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Rilo Kiley - More Adventurous (2005) (Brute/Beaute/Warner Music)

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von Magdalena Oehen am Dienstag, 1. März 2005 in Neuerscheinungen   
Lasset das Abenteuer beginnen!

Rilo Kiley - More Adventurous (2005) (Brute/Beaute/Warner Music)Der Name des neuen Albums der vier Kalifornier verrät es schon: Abenteuerlicher wollen sie werden. Diesmal mit der Hilfe eines Major Labels. Ist es ihnen gelungen? Und wie!

Es ist schwer zu sagen, was die Magie ausmacht, die von Rilo Kiley ausgeht. Ist es ihre Aura der alternativen Emo-Rocker? Sind es die berührenden Lyrics, die von Trennung und Schmerz und dem desolaten Zustand unserer Gesellschaft berichten? Oder die einzigartig schöne Stimme von Sängerin Jenny Lewis? Keine Ahnung, aber es scheint zu funktionieren. "More Adventurous" besitzt die einzigartige Eigenschaft, den Zuhörer vom ersten bis zum letzten Ton in seinen Bann zu ziehen. Es besitzt diese Magie, die die Melodien noch Tage nach dem ersten Hören im Kopf herumgeistern lässt.
Das Album zeichnet sich aus durch eine unglaubliche Vielseitigkeit. Da sind laute E-Gitarren zu hören ("Love And War") und zarte Violinen und Celli ("Does He Love You?" - die Streicherarrangements stammen übrigens aus der Feder von Bright Eyes' Nate Walcott). Jenny Lewis' wunderschön pure Stimme passt sich den verschiedenen Richtungen an; sie trifft jeweils genau den richtigen Tonfall, sei es im Indie-Anthem "Portions For Foxes", im Singalong-Opener "It's a Hit" oder in der Soulnummer "I Never" ( - das tönt dann nach Dusty Springfield und erwärmt das eisigste Herz). Überaus hörenswert ist auch der akustische Lo-Fi-Track "Ripchord", bei dem Blake Sennett sein gesangliches Talent unter Beweis stellt.
Über all dem schwebt ein unverkennbarer Emo-Touch, die Musik trifft direkt ins Herz, die Lyrics sind gezeichnet von Sensibilität und Abgeklärtheit. "The Absence of God" ist eines der besten Beispiele dafür und ist nur schon wegen seiner lyrischen Schönheit ein Schmuckstück, veredelt durch ein wunderbar berührendes, akustisches Gitarrenduett. Weist dieses Album überhaupt Schwachstellen auf? Als einzigen Kritikpunkt sehe ich die im Vergleich zum grossartigen Vorgängeralbum "The Execution Of Everything" (2003, Saddle Creek) etwas allzu aalglatte Produktion von "More Adventurous". Aufgewertet wird dieser eine negative Punkt jedoch durch die vielen subtilen Details (z.B. Jenny Lewis, die in "It's A Hit" das Geräusch des Salzstreuers imitiert), die einen Teil des Zaubers dieses Albums ausmachen. "More Adventurous" ist ein herzerwärmendes Album, das auch weniger Emo-Begeisterten gefallen wird. Garantiert.


Seit 21. Februar 2005 im Handel.

Anspieltipps: It's A Hit, I Never, The Abscence Of God, Accidntel Deth
similar artists: Bright Eyes, Now It's Overhead

> Hören und Kaufen > Offizielle Seite > Label > CH-Vertrieb

Bio:
Gegründet wurde die Band Rilo Kiley 1998 in Los Angeles. Drei Jahre später brachten Jenny Lewis (Vocals, Gitarre, Keyboards), Blake Sennett (Gitarre, Vocals), Pierre de Reeder (Bass) und Dave Rock (Drums, später ersetzt durch Jason Boesel) ihr Debüt-Album "Takeoffs And Landings" (Barsuk Records) auf den Markt. Auf der Release-Tour waren sie als Supporting Acts von namhaften Künstlern wie The Breeders oder Pedro The Lion zu sehen. Ihr Zweitling "The Execution Of All Things" (Saddle Creek) wurde von den Kritikern überaus enthusiastisch aufgenommen. Mit ihrem neuesten Album "More Adventurous" werden sie vollends zu einer konstanten Komponente der Indie-Szene.

Rilo Kiley - More Adventurous (2005) (Brute/Beaute/Warner Music)
Diskographie:
> Takeoffs And Landings (2001)
> The Execution Of All Things (2003)
> More Adventurous (2005)


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