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Rita Hey - In the End You Will Find That We Are Right

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von Paul Klur am Freitag, 1. Juni 2012 in Neuerscheinungen   

Genre: Country, Folk  |  Label: Fontastix  |  Unsere Wertung: 5.0/10

In the End You AlwaysAmerican Recording?
Um diesen Zweitling mit besonders sperrigem Namen einzuschätzen, muss man mit zweierlei Mass messen. So tun es Rita Hey ja schliesslich auch und zeigen, wie groß mitunter der Unterschied zwischen Country und Americana sein kann.    

Wenn zwei eigentlich sehr unterschiedliche Menschen zusammen Musik machen, weil es eben gerade so passte, kann das völlig unvorhersehbare Ergebnisse machen. Bei der Bernerin Rita Peter und Tiziano Marinello, die sich vor einem halben Jahrzehnt, wie so oft, auf einem Konzert kennen lernten, stößt man auf Altbekanntes, das aber durch die unterschiedlichen Stärken der Beiden nicht gänzlich ohne Charme ist. Peter liess sich von Johnny Cashs späten Meisterwerken, der bestens bekannten American-Reihe für traditionellen Americana begeistern. Sie hat eine dieser Stimmen, die man vielleicht nicht unter vielen wieder erkennen würde, aber viel zu schön und einladend sanft ist, um sich nicht damit anzufreunden. Ihr italienischstämmiger Weggefährte kam schon in früher Kindheit mit dem in seinem Heimatland nicht unbeliebten Country in Kontakt, sattelte aber zur elektronischen Musik über. Davon ist hier jedoch rein gar nichts übrig geblieben, sein Talent als Multiinstrumentalist dagegen ist im neuen Kontext eine Menge wert.

Wirklich von Belang ist deren Folkrock nämlich fast nur in den dahintröpfelnden Americana-Momenten, wenn die immerhin das Bandlogo zierenden Reitstiefel im Schrank bleiben, Peters Stimme ganz nah an den Hörer rückt und Marinellos Instrumentierung für Stilreichtum und Eigenständigkeit sorgt. Mit Bläsersatz kann daher „A sailor´s tale“ mehr überzeugen als der konventionelle Country, der über weite Strecken von „In the End You Will Find...“ mit Hingabe aber ohne großen Erfindungsreichtum praktiziert wird. Schon am Namen erkennt man aber, dass ein Duett namens „The devil on my mind“, klassischerweise mit Hilfe von Mundharmonika verfeinert, auch auf die althergebrachte Weise unterhält. Wenn noch mehr Songs diesen leicht morbiden Alternative Country-Charme hätten, würde man die Patina, die über diesem netten Projekt liegt noch lieber verzeihen.  

Seit  27. Januar 2012 im Handel.

> Hören und Kaufen > Offizielle Webseite > Label

Anspieltipps:
> A Sailor´s Tale
> The Devil on My Mind

Diskographie:
> We Know You Well, Sweet Misery (2009)
> In the End You Will Find That We Are Right (2012)

Ähnliche Künstler:

> Johnny Cash
> Bob Dylan
> Calexico
> Conor Oberst and the Mystic Valley Band/ Bright Eyes
> Big Harp
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