schlichtweg besser als Fröhlichkeit. Wie zum Beispiel Richard Ashcroft. Wie kaum ein anderer weiss er Schwermut und Trübsinn zu zelebrieren. Die grossen Melodien und hymnischen Arrangements dazu muss man auf seinem dritten Soloalbum „Keys to the World“ nicht missen.
Wichtig ist, sich am Anfang nicht irreführen zu lassen. Der Rock’n’Roll-inspirierte Opener „Why Not Nothing?“ und die darauf folgende Ode an die Musik („Music Is Power“) sind keineswegs bezeichnend für die Gesamtstimmung des Albums. Die durch stetige Radiopräsenz bereits bestens bekannte Singleauskopplung „Break The Night With Colour“ setzt da schon eher den Standard. Eine ausnehmend schöne Melodie mit einem gehörigen Schuss Melancholie und man fühlt sich geradewegs in die glorreichen Zeiten von „Urban Hymns“ zurückversetzt. Doch lassen wir die nostalgische Schwelgerei, im Hier und Jetzt überzeugen einerseits „Words Just Get In The Way“ mit filigraner Melodie und viel Gefühl, andererseits „Why Do Lovers?“ mit epischen Streichern und dramatischem Refrain. Eher spärlich und fein mutet „Sweet Brother Malcolm“ an, das Ashcrofts charakteristische Stimme ins Zentrum stellt. Schade ist, dass auch Tracks wie „Cry Till The Morning“ oder „Simple Song“ den Weg auf das Album gefunden haben. Solche unspektakulären Durchhänger sind nicht wirklich nötig. Die Versöhnung gibt’s aber zum Schluss mit „World Keeps Turning“. Und für den glücklichen Konsumenten eine Bonus-DVD mit Interview und Konzert-Mitschnitten. Seit dem 23. Januar 2006 im Handel. Anspieltipps: Break The Night With Colour; Words Just Get In The Way; Sweet Brother Malcolm Trackliste: 1) Why Not Nothing?; 2) Music Is Power; 3) Break The Night With Colour; 4) Words Just Get In The Way; 5) Keys To The World; 6) Sweet Brother Malcolm; 7) Cry Till The Morning; 8) Why Do Lovers?; 9) Simple Song; 10) World Keeps Turning similar artists: The Verve > Hören und Kaufen > Offizielle Webseite > Label > CH-Vertrieb Bio: Richard Ashcroft wurde 1971 in der Nähe von Manchester in Grossbritannien geboren, wo er zusammen mit künftigen Bandmitgliedern von The Verve aufwuchs. Der frühe Verlust des Vaters und der Einfluss des Stiefvaters, der sich in Bewusstseinserweiternden Techniken übte, waren prägend für Richard Ashcrofts Jugend. Noch während seiner Studienzeit gründete er 1989 seine erste Band The Verve, als deren Frontmann er ein kleines Stück Popgeschichte schrieb. Ihre hoch gelobte Debütsingle „All in the Mind“ wurde 1992 veröffentlicht, die erste LP „A Storm In Heaven“ folgte ein Jahr später. Bandinterne Konflikte führten 1998 nach der Veröffentlichung des Hitalbums „Urban Hymns“ und der dazugehörigen Tour zum Bruch. Ashcroft resignierte nicht und brachte zwei Jahre später sein Solodebüt „Alone With Everybody“ auf den Markt. „Keys To The World“ ist sein drittes Solowerk. Diskographie: > Alone With Everybody (2000) > Human Condition (2002) > Keys to The World (2006)
» Noch keine Kommentare
Es gibt bisher noch keine Kommentare.
» Kommentar schreiben
Nur registrierte Benutzer können Kommentare schreiben.
Bitte melden Sie sich an oder registrieren Sie sich. |
| < Zurück | Weiter > |
|---|





